Newsletter der Deutschen Nationalbibliothek September 2017

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DEUTSCHE NATIONALBIBLIOTHEK // NEWSLETTER // SEPTEMBER 2017Bildfabriken. Infografik 1920–1945. Fritz Kahn, Otto Neurath et al.
Bereits vor 100 Jahren wurde in Typografie, Wissenschaft und Grafik an einer bildbasierten „Sprache“ gearbeitet, die sich die universelle Verständigung durch Bilder zunutze machte. „Worte trennen, Bilder vereinen“, so Otto Neurath, einer der Vordenker der populären Infografik. Die Ausstellung im Deutschen Buch- und Schriftmuseum in Leipzig thematisiert die Profilierung des Bildes als internationale Informations- und Kommunikationsquelle zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Im Zentrum stehen die Bildkonzepte des Mediziners Fritz Kahn und des Wissenschaftstheoretikers Otto Neurath. Publikationen aus dem reichen Fundus der Deutschen Nationalbibliothek und unikale Exponate aus US-amerikanischen und britischen Archiven erklären Ihnen die Welt in Bildern. Zur Ausstellungseröffnung am Donnerstag, 7. September, um 19 Uhr laden wir Sie herzlich ein. Zu sehen ist die Ausstellung bis zum 7. Januar 2018. Gefördert im Programm Fellowship Internationales Museum der Kulturstiftung des Bundes, in Kooperation mit der Universität Erfurt. (Grafik: Kay Bachmann)
 
Form und Sinn  Buchpremiere: „Über Geld reden“ – Frank Bethmann
  Über Geld spricht man nicht, so heißt es. Es gibt nur wenige Dinge, zu denen wir ein ähnlich ambivalentes Verhältnis haben wie zu Geld. Frank Bethmann, Fernsehjournalist und Wirtschaftsexperte des ZDF, hat das Tabu gebrochen. Er hat zahlreiche Prominente gefragt, was Geld für sie bedeutet, wie sie damit umgehen und was für sie im Leben wirklich zählt: Harald Schmidt und Gunter Gabriel, Sahra Wagenknecht, Hellmuth Karasek und viele andere. Am Freitag, 8. September, um 19 Uhr spricht der Autor in der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt am Main über diese Fragen mit Friedrich von Metzler, Gesellschafter des Frankfurter Bankhauses Metzler, der ältesten deutschen Privatbank in ununterbrochenem Familienbesitz. Moderiert wird der Abend von Andreas Klinner vom ZDF. Eine Veranstaltung des Piper Verlags und der Deutschen Nationalbibliothek. Der Eintritt ist frei. Wir bitten um Anmeldung unter veranstaltungen@dnb.de oder 069 1525-1101.
 
Finanzwissen„Macht & Pracht“ – Tag des offenen Denkmals in Leipzig
Zum „Tag des offenen Denkmals“ am Sonntag, 10. September, bietet die Deutsche Nationalbibliothek in Leipzig ab 10 Uhr ein vielfältiges Angebot an spannenden Führungen. Lernen Sie das prachtvolle Bibliotheksgebäude kennen und gehen Sie mit uns auf eine Entdeckungsreise durch die historischen Lesesäle. Erleben Sie, wie in den Magazinen im Bücherturm und im modernen Erweiterungsbau Millionen von Medien aufbewahrt werden. Erfahren Sie in einem Rundgang mehr über die vielfältigen Beziehungen zwischen der Bibliothek und der Buchstadt Leipzig. An einem Tag 5.000 Jahre Mediengeschichte erleben? Das können Sie in den Ausstellungen und speziellen Themenführungen des Deutschen Buch- und Schriftmuseums – von der Zensur als Machtinstrument bis zur Informationsgrafik der klassischen Moderne. In dem Mitmachangebot „Die Zeit der prachtvollen Handschriften“ entdecken Kinder gemeinsam, wie die Mönche im Mittelalter mit einem Federkiel geschrieben haben, und gestalten eine eigene prächtige Schmuckinitiale. Der Eintritt ist frei. Herzlich willkommen in unserem Leipziger Haus! (Abb.: Klaus-D. Sonntag)
 
