Baukultur im November 2015

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Baukultur im November 2015


11. Ausgabe, 10. November 2015


Editorial


Qualität und Experimente


Mit den steigenden Zuwanderungszahlen nimmt auch der prognostizierte Bedarf an neuem Wohnraum zu. Doch Schlichtbauten sind keine Lösung. Heute neu entstehender Wohnraum wird unsere Städte für viele Jahrzehnte prägen und muss entsprechend dauerhaft sein. Ich rede dabei nicht von den dringend benötigten provisorischen Unterkünften, sondern von Wohnraum, der unabhängig von einer bestimmten Nutzergruppe benötigt wird. Oft braucht es krisenhafte Situationen, um zu neuen Lösungen zu finden. Es wäre daher zu hoffen, dass gerade jetzt neue Wohntypologien oder Konstruktionsweisen ausprobiert werden, für die sonst kein Innovationsdruck besteht.


Das muss keineswegs zu teureren Ergebnissen führen. Im Gegenteil: Gerade die Notwendigkeit Kosten zu reduzieren, kann spannende Ergebnisse hervorbringen. Dass nun Normen und Verordnungen auf den Prüfstand kommen, wie es Bundesministerin Hendricks jüngst angekündigt hat, kann dabei durchaus helfen. Lärmschutzverordnungen etwa verhindern vielerorts, dass in innerstädtischen Lagen überhaupt neuer Wohnraum entsteht, sobald größere Verkehrswege oder Gewerbenutzungen in der Nähe liegen. Beim Thema Brandschutz überbieten die lokalen Genehmigungsbehörden nicht selten die ohnehin schon strengen Bauordnungen der Länder. Und dann gibt es noch die zunehmend hohen Standards einer vielerorts klobige Wandaufbauten und Gebäudevolumen erzeugenden Energieeinsparverordnung. Hier zu Konsolidierungen im Gesetzgebungsprozess und bei der Umsetzung zu einem Stand der Technik mit Augenmaß zu kommen, kann überkompensiert werden durch Kreativität und Gestaltung be
i Entwurf und Bau neuer Wohnungen.


Weil der wichtigste Kostenpunkt aber das Grundstück bleibt, muss Stadtentwicklung wieder eine aktive Bodenpolitik betreiben. Die Vergabe öffentlicher Grundstücke an Höchstbietende sollte etwa von Festpreisverfahren mit Qualitätskriterien abgelöst werden. Konventionen müssen also hinterfragt und Planungsinstrumente im Sinne des Gemeinwohls besser genutzt werden. Aber Standards bei der Gestaltungsqualität zurückzuschrauben, halte ich für falsch.


Herzlichst


Ihr Reiner Nagel



Einladung


Winterempfang der Bundesstiftung Baukultur


Die Bundesstiftung Baukultur lädt herzlich zum Winterempfang am 2. Dezember in die Skylounge am Strausberger Platz ein. Die Stiftung schaut auf ihre bundesweiten Projekte 2015 zurück und wirft einen Blick in das Jahr 2016. Inhaltliche Impulse geben der Journalist Nikolaus Bernau und ein Gespräch von Reiner Nagel mit Petra Wesseler, Präsidentin des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung und weiteren Rednern. Am Nachmittag können Sie ab 15 Uhr an einem Stadtspaziergang teilnehmen, der unter dem Thema "Nachverdichtung eines Welterbe-Kandidaten" zu Orten und Gebäuden an der Frankfurter Allee und der Karl-Marx-Allee führt. Die kostenfr
eie Anmeldung zum Winterempfang sowie weitere Informationen finden Sie auf unserer Website.

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Baukultursalon


Ortsbild – Besser bauen im Alltag


Auf dem vierten Baukultursalon in Potsdam wird am 9. Dezember das Ortsbild im Mittelpunkt stehen. Was ist das eigentlich und wie lässt es sich erhalten, pflegen und erweitern? Welche Rolle spielen historische Ortsbilder heute angesichts von entweder Schrumpfung oder starkem Wachstum. Mitdiskutieren wird auch Volker Staab, der seine Projekte in Dannenberg und Ahrenshoop präsentiert. Sabine Reeh vom Bayerischen Fernsehen stellt ihre Reihe „Dorfgeschichten“ vor, aus der eine Episode über das neue Ortszentrum in Blaibach im Bayerischen Wald gezeigt wird.

