Ausgabe vom 30.05.2023
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Biden und Bullen erzielen bislang nur Teilerfolge

Biden und Bullen erzielen bislang nur Teilerfolge
von Sven Weisenhaus

Nach mehreren zähen Verhandlungsrunden haben US-Präsident Joe Biden und der republikanische Kongress-Vertreter Kevin McCarthy am Samstag eine mögliche Lösung im Streit um die Schulden der Regierung gefunden. Die Schuldenobergrenze, die eigentlich bei 31,4 Billionen US-Dollar liegt, soll bis 2025 ausgesetzt werden.

Ein großer Freudensprung blieb aus

Wer sich daher zum Wochenstart einen Freudensprung der Aktienmärkte erhofft hatte, wurde enttäuscht. Und dafür kann man mehrere Gründe finden. Einerseits fand in den USA gestern wegen des „Memorial Day“ feiertagsbedingt kein offizieller Börsenhandel statt. Daher waren die Kursreaktionen ohne die Impulse der Wall Street verhalten, zumal die Umsätze wegen des verlängerten Pfingstwochenendes auch hierzulande gering waren. Allerdings blieben die Kursgewinne heute ebenfalls moderat.

Die Einigung war bereits eingepreist

Und das mag andererseits daran liegen, dass die Einigung im Schuldenstreit bereits eingepreist war, da es während der zähen Verhandlungen kaum nennenswerte Kursrücksetzer gegeben hatte. Und der DAX konnte zum Beispiel seine jüngsten Kursverluste, die von einem neuen Rekordhoch ausgingen, bereits am Freitag mit einer starken Kurserholung zu einem großen Teil wieder aufholen, wie der folgende Chart aus der heutigen Ausgabe des Börsenbriefs „Target-Trend-Spezial“ zeigt.

Den Lesern der Chartanalysen hatte ich geschrieben, dass diese Kurserholung auf mich wirkte, als hätten die Anleger eine Einigung im Schuldenstreit der USA erwartet und diese immer mehr eingepreist. Denn eine „Einigung noch am Freitag war von Insidern für wahrscheinlich erachtet worden. Und je später der Tag wurde, desto näher rückte dadurch scheinbar die Einigung. Daher stiegen die Anleger kontinuierlich ein. Und die steigenden Kurse lockten weitere Käufer an. Sie wollten im Markt sein, wenn die Einigung verkündet wird, in der Erwartung, dass die Kurse dann nach oben schießen“.

Doch ich wies auch darauf hin, dass eine „Anhebung der Schuldengrenze laut aktuellen Medienberichten wohl mit deutlichen Ausgabenkürzungen einhergehen wird“. Und daher schrieb ich: „Sicherlich ist eine Einigung besser als keine Einigung. Doch es ist fraglich, wie positiv bzw. negativ größere Ausgabenkürzungen für die Börsen sind“.

Nun gut, größere Ausgabenkürzungen wird es wohl doch nicht geben. Stattdessen sollen die Staatsausgaben bei den meisten Posten für die Haushalte 2024 und 2025 lediglich gedeckelt werden. Allerdings ist die aktuelle Schuldenkrise mit dem gefundenen Kompromiss auch damit noch nicht vom Tisch.

Der Kongress muss noch zustimmen

Denn der von Biden´s Demokraten kontrollierte Senat und das von McCarthy´s Republikanern kontrollierte Repräsentantenhaus müssen dem Deal erst noch zustimmen. Erst wenn beide Kammern des US-Kongresses den identischen Gesetzestext verabschiedet haben, kann er Präsident Biden zur Unterschrift vorgelegt werden und anschließend in Kraft treten. Die erste Abstimmung findet am morgigen Mittwoch im Repräsentantenhaus statt. Von beiden Parteien könnte es dabei aber Widerstände geben. Republikanische Hardliner erklärten bereits, sie würden versuchen, die Verabschiedung zu blockieren.

Sollte dies gelingen, wird es äußerst eng. Denn US-Finanzministerin Janet Yellen erklärte am vergangenen Freitag in einem Schreiben an den Kongress, ohne eine Einigung auf eine höhere Schuldenobergrenze könnte ab dem 05. Juni die Zahlungsunfähigkeit eintreten.

Die Bären konnten bislang nicht am Ball bleiben

Die Aktienmärkte bleiben aber optimistisch und wenig vorsichtig. Denn die Bären konnten nach der Bullenfalle, die durch den Fehlausbruch auf ein neues Rekordhoch im Raum steht, nicht am Ball bleiben (siehe „Bullenfalle im DAX!“). Stattdessen gelang es den Bullen, den DAX wieder über die psychologisch wichtige 16.000er Marke zu treiben, zumindest zeitweise. Dabei wurde die Aufwärtslücke vom 18. Mai vollständig geschlossen (grünes Rechteck im folgenden Chart).

Und der DAX drang deutlich in die Abwärtslücke vom 24. Mai vor (rotes Rechteck). Es ist den Bullen aber nicht gelungen, auch diese Kurslücke vollständig zu schließen. Und die 16.000er Marke konnte auch trotz mehrfacher Anläufe nicht klar zurückerobert werden. Stattdessen befindet sich der deutsche Leitindex inzwischen wieder auf dem Rückzug. Die Bären konnten also nicht am Ball bleiben, die Bullen aber auch nicht. Und so stufe ich die kurzfristige Lage im DAX nun vorerst als neutral ein.

Die jeweilige Aufgabe der Bullen und Bären

Damit die Bullen wieder punkten können, müssen sie auch noch die Abwärtslücke vom vergangenen Mittwoch vollständig schließen und den DAX darüber hinaus treiben. Denn dann könnte er sich wieder von der psychologisch wichtigen Marke von runden 16.000 Punkten nach oben lösen und die Bullen den nächsten Angriff auf das ehemalige Rekordhoch vom 18.11.2021 bei 16.290,19 Punkten starten. Ein solcher Angriff wäre ein klares Signal für die anhaltende Stärke der Bullen.

Die Bären haben es dagegen aktuell etwas schwerer. Sie müssen den DAX zumindest unter die Tiefs der vergangenen Woche im Bereich von rund 15.700 Punkten treiben. Denn erst dann wäre der jüngste Kursrutsch bestätigt. Und erst dann könnte sich eine Trendumkehr im kurzfristigen Bereich und somit eine größere Korrektur etablieren.


Ich wünsche jedenfalls weiterhin viel Erfolg an der Börse
Ihr 
Sven Weisenhaus 
www.stockstreet.de




Hightech Aktien profitieren vom Boom der Künstlichen Intelligenz

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Während es in Deutschland bislang nur wenige KI-Aktien gibt, wird man besonders in den USA fündig: Der Grafikkarten-Spezialist Nvidia ist stark gelaufen und mittlerweile eine Art Basisinvestition aus dem Sektor, viele andere Wertpapiere besitzen ähnlich große Chancen. Die gesamte Branche bleibt generell aussichtsreich, schließlich wird KI in Zukunft in so gut wie allen Lebensbereichen Einzug erhalten. Hierfür braucht es nicht nur neue Chips, mehr allgemeine Rechenleistung und Software, sondern auch viele verbundene Dienstleistungen. Der Boom beginnt gerade erst, die Anforderungen an den Markt sind kaum vorherzusehen. 

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