20. Februar 2025 Bankenbrief â Rekord für Frankfurter Büromarkt? | Liebe Leserinnen und Leser, heute haben wir für Sie folgende Themen im Bankenbrief: - Banken: Umzugspläne könnten Frankfurter Büromarkt Rekord bringen
- EZB macht erneut Verlust
- Fed besorgt über mögliche Folgen von Trumps Zollplänen auf Inflation
- Kryptowährungen: Fratzscher will wirksame Regulierung
Wir wünschen eine informative Lektüre! Ihre Bankenbrief-Redaktion |
THEMA DES TAGES |
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Banken: Frankfurter Büromarkt profitiert von Bau- und Umzugsplänen Die Umzugspläne groÃer Banken könnten dem kriselnden Frankfurter Büromarkt unverhofft ein Rekordergebnis bringen. Die ersten drei Monate 2025 könnten dank einiger GroÃabschlüsse zum besten Quartal aller Zeiten werden, sagte Suat Kurt, Niederlassungsleiter beim Makler Jones Lang LaSalle (JLL) heute laut Medienberichten. Demnach habe nicht nur die Direktbank ING Deutschland kürzlich bekanntgegeben, dass sie 2028 einen neuen Hauptsitz im Frankfurter Ostend bezieht und dafür rund 32.000 Quadratmeter mietet. Auch die Commerzbank mietet ab 2028 ein weiteres Hochhaus im Frankfurter Bankenviertel, den Central Business Tower. Alleine die beiden Abschlüsse summierten sich auf über 100.000 Quadratmeter, sagte Kurt. Im gesamten ersten Quartal dürfte damit ein Büro-Flächenumsatz von mehr als 180.000 Quadratmetern geknackt werden. Der Büro-Leerstand in Frankfurt könnte im Zuge dessen wieder sinken. Erholung von historischem Einbruch Zum Vergleich: Im gesamten vergangenen Jahr wurden nach Zahlen von JLL nur 370.000 Quadratmeter Bürofläche neu vermietet. Und das, obwohl es 2024 einen groÃen Abschluss mit der Europäischen Zentralbank gab, die gut 34.000 Quadratmeter für ihre Bankenaufsicht im Büroturm "Gallileo" mietet. Seit der Corona-Pandemie hat sich das Homeoffice in Deutschland etabliert, seitdem stehen viele Büros leer. In Frankfurt stieg die Leerstandsquote 2024 auf 9,7 Prozent, nach 8,8 Prozent im Vorjahr. Viele Firmen verkleinern Flächen, auch die Wirtschaftskrise dämpft die Nachfrage nach Büros. Mit dem Trend zum Homeoffice dürfte der Bedarf an Büroflächen in den deutschen Metropolen bis 2030 um über ein Zehntel sinken, schätzten das Ifo-Institut und der Immobilienberater Colliers in einer früheren Studie. wiwo.de wz.de tagesspiegel.de goslarsche.de
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MELDUNGEN DES TAGES |
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EZB macht erneut Verlust Es ist das zweite Verlustjahr in Folge für die Europäische Zentralbank (EZB): Gut 7,9 Milliarden Euro Minus stehen für 2024 unter dem Strich in der Bilanz, wie die Notenbank mit Sitz in Frankfurt heute mitteilte. Das ist der höchste Verlust in der mehr als 25-jährigen Geschichte der EZB. Im Jahr 2023 hatte die Notenbank ihren Verlust dank der Auflösung milliardenschwerer Rückstellungen noch auf rund 1,3 Milliarden Euro drücken können. Die roten Zahlen haben auch für die nationalen Zentralbanken Folgen: Die übliche Gewinnausschüttung der EZB, unter anderem an die Deutsche Bundesbank, fällt erneut aus. Der Grund für die Verluste der EZB ist, dass die Zinsausgaben der Zentralbank viel höher sind als ihre Zinseinnahmen. zeit.de
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Fed besorgt über mögliche Folgen von Trumps Zollplänen auf Inflation Die Notenbank in Washington hat kurz nach dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump über Inflationsgefahren im Zusammenhang mit dessen Politikwende beraten. Dies geht aus den gestern veröffentlichten Sitzungsprotokollen des Offenmarktausschusses (FOMC) hervor, der kurz nach der am 20. Januar erfolgten Rückkehr Trumps ins WeiÃe Haus tagte. Die Teilnehmer der Zins-Sitzung vom 28. und 29. Januar wiesen im Allgemeinen auf die Aufwärtsrisiken für die Inflationsaussichten hin und weniger auf die Gefahren für den Arbeitsmarkt. Es seien unter anderem mögliche Auswirkungen von Ãnderungen in der Handels- und Einwanderungspolitik zur Sprache gekommen. onvista.de
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| Nachfrage nach Bausparverträgen bei der LBS Süd sinkt leicht Deutschlands gröÃte Landesbausparkasse, die LBS Süd, hat 2024 leichte EinbuÃen im Neugeschäft hinnehmen müssen. Das Brutto-Neugeschäft im Bereich Bausparen lag im vergangenen Jahr bei 16,3 Milliarden Euro, wie Vorstandschef Stefan Siebert heute in Stuttgart mitteilte. Damit habe man an das Vorjahresergebnis anknüpfen und damit in einem herausfordernden Umfeld Marktanteile hinzugewinnen können. 2023 hatte das Brutto-Neugeschäft noch 16,4 Milliarden Euro betragen. onvista.de