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Designpreis Brandenburg 2015


Neue Räume nominiert


„Neue Räume“, das gemeinsame Heft von stadtaspekte und Bundesstiftung Baukultur ist für den Designpreis Brandenburg nominiert. Die Preisverleihung am 18. November eröffnet gleichzeitig die Designtage Brandenburg, zu denen auch eine kostenlose Designmesse vom 20. bis 22. November am Sitz der Bundesstiftung im Quartier Schiffbauergasse gehört. Neben Ausstellern aus der Region werden auch die nominierten Arbeiten zu sehen sein. Am 20. November finden zudem im Stiftungssitz zwei Veranstaltungen statt. Das Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes zeigt einen Impulsvortrag und interaktive Dialogräume zum Thema "Dialog – Verhan
deln". Kreativ-Dialog veranstaltet zudem einen Netzwerkabend von und für Gestalter. Das Heft „Neue Räume“ wird außerdem am 22. November um 13 Uhr von Anne Schmedding von der Bundesstiftung in der Waschhaus Arena präsentiert.

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Erfolg durch Baukultur


Bundesstiftung Baukultur auf der Expo Real 2015


Baukultur ist keine Stilfrage, sondern ein harter Erfolgsfaktor bei der Projektentwicklung. Das wurde auf der Podiumsdiskussion der Bundesstiftung Baukultur auf der Expo Real deutlich. Qualität bei Planung und Gestaltung zahlt sich langfristig aus – auch und gerade jetzt, da wegen steigender Zuwanderungszahlen schnell und viel gebaut werden muss. Die aktuelle Lage bietet Chancen, Konventionen beim Bauen zu hinterfragen und neue Ideen umzusetzen. Diesen Innovationsdruck müsse auch die Immobilienwirtschaft aufnehmen, so Reiner Nagel, Vorstand der Bundesstiftung Baukultur.

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Baukultur konkret


Die Bundesstiftung in Brandenburg und Sachsen


Im Rahmen ihres Projekts „Baukultur konkret“, das sich mit dem Planen und Gestalten in ländlichen Räumen befasst, ist die Bundesstiftung Baukultur gleich zweimal präsent. Etwa am 23. November im Rahmen einer Podiumsdiskussion auf dem Symposium "Architektur und Tourismus" in Potsdam, bei der gefragt wird, welche regionale Baukultur für Brandenburg zum Markenzeichen werden könnte. Auf der Tagung "baukultur. Land in Sicht?", die vom 25. bis 27. November im sächsischen Cunewalde stattfindet, fragen Experten  nach Perspektiven für das Land im 21. Jahrhundert. A
uf dem Programm stehen auch Exkursionen und Ortsführungen. Von der Bundesstiftung Baukultur wird Niklas Nitzschke zum Thema „Dialog zur Baukultur - Ländliche Räume im Blick“ referieren.


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Kolloquium in Mainz


Konservatoren und Architekten im Dialog


An passendem Ort – dem Mainzer Rathaus von Arne Jacobsen und Otto Weitling – lädt der Internationale Denkmalrat ICOMOS in Zusammenarbeit mit der Bundesstiftung Baukultur vom 26. bis 28. November zu einer internationalen Tagung zu Zeugnissen der Spätmoderne und Postmoderne ein. Konservatoren, Architekten und andere Planer diskutieren über Denkmalwürdigkeit und Denkmalfähigkeit der Bauten aus dieser Zeit. Am Eröffnungstag nimmt Stiftungsvorstand Reiner Nagel an einer Gesprächsrunde zum Thema "Baukultur und Denkmalkultur im Dialog" teil.

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Messe


Schulbau 2015


Die SCHULBAU Messe macht vom 11. bis 12. November 2015 Station in München. An beiden Messetagen finden Podiumsdiskussionen mit internationalen Experten sowie Fachvorträge zu Praxisthemen wie Raumgestaltung, Bauen im Bestand und die Optimierung von Kosten und Planungsprozessen statt. Stiftungsvorstand Reiner Nagel hält am Eröffnungstag einen Impulsvortrag und nimmt an einer Podiumsdiskussion zum Thema „Quartierkern Schule: Schule als Herz eines Stadtteils“ teil.

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