Newsletter der Deutschen Nationalbibliothek Oktober 2015

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DEUTSCHE NATIONALBIBLIOTHEK // NEWSLETTER // OKTOBER 2015„In Nürnberg machten sie ein Gesetz“ – Lieder und Texte
  Nach dem Erlass der sogenannten „Nürnberger Rassegesetze“ 1935 schrieb Bertolt Brecht seine „Ballade von der ‚Judenhure‘ Marie Sanders“, die mit den Worten beginnt: „In Nürnberg machten sie ein Gesetz …“. Die Ballade weist vorausschauend auf die barbarischen Ereignisse der Pogromnacht vom 9. November 1938. Bereits mit der Bücherverbrennung 1933 beginnen sich Heinrich Heines Worte in grausamer Weise zu erfüllen: „Das war ein Vorspiel nur, dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.“ Zum Gedenken an die Pogromnacht veranstaltet das Deutsche Exilarchiv 1933–1945 am Donnerstag, dem 8. Oktober um 19 Uhr einen musikalisch-literarischen Abend in der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt am Main. Anna Haentjens (Gesang und Rezitation) und Sven Selle (Klavier) lassen in ihrem Programm Künstlerinnen und Künstler zu Wort kommen, die von den Nationalsozialisten als „entartet“ bezeichnet und verfolgt wurden. Der Eintritt ist frei. Wir bitten um Anmeldung unter ausstellungen-frankfurt@dnb.de oder Tel. 069-1525-1905.
 
Gegen Ausgrenzung und VerfolgungIris Berben liest aus ihrem Buch „Jerusalem“
Iris Berben war seit 1968 unzählige Male in Israel und Jerusalem, sie lebte längere Zeit dort und ist eine der profiliertesten Förderinnen der deutsch-jüdischen Aussöhnung und Zusammenarbeit. In ihrem neuen Buch nimmt sie uns mit in eine Stadt, die historisch, kulturell und politisch einmalig ist, in der sich Christentum, Islam und Judentum eine wundersame Altstadt teilen; sie erzählt von den Gerüchen und Geräuschen, geht mit uns über die Souks und in die Basare, lässt uns teilhaben am Leben der Menschen. Begleiten Sie eine der bekanntesten Schauspielerinnen Deutschlands auf dieser ganz persönlichen Reise am Freitag, dem 9. Oktober um 19 Uhr in der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt am Main. Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Corso Verlag. Eintritt: EUR 8. Vorverkauf in der Deutschen Nationalbibliothek. Kartenreservierung unter veranstaltungen@dnb.de oder Tel. 069-1525-1101. (Foto: picture alliance)
 
Menschen und Geschichten  „Und die Migrationsgeschichte geht weiter“ – Alfredo Schwarcz
  Der in Buenos Aires als Sohn deutsch-jüdischer Emigranten geborene Psychotherapeut Alfredo Schwarcz beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Themen des jüdischen Exils. In seinem Vortrag beleuchtet Schwarcz die transgenerationellen Auswirkungen der jüdischen Emigration nach Argentinien. Gemeinsam mit seiner Frau, der Sozialpsychologin Patricia Fränkel, wird er im anschließenden Gespräch mit Sylvia Asmus, Leiterin des Deutschen Exilarchivs 1933–1945 der Deutschen Nationalbibliothek, über die Emigration nach Argentinien und über aktive Erinnerungsarbeit sprechen. Ein spannendes Zeitzeugengespräch mit dem namhaften Psychologen erwartet Sie am Mittwoch, dem 14. Oktober um 19 Uhr in der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig. Der Eintritt ist frei. (Foto: privat. Alfredo Schwarcz, Buenos Aires 1959)
 
Zusammentreffen der KulturenProgramm zur Frankfurter Buchmesse
Besuchen Sie uns während der Frankfurter Buchmesse in der Adickesallee und erleben Sie am Freitag, dem 16. Oktober um 19:30 Uhr die Vorstellung des aktuellen Werks von Tilmann Lahme „Die Manns. Geschichte einer Familie“. Im Gespräch mit Wolfgang Niess (SWR) geht der Autor den verschiedenen Perspektiven auf die Manns nach und lässt ein vielschichtiges und spannendes Bild einer Familie entstehen, in der um gegenseitige Anerkennung gekämpft wurde und in der sich auf einmalige Weise Literatur, Politik und Leben durchdrangen. Der Eintritt ist frei. Wir bitten um Anmeldung unter achim.guessgen@hlz.hessen.de oder Tel. 0611-324020.
Vom 14. bis 17. Oktober laden wir Sie außerdem zu kostenlosen Führungen durch die Bibliothek ein, mit einem Blick in die unterirdischen Magazine und die Sondersammlung des Deutschen Exilarchivs 1933–1945.
Auf dem Messegelände finden Sie die Deutsche Nationalbibliothek in Halle 4.2 am Stand K83. (Foto: Alexander Heimann)
 
