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Der neue ping-Newsletter von "BinG! – Barbershop in Germany e. V."

By Barbershop.de received 1 year ago

Categories: Artists Artist | Singer | Band | Music Concerts Pop Festival Entertainment
Age: 14 until 18 year 19 until 30 year 31 until 64 years 65 and older
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Der EKBC feierte einen "runden" Geburtstag. (Foto: Emile Kas Nasrallah, Text siehe unten)
 

Inhalte im November

  VorabAus der GeschäftsstelleVeranstaltungshinweiseWonderful Things: A-Cappella LadiesHeavy Medal in MünsterBenefizkonzert mit Ladies FirstHerrenbesuch-Jahreskonzert 2017Tipps und NewsBinG! Web-Auftritt überarbeitetChorleiter Steve Hepner verstorbenRückblick30 Jahre Erster Kölner Barbershop ChorBinG! Harmony College 2017Auf den Spuren des gemischten BarbershopsNewsletter ping aktiv mitgestalten
 

Vorab

Liebe Leserin, lieber Leser,
 
„mitten im Leben sind wir vom Tod umfangen". Während wir noch betört sind von den wunderbaren Klängen der Weltmeisterschaft der Barbershop-Freundinnen von Sweet Adelines International und während derzeit die großartige European Barbershop Convention in Bournemouth beginnt, möchte ich euch bitten, einen Moment inne zu halten und zweier Menschen zu gedenken, die wir in den letzten Wochen verloren haben.
 
Den wenigsten bei BinG! wird der Name Mariette Trouw etwas sagen. Sie war aber als Präsidentin von Holland Harmony eine treue Partnerin in der internationalen Kooperation und eine liebe Freundin, bevor sie leider viel zu früh aus dem Leben gerissen wurde.
 
Die zweite Person, an die ich hier erinnern möchte, ist vielen bekannt: Steve Hepner. Unsere Gedanken sind bei seiner Frau Sue und ihrer Familie. Steve war BinG!-Ehrenmitglied und konnte beim letzten Harmony College leider nicht mehr bei uns sein. Die Grüße aber, die wir ihm von dort per Video geschickt haben, haben ihn noch erreicht. Er wird sehr stolz auf seinen Chor Women in Black gewesen sein, der in dem Video für ihn gesungen hat. Sein langjähriger Weggefährte – gesanglich wie privat – Robert Blank teilt in diesem Newsletter ein paar Gedanken mit uns, die er ihm selbst nicht mehr mitteilen konnte. Dafür bin ich ihm persönlich sehr dankbar, denn diese Worte erinnern mich an Steve, wie er gewesen ist: zurückhaltend und warmherzig – mit einem Schalk im Nacken, der mir oft genug vor Lachen die Tränen in die Augen getrieben hat und mit einer unverwüstlichen Begeisterung für die Klänge und den Geist des Barbershop-Gesangs.
 
Das Leben geht weiter und unsere Musik ist eine Möglichkeit, dem Andenken derer gerecht zu werden, die wir vermissen und auch das Leben zu feiern, um sie zu ehren. Ein Mensch ist erst dann wirklich tot, wenn sich niemand mehr an ihn erinnert. Lasst uns also, wenn wir das nächste Mal unsere Stimmen (und vielleicht auch das ein oder andere Glas) erheben, an diese beiden fabelhaften Menschen denken. Und wenn ein Akkord so richtig ringt – wer weiß, vielleicht sind die beiden ja bei den Engeln, die dann mit uns singen.
 
Eure Gabriele
1. Vorsitzende BinG! Barbershop in Germany e. V.

Aus der Geschäftsstelle

BinG! Barbershop Musikfestival 2018: Early Bird
Das Harmony College ist vorbei, die Sieger des Coesfeld Cups stehen fest, und es geht in Riesenschritten auf das BinG! Barbershop Musikfestival 2018 in München zu. Daher möchten wir an den “Early Bird” erinnern:
Wer sich bis zum 31. Oktober 2017 verbindlich anmeldet, zahlt für die Teilnahme 100 Euro pro Person. Wer sich später anmeldet, zahlt 120 Euro pro Person. Dies gilt auch für nachgemeldete Personen.
 
