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ePredigt vom 24.12.2019 (Hesekiel 37, 24-28)


Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle ganz herzlich am heutigen Gottesdienst zum Heiligabend des Jahres 2019. Ich wünsche Ihnen allen ein gesegnetes Weihnachtsfest. Gottes Wort für diesen Tag finden wir bei dem Propheten Hesekiel, Kapitel 7, die Verse 24-28. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:
Und mein Knecht David soll ihr König sein und der einzige Hirte für sie alle. Und sie sollen wandeln in meinen Rechten und meine Gebote halten und danach tun. Und sie sollen wieder in dem Land wohnen, dass ich meinem Knecht Jakob gegeben habe, in dem eure Väter gewohnt haben. Sie und ihre Kinder und Kindeskinder sollen darin wohnen für immer, und mein Knecht David soll für immer ihr Fürst sein. Und ich will mit ihnen einen neuen Bund des Friedens schließen, der soll ein ewiger Bund mit ihnen sein. Und ich will sie erhalten und mehren, und mein Heiligtum soll unter ihnen sein für immer. Ich will unter ihnen wohnen und will ihr Gott sein und sei sollen mein Volk sein, damit auch die Heiden erfahren, dass ich der Herr bin, der Israel heilig macht, wenn mein Heiligtum für immer bei ihnen sein wird.

Liebe Gemeinde,

Weihnachten ist ja auch das Fest der Geschenke. Wir freuen uns doch alle, wenn wir von unseren Lieben beschenkt werden. Nur ist dies ja nur ein kleiner Teil des Weihnachtsfestes. Der Zauber der Bescherung ist bald wieder vorbei.

Gott möchte uns auch ein Weihnachtsgeschenk, oder besser gesagt drei Weihnachtsgeschenke überreichen, deren Zauber bis in alle Ewigkeit andauert. Lassen Sie uns diese Weihnachtsgeschenke einmal etwas genauer betrachten.

1. Der neue Bund

Liebe Gemeinde, das Volk Israel hatte sich von Gott abgewandt und wollte nichts mehr mit ihm zu tun haben. Und daher befanden sie sich, weil sie auf Gotts Rat nicht hören wollten in der babylonschen Gefangenschaft. Man kann sich vorstellen, dass die Stimmung auf den Tiefpunkt gefallen war.

In diese Situation hinein spricht Gott wieder mit seinem Volk durch den Prophetn Hesekiel. Trotz aller Ungemach, die sie ihm bereitet haben, will Gott einen neuen Bund mit diesem Volk schließen.

Ja, wir haben richtig gehört, das Volk, das Gott verlassen hat, an genau dieses Volk ist diese Botschaft gerichtet. Übertragen ausgedrückt sagt Gott: Ein Neuanfang ist immer möglich. Du musst Dich nur umdrehen und in meine liebenden Arme hineinrennen.

Egal, was auch passiert ist, egal wie weit Du Dich von mir entfernt hast, ich bin Dir immer nachgegangen und will Dich immer noch in meinem Vaterhaus willkommen heißen.

Ist das nicht ein ganz tolles Weihnachtsgeschenk, was Gott uns hier bereitet.

2. Das neue Heiligtum

Einmal im Jahr ging der Hohepriester in das Allerheiligste, um für die Sünden des Volkes ein Opfer zu erbringen. Das Volk war entsühnt. Aber fünf nach zwölf waren schon wieder neue Sünden begangen worden.

Schauen wir uns das neue Heiligtum, welches wir in Form der Krippe vor uns sehen einmal etwas genauer an. Es handelt sich um einen Stall, indem es sicherlich mächtig stinkt. Außerdem zieht es an allen Ecken und Enden. Und die Lage ist ales andere als 1A Citylage. Also genau das Gegenteil von dem Allerheiligsten im Alten Testament.

Wir Menschen verlassen uns ja gerne auf den äußeren Schein. Schauen wir aber mal in das Innere der Krippe.

Ja es stinkt, daher dürfen auch wir mit all unseren Sünden, die zum Himmel stinken zu diesem Kind in der Krippe kommen, um ihm unsere Sünden, Nöte , Sorgen und Probleme vor die Füße zu legen.