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| Hypoport erwartet 2025 kräftigen Gewinnschub Der Finanzvermittler Hypoport hat sein Gewinnziel im abgelaufenen Jahr erreicht und peilt für 2025 einen kräftigen Ergebnisschub an. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) habe sich auf vergleichbarer Basis um 23 Prozent auf rund 17 Millionen Euro verbessert, teilte der Betreiber der Immoblienkreditplattform Europace und des Finanzvertriebs Dr. Klein gestern Abend mit. Angepeilt hatte Hypoport zwischen 10 und 20 Millionen Euro. Hauptgrund für die Fortschritte sei eine deutliche Verbesserung des Geschäfts mit privaten Immobilienkrediten. finanzbusiness.de
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| Chinas Notenbank: Entspannungssignal im Handelsstreit mit USA Auch vor dem Hintergrund jüngster Entspannungssignale im Handelskonflikt mit den USA hält Chinas Notenbank ihr Pulver trocken: Sie beschloss heute, den geldpolitischen Schlüsselsatz nicht anzutasten. Er ist im Fachjargon als Loan Prime Rate (LPR) bekannt und dient zur Festlegung der Verbraucherkredit- und Hypothekenzinsen im Reich der Mitte. Der Richtwert für Zinssätze mit einjähriger Laufzeit wurde bei 3,1 Prozent belassen, und auch die LPR für die fünfjährige Laufzeit blieb unverändert bei 3,6 Prozent. US-Präsident Trump hatte jüngst erklärt, ein neues Handelsabkommen mit Peking sei möglich. Er gehe auch davon aus, dass Chinas Präsident Xi Jinping die USA besuchen werde. fuw.ch
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KÃPFE DES TAGES |
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Fratzscher: Kryptowährungen könnten nächste Finanzkrise auslösen Angesichts der zunehmenden Verbreitung von Kryptowährungen wie dem Bitcoin warnt der Ãkonom Marcel Fratzscher (Foto) vor den möglichen Folgen mangelnder Regulierung. "Wir brauchen keine kryptofreundliche, sondern eine wirksame Regulierung", sagte der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), wie Medien heute berichteten. "Sonst könnten Kryptowährungen zum Auslöser der nächsten Finanzkrise werden", warnte Fratzscher. www.handelszeitung.ch
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| Bessent reist nicht zu G20-Gipfel Die anstehenden Treffen der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) drohen ergebnislos zu werden. Grund dafür sind die Absagen der neuen US-Minister aus der Regierung von Präsident Donald Trump. US-Finanzminister Scott Bessent bestätigte gestern Abend, dass er in der kommenden Woche nicht an dem Treffen mit seinen G20-Amtskollegen in Kapstadt teilnehmen wird. Zuvor hatte US-AuÃenminister Marco Rubio bereits das Treffen mit seinen G20-Kollegen für diesen Donnerstag und Freitag in Johannesburg abgesagt. diepresse.com
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SCHON GEWUSST? |
| Zum Frühling gehört für viele das Aufräumen und Entrümpeln. Ob Kleidung, Spielzeug oder Möbel â viele Privatpersonen nutzen Verkaufsplattformen, um sich von nicht mehr benötigten Gegenstände zu trennen. In den letzten Jahren haben diese Plattformen verschiedene MaÃnahmen eingeführt, um ihre Nutzer vor Betrug zu schützen, darunter auch sichere Zahlungsmethoden. Leider nutzen Kriminelle jedoch auch diese Verfahren für ihren Betrug. Hier erklärt der Bankenverband, wie diese Masche funktioniert und wie Sie sich davor schützen können: bankenverband.de
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WAS MORGEN WICHTIG WIRD |
| In Frankfurt am Main stellt die Oldenburgische Landesbank ihre Geschäftszahlen für 2024 vor. â In London veröffentlicht die Bank Standard Chartered ihre Jahreszahlen. â Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden gibt neue Zahlen zu Gewerbeanzeigen im Jahr 2024 bekannt. |
NACHSCHLAG |
| Darf mein Chef mich abmahnen, wenn ich wegen eines Streiks zu spät komme? Gleich in sechs Bundesländern wird morgen im Personennahverkehr gestreikt, auf den StraÃen droht Chaos. Folgendes haben Sie zu beachten, wenn Sie morgens nicht rechtzeitig bei der Arbeit sind: spiegel.de
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