Eine teilnehmende Gruppe gilt als verbindlich angemeldet, wenn das Anmeldeformular vollständig ausgefüllt und an kontakt@barbershop.de zurückgesandt wurde, für Chöre: die Personenliste online zurückgesandt wurde, der Gesamt-Anmeldebetrag auf dem BinG!-Konto eingegangen ist. Kontoverbindung:
Dortmunder Volksbank
IBAN: DE50 441600146398855402
BIC: GENODEM1DOR
 
ACHTUNG: Diese Kontonummer wurde nur für Einzahlungen bezüglich des BinG! Barbershop Musikfestivals eingerichtet. Angemeldete Gruppen erhalten eine Anmeldebestätigung.
Aufgrund der Feiertage werden die Bestätigungen erst ab dem 6. November 2017 versendet.
 
 
Kontakt: kontakt@barbershop.de
Weitere Infos: www.barbershop.de

Veranstaltungshinweise

Wonderful Things: A-Cappella Ladies

Unter dem Motto „Wonderful things“ bringen die A-Cappella Ladies aus Pattonville am 12. November 2017 abwechslungsreiche Lieder bei einem Chorkonzert der besonderen Art auf die Bühne. Die gut 25 Sängerinnen präsentieren in der Margaretenkirche, Remseck-Aldingen, als Chor und in mehreren Kleinensembles Barbershop-Arrangements und Klassiker aus Rock und Pop. Der Eintritt ist frei. Gänsehautfeeling ist garantiert!
 
Weitere Infos: acappellaladies.de
Termin: 12. November 2017,
18:00 Uhr
Ort: Margaretenkirche, Kirchstraße 9, Remseck-Aldingen

Heavy Medal in Münster

Wer Barbershop- A-cappella-Musik gemischt und in 4D erleben will, für den ist dieses Konzert ein Muss. Im Heavy Medal Chorus haben sich Deutschlands beste Barbershop-Quartettsänger zu einem stimmgewaltigen Chor zusammengefunden. Am 18. November präsentieren sie ihr Programm in Münster – als großer Chor, aber auch als kleine Einheiten in ganz unterschiedlichen Quartattformationen. Gäste erwartet eine spannende Reise durch die Vokalmusik – neben Barbershop in den Genres Swing, Pop und Rock.
Da der Vorverkauf bereits begonnen hat und in der Friedenskapelle nur 248 Plätze zur Verfügung stehen, wird dieses Konzert schnell ausverkauft sein. Also: Nicht zu lange mit der Ticketbestellung warten.
 
Weitere Infos: heavy-medal.groupanizer.com
Termin: 18. November 2017, 20 Uhr
Ort: Münster, Friedenskapelle am Friedenspark, Willy-Brandt-Weg 37 b
Tickets: mailto:hofschmied@yahoo.de oder mailto:norbert.hammes@gutzuhoeren.de
Preis: 20 Euro (zzgl. 1,45 Euro Versand)

Benefizkonzert mit
Ladies First

Am 8. November gibt der Dortmunder Frauen-Barbershopchor Ladies First ein Benefizkonzert in der Franziskanerkirche zugunsten des Hospizes im Bruder-Jordan-Haus. Die ca. 40 Sängerinnen haben sich dem Harmonie-orientierten vierstimmigen Gesangsstil der US-amerikanischen Südstaaten, dem Barbershop, verschrieben. Sie singen jedoch auch deutsche Stücke und vor allem Jazz. Der Frauenchor gewann bisher zehnmal die Deutschen Barbershop-Meisterschaften.
 
Weitere Infos: ladies-first.info
Termin: 8. November, 19:30 Uhr
Ort: Dortmund, St. Franziskus Kirche (DO-Mitte), Franziskanerstraße 1
 

Herrenbesuch-Jahreskonzert 2017

Fesch, bairisch, drall. Die knapp 40 singenden Herren von Herrenbesuch beglücken seit nunmehr zehn Jahren ihre Gäste mit feinem Gesang in englischer, deutscher und bairischer Sprache. Am 11. November präsentiert der drittplatzierte Chor der deutschen Barbershop-Meisterschaften sein neues Programm – prall gefüll mit neuen Liedern von schön bis fetzig. Als musikalische Gäste hat sich der Chor die Damen von La BOOM eingeladen. Karten gibt es ausschließlich online (nummerierte Sitzplätze)!
 
