Newsletter der Deutschen Nationalbibliothek Juli 2017

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DEUTSCHE NATIONALBIBLIOTHEK // NEWSLETTER // JULI 2017Sound des Papiers – Workshop und Konzert in Leipzig
  Papier und Sound stehen in einem komplizierten Verhältnis. Papier wird die Eigenschaft zugesprochen, leise zu sein – und doch stört sein Rascheln häufig beispielsweise in Konzerten oder bei Übertragungen. Es wird zur Schalldämpfung und zur Schallerzeugung eingesetzt, ist Aufzeichnungs-, Speicher- und Abspielmedium für Sound und Musik. Der Workshop am Freitag, 21. Juli (10–18 Uhr), in der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig geht diesen Eigen- und Spielarten des Papiers nach, indem Materialien des Deutschen Buch- und Schriftmuseums und des Deutschen Musikarchivs gesichtet und von kulturwissenschaftlichen Impulsvorträgen gerahmt werden. Die Musikwissenschaftlerin und Komponistin Miriam Akkermann (Universität Bayreuth) wird das Papier und seine akustischen Eigenschaften performativ erkunden. Sie beschließt den Workshop um 19 Uhr mit einem Konzert aus unterschiedlichen Formen von „Papiermusik“. Der Eintritt ist frei. Wir bitten um Anmeldung unter a.wendler@dnb.de oder Telefon 0341 2271-287.
 
Programm und InformationNur noch diesen Monat: Ausstellung „Sensation – Propaganda – Widerstand“
Nutzen Sie noch bis zum 23. Juli die Gelegenheit, die Ausstellung „Sensation – Propaganda – Widerstand. 500 Jahre Flugblatt: von Luther bis heute“ zu erleben. Das Deutsche Buch- und Schriftmuseum in Leipzig eröffnet mit der Schau einen ganz besonderen Blick auf die Reformation. Zentrales Element der Reformation waren in hoher Zahl veröffentlichte Schriften, ermöglicht durch den Buchdruck mit beweglichen Lettern: Seien es die Thesen Luthers, die Übersetzung der Bibel in die Volkssprache und eben Flugblätter, die die neuen Ideen verbreiteten. Ohne das Massenmedium Flugblatt hätten die Gedanken des Reformators niemals das Echo gefunden, das Luther schließlich zu einem der wichtigsten Protagonisten der Neuzeit gemacht hat. Die Ausstellung fragt nach der gesellschaftlichen Wirkmächtigkeit von Flugblättern, die bis in die heutige Zeit reicht. Übermorgen, 6. Juli, schon was vor? Um 15 Uhr können Sie noch an der Kuratorenführung „Flugblatt als Waffe“ teilnehmen. Treffpunkt ist das Museumsfoyer. Eintritt EUR 6,00, ermäßigt EUR 3,00.
 
Von Luther bis heute  Museum zum Mitmachen
  Auch in der Sommer- und Ferienzeit hat das Deutsche Buch- und Schriftmuseum in Leipzig einiges zu bieten. Im Rahmen des Ferienpasses der Stadt Leipzig können Schülerinnen und Schüler und Familien am 6. Juli im Naturdruckverfahren filigrane Kunstwerke aus Gräsern und Blättern herstellen und am 12. Juli mit zahlreichen Falttechniken, ganz ohne Schere und Leim, verschiedene Papierfiguren, wie zum Beispiel Blütenkugeln, gestalten. Kinder und Eltern sind eingeladen, spontan vorbeizukommen und das kostenlose Angebot zu nutzen. Und es gibt noch mehr kreative und spannende Mitmachaktionen: Im Juli empfehlen wir den Besuch der Kreativwerkstatt „Zengami“ und das Do-it-yourself-Angebot „Schablonieren“. Im August gibt es wieder unseren beliebten Familiensonntag zum Thema „Naturdruck“. Und in der Kreativwerkstatt können Sie Paperballs gestalten oder in der Reihe „Do it yourself“ eigene Faltbücher herstellen. Übrigens, das Museum bietet das ganze Jahr über eine Vielzahl an Mitmachaktionen an. Ob Familien, Schulklassen oder Seniorinnen und Senioren – beim Museum zum Mitmachen ist für alle etwas dabei.
 
Aktuelle TermineNeuerwerbung: Briefe von Alexander Moritz Frey im Deutschen Exilarchiv
Alexander Moritz Frey, Autor vieler Kurzgeschichten und Romane, darunter „Die Pflasterkästen“ und „Hölle und Himmel“, gehört heute zu den weitgehend vergessenen Autoren. Der in München geborene Schriftsteller, den eine Freundschaft mit Thomas und Heinrich Mann verband, floh 1933 vor den Nationalsozialisten zunächst nach Österreich und 1938 in die Schweiz, wo er bis zu seinem Lebensende im Jahr 1957 bleiben sollte. Nach 1945 war es Frey ein Anliegen, auf die nationalsozialistische Vergangenheit vieler Schriftstellerinnen und Schriftsteller der deutschen Nachkriegsliteratur aufmerksam zu machen. Auch in den Briefen, die das Deutsche Exilarchiv 1933–1945 in Frankfurt am Main nun in seine Sammlung aufnehmen konnte, ist dieses Thema gegenwärtig. 35 eigenhändige Schreiben aus den Jahren 1945 und 1946 an den Münchner Verleger Ernst Heimeran umfasst das inhaltsreiche Konvolut. Die Briefe enthalten bio-bibliografische Informationen und geben Einblick in Freys Bemühungen um das eigene Werk, seine Haltung und seine Beziehung zu Kollegen und Freunden. (Abb.: Deutsche Nationalbibliothek)
 
„Ja ja – wir lästigen Emigranten von gestern!“  Lob der Wildnis - Henry David Thoreau zum 200. Geburtstag
  „Bücher müssen mit ebenso viel Überlegung und Zurückhaltung gelesen werden, wie sie geschrieben werden“ – der passionierte Schriftsteller und Bücherleser Henry David Thoreau wusste, wovon er sprach, war ihm doch als Sohn eines Bleistiftfabrikanten das Schreibgerät schon in die Wiege gelegt. Der am 12. Juli 1817 in Concord, USA, geborene Harvard-Absolvent, Dichter, Philosoph, Naturalist, Sklaverei-Gegner und Querdenker galt vielen seiner Zeitgenossen als Naivling und Sonderling – vor allem wegen seines berühmtesten Werkes „Walden oder Leben in den Wäldern“. Darin erzählt er von seinem zweijährigen Rückzug aus der amerikanischen Massengesellschaft und dem einfachen Leben in einer Blockhütte und plädiert für die innere Befreiung durch weitgehenden Konsumverzicht. Seine kritischen Thesen machten ihn erst postum berühmt und auch seine politische Schrift „Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat“ inspirierte erst die Nachwelt, dann aber Reformer wie Mahatma Gandhi und Martin Luther King. Entdecken Sie Thoreaus subversives Werk im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek. (Cover: Suhrkamp Verlag)
 
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