Ja, es zieht an allen Ecken und Enden. Aber dadurch scheint auch das Licht der Krippe nach außen und lädt so andere Menschen ein, zu ihm zu kommen. Vergleichen wir dies mal mit unseren Kirchenfenstern. Von außen sehen wir, dass in der Kirche Licht brennt. Die wahre Schönheit der KIrchenfenster erkennen wir aber erst, wenn wir selber hineingehen.

So ist es auch mit unserem Herrn. Die wahre Kraft und die Herrlichkeit erkennen wir erst, wenn wir in die Krippe hineingehen um mit diesem Kind Gemeinschaft zu haben.

Ja und dann wäre da noch die Lage. Gott geht dahin, wo die Not am größten ist. Da will Gott helfen. Auch wir haben sicherlich schon viele solcher Situationen erlebt und gerade in größten Nöten Gottes Hilfe ganz besonders gespürt.

Wir dürfen nicht nur einmal im Jahr zu unserem Herrn kommen, das Licht aus der Krippe leuchtet das ganze Jahr lang und will immer unsere Herzen erreichen. Gerade und immer dann, wenn wir uns nicht in einer 1A-Gemütslage befinden.

Das ist das zweite Weihnachtsgeschenk Gottes an uns, und gerade explizit an uns, da Gott uns sinnbildlich mit ins Boot holt, wenn er durch Hesekiel auch von den Heiden spricht.

3. Der neue Tag

Wir feiern heute Weihnachten. Bald gedenken wir der Erlösungstat unseres Herrn am Karfreitag, dann gedenken wir an die Auferstehung unseres Herrn am Ostertage und danach an seine Wiederaufnahme in den Himmel.

Liebe Gemeinde, damit ist aber eben nicht alles vorbei.

"Ich will unter ihnen wohnen und will ihr Gott sein..." diese Worte unseres heutigen Predigttextes finden wir noch an einer anderen Stelle in unseren Bibeln. Nämlich im 21. Kapitel der Offenbarung, wo es um das neue Jerusalem geht.

Gott möchte einmal eine ewige Gemeinschaft mit uns haben. Und auf diesen Tag leben wir schon heute hin. Wenn unser Herr, den wir in unserer Krippe liegen sehen wiederkommt, dann als Herrscher aller Herrscher.

Dann werden wir alle, die wir ihm unser Leben übergeben haben, mit ihm zusammen in das neue Jerusalem einziehen um für immer mit ihm Gemeinschaft zu haben.

Und das ist das dritte Weihnachtsgeschenk unseres Herrn an uns.

Gott hat die Türe zum Vaterhaus wieder für uns geöffnet, wir dürfen 24 Stnden am Tag mit allem, was uns Sorge bereitet zu ihm kommen und wir werden einmal alle gemeinsam mit ihm die Ewigkeit verbringen dürfen. Sind das nicht drei ganz tolle Weihnachtsgeschenke, deren Zauber unser ganzes Leben lang anhält ?

Lassen Sie uns zum Abschluss des heutigen Gottesdienstes gemeinsam in das Weihnachtslied "O du fröhliche..." (EG 44) einstimmen, das da lautet, wie folgt:
O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Weihnachtszeit !
Welt ging verloren, Christ ist geboren: Freue, freue dich, o Christenheit !

O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Weihnachtszeit !
Christ ist erschienen, uns zu versühnen: Freue, freue dich o Christenheit !

O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Weihnachtszeit !
Himmlische Heere jauchzen dir Ehre: Freue, freue dich o Christenheit !

Der Herr segne Dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig
Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden

Amen.

Liebe Gemeinde,

das gesamte Team der ePredigt und ich wünsche Ihnen allen einen gesegneten Heiligabend. Lassen wir uns alle von der Weihnachtsfreude und den drei Geschenken unseres Herrn gefangen nehmen. Behalten wir sie ganz fest in unseren Herzen.

Es grüßt Sie alle ganz herzlich Ihr
Ulrich Naber, Waltraud Steinführer und Jens Steinführer
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