Weitere Infos: herrenbesuch.net
Termin: 11. November 2017,
Einlass: 18:30 Uhr, Beginn: 19 Uhr
Ort: München, Theater LEO 17, Leopoldstraße 17, U3/U6 Giselastraße
Tickets: eventbrite.de/e/herrenbesuch-
fesch-bairisch-drall-das-jahreskonzert-2017-tickets-29050306248?ref=ebtnebtckt

Preis: 22 Euro (ermäßigt: 17 Euro)
 

Tipps und News

BinG! Web-Auftritt überarbeitet

Moderner, strukturierter, übersichtlicher
Frühjahrsputz … ist ein zu kleiner Ausdruck für die Generalüberholung des neuen BinG! Web-Auftritts. „Der Eindruck, den wir Besuchern unserer Seiten im Web bieten wollen, soll moderner und die Informationen sollen übersichtlicher dargeboten werden. Auch der Mitgliederbereich ist ziemlich angestaubt, die Struktur eher verwirrend und die Pflege umständlich“, erklärt Webmaster Thomas Wardin.
Vor diesem Hintergrund haben die Web-Experten einen völlig neuen Ansatz gewählt: Ein zeitgemäßes Design, das auch eine saubere Darstellung auf Smartphones und Tablets ermöglicht, wird in Verbindung mit einem leistungsfähigen Content Management-System erreicht. Die Funktionen werden zum Teil ausgebaut, manche tote Zweige der Vergangenheit werden aber auch zurückgeschnitten. „Dabei haben wir auf die Mitglieder gehört und deren Anregungen bevorzugt aufgegriffen“, so Thomas.
 
Neues BinG!-Mitgliedschaftsmodell
Der Zeitpunkt der Überarbeitung fällt zusammen mit einer Änderung des BinG!-Mitgliedschaftsmodells, das selbstverständlich in der neuen Umgebung umgesetzt wird. „Als höchst willkommenen Nebeneffekt erwarten wir endlich sauber gepflegte Daten aller Mitglieder, Ensembles wie auch der Einzelmitglieder“, freut sich Thomas. Das soll ein entscheidendes Defizit der heutigen Landschaft beseitigen und unter anderem eine reibungslose Kommunikation unterstützen.
Momentan läuft ein ausführlicher Test durch Pilotanwender, damit zur vorgesehenen Umschaltung mit dem Jahreswechsel keine Kinderkrankheiten mehr auftreten und die Benutzung möglichst intuitiv möglich ist. Einzelne Seiten sollen demnächst der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, um auch Nicht-Mitglieder mit dem neuen Design vertraut zu machen.
 
Rückmeldungen oder Anregungen an webmaster@barbershop.de sind weiterhin willkommen.
 
Einen kleinen Vorgeschmack liefert die Gegenüberstellung der heutigen und künftigen Seiten zur (Selbst-) Darstellung der BinG!-Mitgliedsgruppen:

Wenig attraktiv präsentierten sich die BinG!-Mitglieder bisher auf der Website
Auf einen Blick: Das neue Design wird die BinG!-Mitglieder wesentlich prominenter zeigen.
So kennen die User der BinG!-Website die Vorstellung eines Ensembles bisher.
So werden die Seiten zur BinG!-Ensemble-Vorstellung zukünftig aussehen.
 

Steve Hepner

Chorleiter Steve Hepner verstorben

BinG! trauert um den beliebten und großartigen Sänger und Chorleiter
Der Gründer und langjährige Leiter des Barbershop-Chores Women in Black, Steve Hepner, ist von uns gegangen. Erst Anfang Oktober war er als Chorleiter aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten. Der Amerikaner und langjährige Barbershop-Fan hatte die Songs im Blut. Im Folgenden erinnert Robert Blank, der mit Steve viele Jahre im Quartett Latest Edition gesungen hat, an den pensionierten Lehrer der John F. Kennedy Schule in Berlin. Dort hatte er mehrere Barbershopchöre und Quartette geleitet.
 