Das ganze Programm  Sherko Fatah – Chamisso-Preisträger 2015
  Sherko Fatah, deutscher Schriftsteller mit irakischen Wurzeln, thematisiert in seinen Werken die gewalttätigen Auseinandersetzungen im kurdischen Grenzgebiet zwischen Iran, Irak und der Türkei und deren Auswirkungen bis nach Europa. 2015 erhielt er den Großen Kunstpreis Berlin und den Adelbert-von-Chamisso-Preis. „Seine Bücher bereichern das interkulturelle literarische Schreiben durch ihre schonungslose Darstellung von Krieg und Terror“, heißt es in der Begründung der Jury. Am Mittwoch, dem 21. Oktober um 19 Uhr liest der Preisträger in der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig aus seinem Buch „Der letzte Ort. Ein literarischer Thriller über Freundschaft und Verrat“. Moderation: Michael Hametner. Eine Veranstaltung des 19.  Leipziger Literarischen Herbstes in Kooperation mit der Deutschen Nationalbibliothek, mit freundlicher Unterstützung der Robert Bosch Stiftung. Der Eintritt ist frei. (Foto: Yves Noir)
 
Viele Kulturen – eine SpracheStudi-Spezial: Benutzungseinführungen für Studierende
Für Studienanfänger finden während der Erstsemesterwoche in der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig spezielle Benutzungseinführungen zu den Möglichkeiten des wissenschaftlichen Arbeitens und Recherchierens in der Deutschen Nationalbibliothek statt: am Donnerstag, dem 8. Oktober um 14 Uhr und am Freitag, dem 9. Oktober um 10 Uhr. Die Angebote des Deutschen Musikarchivs sind Thema einer eigenen Einführungsveranstaltung am Donnerstag, dem 8. Oktober um 15:30 Uhr. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich (Gruppen bitten wir um vorherige Terminabsprache unter info-l@dnb.de). Treffpunkt ist das Foyer.
Auch in Frankfurt am Main besteht die Möglichkeit, sich zum Studienbeginn zu informieren, und zwar am Mittwoch, dem 21. Oktober um 10:30 Uhr. Hier bitten wir um eine Anmeldung im Hauptlesesaal (Tel. 069-1525-2500). Die Teilnahme ist kostenlos. Treffpunkt ist das Foyer.
 
Studieren, leicht gemacht  ACHTUNG: Geänderte Öffnungszeiten
  Am Mittwoch, dem 7. Oktober sind die Lesesäle der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig wegen eines Betriebsausflugs geschlossen.
 
Die Öffnungszeiten im ÜberblickSo klingt Europa
Tonaufnahmen aus dem Bestand von Bibliotheken und Archiven aus zwölf europäischen Ländern werden derzeit in Europas digitaler Bibliothek Europeana zusammengeführt. Das Projekt Europeana Sounds nutzt dafür ausschließlich urheberrechtlich frei verfügbares Material, das öffentlich in der Europeana abrufbar ist. Aus dem Bestand der Deutschen Nationalbibliothek sind die Aufnahmen von 150 Klavierrollen und Tonwalzen digital eingespielt worden. Aufnahmen von 350 Schellackplatten sollen Anfang 2016 folgen. In dem Projekt werden Tonaufnahmen der Bereiche zeitgenössischer, traditioneller und klassischer Musik, Sprachen und Dialekte, mündliche Erinnerungen und Naturklänge zusammengetragen. Auch wurde eine Onlineausstellung zur Geschichte der Musikabspielgeräte erstellt, in der sich unter anderem ein Walzenklavier aus dem Bestand des Deutschen Musikarchivs der Deutschen Nationalbibliothek befindet.
 
Europeana Sounds  Dieser Newsletter ist ein kostenloser Service der Deutschen Nationalbibliothek. Er wird ausschließlich an Interessenten versandt, die sich zuvor auf unserer Webseite angemeldet haben.
 
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