 
Mein lieber Freund Steve,
 
es hat mich sehr gefreut, dass Du unsere Grüße von ganz BinG! aus Oberwesel und den kleinen persönlichen Gruß von mir noch sehen konntest. Ich hätte Dir gerne noch so vieles sagen wollen, aber meine Emotionen, die Kürze der Zeit und die vielen Menschen haben es mir nicht möglich gemacht. Somit versuche ich hier in diesem Brief meine Gefühle zum Ausdruck zu bringen.
Ich möchte Dir danken für Dein immer offenes Ohr und Deine echte Anteilnahme, egal worum es ging. Ich wusste, dass Du als Lehrer und Vater immer viel zu tun hattest, aber irgendwie hast Du immer Zeit für mich gehabt.
Danke auch für die vielen schönen und lustigen Erlebnisse, die ich mit Dir haben durfte, mein lieber Mister Wonder. Einmal bei einem Auftritt zum Beispiel fanden wir einfach den Schluss des Liedes nicht. Anstatt den Tag zu singen, sangen wir ein ums andere Mal die letzte Strophe. Ob das Publikum das bemerkt hat, weiß ich nicht mehr, aber sehr genau kann ich mich daran erinnern, wie wir darüber lachen konnten. Du warst immer fröhlich und Deine Fröhlichkeit hatte für jeden ansteckende Wirkung.
Ich werde Deine Geduldigkeit und Diplomatie sehr vermissen – oft hast Du so in schwierigen Situationen wieder Harmonie hergestellt.
Du hattest aber auch andere ganz besondere Fähigkeiten. So konntest Du zum Beispiel unglaublich schnell einschlafen und das leider nicht gerade leise. Bei einem Aufenthalt zur Harmony University als wir miteinander ein Zimmer teilten, war ich gezwungen, um nicht die ganze  Nacht wach liegen zu müssen, eine Socke nach Dir zu werfen. Du bist aufgeschreckt und meintest nur „ What happened?“, Ich: „ Du schnarchst!“, Du antwortetest „I didn’t hear anything“ und schon ging es weiter. Nun konnte ich vor Lachen nicht schlafen.
Bei den jährlichen Barbershop-Events Deiner Schule konnte man sehen, welches Motivationstalent Du hattest. Deine eigene Begeisterung so auf Deine Schülerinnen und Schüler zu übertragen, war beeindruckend.
Musik war Deine große Leidenschaft und es hat mich – und ich weiß auch andere Menschen – zutiefst fasziniert, wie jemand mit so viel Musikverstand eher zu den Bewegern als zu den Tänzern – wie es ein Coach einmal sagte – gehören konnte. Und es war Deine ganz besondere liebenswerte Art aus diesem Manko einen Gewinn zu machen. Oft sorgten Deine unrhythmischen Bewegungen bei unseren Auftritten für den größeren Unterhaltungswert.
Ganz sicher bin ich mir nicht mehr, aber es müsste 1985 gewesen sein, als ich Dich auf einem Barbershop-Event hier in Berlin kennen lernte. Seither haben wir nicht nur die Freude am Gesang miteinander geteilt. Als regelmäßiger Gast in Deinem Haus habe ich mich über die Zeit auch Deiner Familie zugehörig fühlen dürfen, habe Deine Kinder aufwachsen und selbst Familien gründen sehen. Genauso hast Du meine private Entwicklung mit liebevoller Anteilnahme begleitet, und ich bin sehr glücklich und stolz, dass Du mein Trauzeuge warst.
Ich weiß, Du hast es geliebt, wenn ich Dir Witze erzählt habe, weil sie Dich gerade auch in Deiner letzten so schweren Zeit so wunderbar abgelenkt haben. Ich höre Dich jetzt noch schallend lachen. Ich wünsche Dir dieses herzhafte und jetzt hoffentlich schmerzfreie Lachen, wo immer Du jetzt bist.
Meine Frau Melanie, meine Kinder und ganz besonders ich werden Dich immer in Erinnerung behalten, so einzigartig wie Du warst. Du bist ganz fest in meinem Herzen. Ich danke Dir, mein Freund Steve für die tolle Zeit.
 
Dein Robert
 

Rückblick

Beim Time Warp zeigte der EKBC einmal mehr seine tänzerischen Fähigkeiten.
Fotos: Emile Kas Nasrallah
 

30 Jahre Erster Kölner Barbershop Chor

Nää, wor dat schön!
Was für eine schöne Jubiläumsparty! Der Erste Kölner Barbershop Chor (EKBC) ist 30 geworden. Und feierte dies Ende Oktober im Bürgerhaus Köln-Kalk mit Freunden, Fans und natürlich Familienangehörigen. Es wurde gut gegessen, getrunken, gefeiert und bis in die tiefe Nacht zur Musik von DJ Ingo getanzt. Aber natürlich auch gesungen.
Denn zu Beginn gaben die 35 Sänger um Chorleiter Matthias Neuburger ein kurzes Jubiläumskonzert mit unterhaltsamen Barbershop-Hits aus früheren Zeiten und dem aktuellen Programm – von „What a wonderful world“ über „Major Tom“ und „Time Warp“ bis hin zu „Kölle am Ring“ und „Dat Wasser vun Kölle“ reichte das Repertoire. Denn natürlich darf bei einem Kölner Chor, wenn auch dem Barbershop verschrieben, die rheinische Mundart nicht fehlen.
Nach vielen Jahren dirigierte endlich mal wieder Chorgründer Kurt Gerhardt die Barbershopper, zumindest beim ersten Stück, in Erinnerung an die Anfänge des Chores. Dann übernahmen Matthias Neuburger und Felix Lublasser das Dirigat. Mit dem Stück „Schöne Nacht“ von Wilhelm Nagel übergaben die Sänger das Zepter an die Gäste.

Chorgründer Kurt Gerhardt (rechts) brachte den Barbershop einst nach Deutschland.

Bühne frei
Nach dem Kurzkonzert war die Bühne offen für alle, die gratulieren wollten: musikalisch, mit Blumen, Bier oder einfach nur mit guten Worten. Die ersten Glückwünsche überbrachten die Klangsurfer, ein neues Quartett aus den Reihen des EKBC, verstärkt durch Jo Arns im Lead. Auch das Frauenquartett C'est la vie aus Hagen gratulierte witzig und unterhaltsam, unter anderem mit „Für Frauen ist das kein Problem“ und mit „Ich will keine Schokolade“. Aus Sonsbeck waren genügend Sängerinnen von Barbershop Blend angereist, um dem EKBC unter ihrem Chorleiter Norbert Hammes ein Ständchen singen zu können. Auch Vertreterinnen von Ladies First aus Dortmund sowie der Barberellas aus Bonn gratulierten – und spendierten den Kölnern zur Abwechslung einmal „Alt“ und „Bönnsch“ statt "Kölsch".
Auch die langjährige Choreographin des Barbershop-Chores, Heike Kappes, ließ es sich nicht nehmen, auf ihre Art die Jubilare zu beglückwünschen. Sie brachte beeindruckenden Stepptanz auf die Bühne, so wie sie ihn bereits vor Jahren bei einem gemeinsamen Auftritt (bei der britischen Convention BABS 1992 in Birmingham) gezeigt hatte – es gab auf der Leinwand sogar noch historische Filmaufnahmen dazu.
Aus München überbrachte die BinG!-Vorsitzende Gabriele von Rauch die Glückwünsche des Verbandes. Und hob noch einmal hervor, welche besondere Bedeutung der EKBC in den Anfangsjahren für den Barbershop in Deutschland hatte. Und welchen Einfluss der Barbershop auf deutsche Männer nahm: Denn nicht zuletzt hätte der Barbershop die deutschen Männer zum Tanzen gebracht.

Bühne frei: Bis in die Nacht feierten und tanzten Chormitglieder und Gäste.

Erfolgreiche Vergangenheit
Kurt Gerhardt gründete den Kölner Männerchor 1987. Der Journalist brachte als erster die Tradition des amerikanischen Barbershop-Gesangs nach Deutschland. Als reiner A-cappella-Chor blicken die Sänger des EKBC auf eine erfolgreiche Zeit auf nationalem und internationalem Parkett zurück: Im Jahr 2008 traten sie als erster deutscher Barbershop-Männerchor bei einem internationalen Wettbewerb in Nashville/Tennessee, USA, auf. Bei einem landesweiten WDR-Wettbewerb "Der beste Chor im Westen" schaffte es der Chor im letzten Jahr bis ins Finale.
 

Neben den 13 internationalen gab es erstmalig auch sechs deutsche BinG!-Dozenten

BinG! Harmony College 2017

New Horizons – Sing, Love, Grow
Jedes Jahr steht das Harmony College von BinG! unter einem eigenen Motto – und das diesjährige hätte das viertägige Event kaum besser beschreiben können: „New Horizons – Sing, Love, Grow“.
Gesungen wurde non-stop, alte Freundschaften erneuert und genossen und neue Freundschaften geknüpft, und jeder hat etwas Besonderes für sich mitgenommen und ist an sich gewachsen.
Das Event begann dieses Jahr an einem Samstag und startete gemütlich mit Kaffee, Kuchen und der Begrüßung durch den ersten Vorstand Gabriele von Rauch, vocal warm-up von Joe Cerutti und den ersten Chorproben und Quartett-Coachings, bevor der Coesfeld-Cup den ersten Höhepunkt setzte.
Unglaubliche 25 Quartette haben sich dieses Jahr bei diesem Quartett-Wettbewerb miteinander gemessen. Und es war ein Abend, der von hoher gesanglicher Qualität, kreativen Einlagen und einigen neuen Quartetten geprägt war. Die siebenköpfige Jury war sich einig: 25 Quartette, alle haben über 60 Prozent gesungen, das erleben wir bei Barbershop Wettbewerben selten. Die glücklichen Gewinner waren SomeSing, gefolgt von O-Ton und La Boom! auf den Plätzen Zwei und Drei.
„Jury wie Zuschauer haben einhellig berichtet, dass der Coesfeld-Cup eher ein Konzert als ein Wettbewerb war“, fasste die BinG!-Vorsitzende Gabriele von Rauch, viele Reaktionen zusammen.
 
Beeindruckendes Chorditorium
Die nächsten Tage waren geprägt von geschäftigem Treiben, langen Nächten, viel Gesang und viel Harmonie. Ein paar Highlights gilt es hervorzuheben:

Der Jugendchor war 30 SängerInnen stark und wurde erstmalig von einem reinem BinG!-Team geleitet: Dominik Schaller und Mira Taferner. Neben den 13 internationalen Dozenten gab es erstmalig sechs deutsche BinG!-Dozenten, die ihr Wissen weitergegeben haben: Simon Eisen, Simone Knoop, Lucas Bitzer, Mira Taferner, Franziska Schmidt und Dominik Schaller. In einem denkwürdigen Chorditorium waren nicht nur das Moderatoren-Team umwerfend (Dank an Thorsten Engels und Alexander Koller), sondern auch jeder einzelne gesangliche Vortrag, die Tränen der Rührung und der absoluten Heiterkeit hervorgerufen haben Und die Videobotschaften, die für unsere Ehrenmitglieder aufgenommen wurden (für Liz Döring, David Wright, Steve Hepner, Kurt Gerhardt und Tom Gentry).

 
„Das Chorditorium hat den stärksten Eindruck hinterlassen – vor allem, wenn ich die Facebook-Reaktionen sehe“, sagte Gabriele. „Thorsten Engels und Alexander Koller haben zusammen moderiert und haben die Veranstaltung wie ein eingespieltes Komiker-Paar präsentiert. Das Publikum hat Tränen gelacht!“
Besonders schön seien die Video-Grußbotschaften an die BinG!-Ehrenmitglieder gewesen. So war Renate Klocke auf den Gedanken gekommen, dass die Anwesenden etwas für Steve Hepner machen sollten.
Die geballte Kreativität der Beteiligten hat dann eine wunderschöne Idee hervorgebracht: Thorsten hat das Publikum „Heart of my Heart“ summen lassen. Eine Person, die besonderen Bezug zum jeweiligen Ehrenmitglied hat, hat dann zuerst dem Publikum erklärt, welche Bedeutung das Ehrenmitglied für BinG! hat. Bei einigen Ehrenmitgliedern ist es sogar gelungen, ganze Chöre auf den Risers stehen zu haben, die in Bezug zum Geehrten standen (wie Women in Black für Steve und der Erste Kölner Barbershop Chor für Kurt). Dann hat diese Person persönliche Worte in die Kamera gesprochen, während das Publikum summte. „Es war ergreifend!“, so Gabriele. „Diese Botschaften wurden immer wieder zwischendurch, während des Chorditoriums aufgenommen. Nicht zu vergessen sind aber die tollen Gesangs-Beiträge im Chorditorium!“
 
Die Teilnehmer befragt wie sie es fanden, kam fast einstimmig: „Das war das beste Harmony College bisher. Wie kann man das noch toppen?“ Wer das Harmony College-Orga-Team und die BinG!-Sänger kennt, weiß: Die Frage stellt sich nicht. Jedes Jahr wird besonders, und jedes Jahr ist es genau so, wie es in dem Moment sein muss. Deswegen wollten sich alle schon einmal das Datum für nächstes Jahr vormerken:
 
Das BinG! Harmony College 2018 findet vom 4. bis 7. Oktober statt.
 
Von Franziska Schmidt, BinG!-Geschäftsführerin
 


First Barbershop Quartett Clausthal: Isabel Lübke, Holger Rosemann, Eberhard Aufderheide und Hubert Ohlendorf (v.l.n.r., Foto: privat)

Auf den Spuren des gemischten Barbershops

First Barbershop Quartet Clausthal
In Deutschland haben Frauen und Männer immer schon gern zusammen gesungen. Da ist es nicht verwunderlich, dass es 1979 auch schon ein gemischtes Barbershop-Quartett in Deutschland gab. Und wer war „schuld“? Mal wieder Kurt Gerhardt!
 
Wie alles begann
Es war Ende der 1970er Jahre im kalten Oberharz. Vier junge Menschen studierten in Clausthal-Zellerfeld. Einer von Ihnen, Eberhard Aufderheide, ging 1978 – vermutlich zwecks Auslandsstudium – für eine Weile nach Minneapolis.
Dort entdeckte er den Barbershop und sang auch in einem kleinen Quartett mit, das sich mal kurz gebildet hatte, um bei der studentischen Semester-Abschlussparty einen Programmpunkt zu bieten.
Eberhard, schon immer musikalisch sehr interessiert und begabt, gefiel die Musik so sehr, dass er noch schnell ein paar Noten und Schallplatten kaufte, bevor er sich wieder zurück nach Clausthal-Zellerfeld machte.
Ungefähr zu dieser Zeit hörte er im deutschen Radio eine Sendung über Barbershop von Kurt Gerhardt, Gründer des Ersten Kölner Barbershop Chores. Eberhard war weiter begeistert von der Musik und hat sich gleich das Manuskript der Sendung senden lassen – das er wohl heute noch samt Anschreiben hat.
 
Harzer Quartett statt Roller
Spätestens da war wohl klar, dass er sein eigenes Barbershop-Quartett in Deutschland gründen möchte. Er suchte also Mitstreiter an seiner Uni in Clausthal, und so fand sich 1979 das First Barbershop Quartet Clausthal (FBQC) zusammen, zu dem neben Eberhard noch zwei Männer, Holger Rosemann und Hubert Ohlendorf Hund, sowie Isabel Lübke gehörten.
„Schon damals war Deutschland, was die Frauengleichberechtigung anging, wohl einfach weiter! Und ja, ich nehme an, sie waren wohl das erste gemischte Quartett in Deutschland“, sagt Tochter Johanna Lübke aus Neustadt.
FBQC sang eine Weile zusammen und gab sogar ein kleines Konzert in Bielefeld. Zum Repertoire gehörten „Prairie moon“, „Yes sir, that’s my baby“, „Lida Rose“, „Sincere“ und „Wochenend und Sonnenschein“.
Es gibt sogar noch alte, inzwischen digitalisierte Tonband-Aufnahmen. Unglaublich, was das damals für eine Arbeit war, im Vergleich zu heute!
Heute singt Eberhard Aufderheide mit Leo Freitag Duett und kommt auch regelmäßig zum BinG! Barbershop Musikfestival – wohl auch wieder im nächsten Jahr. „Lieber Eberhard, da freue ich mich dich wiederzusehen, und ja mein Chor 4’n More wird auch wieder da sein! Kurios und witzig, wie sich alles so entwickelt. Und dann knapp 40 Jahre später ziehe ich nach Neustadt, suche einen neuen Chor und entdecke per ZufallBarbershop!“
 
Von Johanna Lübke, Neustadt
 

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Gerlinde Witt, ping-Redaktion (Foto: Renate Forst)

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