Alle Informationen  Ludwig Meidner – Online-Ausstellung auf „Künste im Exil“
  Ludwig Meidner war nach der Verfolgung durch das NS-Regime und den Jahren in der englischen Emigration fast in Vergessenheit geraten. Erst nach seiner Rückkehr nach Deutschland fand sein Werk Beachtung. Inzwischen ist er als bedeutender Expressionist anerkannt. Für die virtuelle Ausstellung „Künste im Exil“ hat das Jüdische Museum Frankfurt, das den bildnerischen Nachlass Meidners betreut, eine umfangreiche Sonderausstellung erarbeitet. Diese bietet Einblicke in Meidners Schaffenszeit im nationalsozialistischen Deutschland, legt den Schwerpunkt jedoch auf seine Exiljahre in England. Während dieser Zeit entstanden eindrucksvolle Porträtzeichnungen seiner Leidensgenossen im englischen Internierungslager und humoristisch-allegorische Aquarelle, die eine aus den Fugen geratene Welt zeigen. Gleichzeitig arbeitete Meidner seit 1942 auch an seinem Zyklus zur Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden, von der er mit fassungslosem Entsetzen aus der Presse erfuhr. (Abb.: © Ludwig Meidner-Archiv, Jüdisches Museum der Stadt Frankfurt am Main, Inv. Nr. JMF1994-0007 II/1939)
 
Zur virtuellen AusstellungVORGEMERKT: Walther Rathenau – Leben und Werk eines konservativen Liberalen
Geboren vor 150 Jahren, wurde der spätere Außenminister der Weimarer Republik, Walther Rathenau, zum Repräsentanten eines neuen Bürgertums, das den wirtschaftlichen Aufbruch Deutschlands und den Weg der europäischen Staatenwelt in den Ersten Weltkrieg entscheidend mitbestimmen sollte. Dabei blieb er stets ein Außenseiter – auch als Jude in einer Gesellschaft mit latentem und bald virulentem Antisemitismus. Als Walther Rathenau 1922 von Rechtsradikalen auf offener Straße niedergeschossen wurde, versammelte sich das demokratische Deutschland zum letzten Mal zu einem massenhaften Protest gegen den rassistischen Wahn und die Stimmen der Gewalt, die die deutsche Republik schließlich zerstören sollten. Am Donnerstag, 5. Oktober, um 19 Uhr spricht der Publizist Wilhelm von Sternburg in der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt am Main über Leben und Werk eines konservativen Liberalen, der die Widersprüche seiner Epoche widerspiegelt. Eine Veranstaltung des Deutschen Exilarchivs 1933–1945. Der Eintritt ist frei. Wir bitten um Anmeldung unter exilarchiv-veranstaltungen@dnb.de oder 069 1525-1961. (Abb.: Bundesarchiv, Bild 183-L40010 / CC-BY-SA 3.0)
 
Industrieller – Schriftsteller – Politiker  Ein Buch geht um die Welt: Das Kapital
  „Das Kapital. Kritik der politischen Ökonomie“ wurde in einer Bibliothek geschrieben. Jahrelang forschte Karl Marx im Lesesaal der British Museum Library und verfasste ein Werk, das wie kein anderes die politischen Geschicke der Welt in den letzten 150 Jahren beeinflusst hat. Und das, obwohl vieles darin Fragment blieb, es mehrere Tausend Seiten umfasst und eine verschlungene Publikationsgeschichte hat. Am 11. September 1867 veröffentlichte Marx den ersten Band „Der Produktionsprozess des Kapitals“ in Hamburg, bearbeitete den Text aber immer wieder für verschiedene Auflagen und Übersetzungen. Erst nach Marx’ Tod 1883 stellte Friedrich Engels aus weiterem Manuskriptmaterial Band 2 „Der Zirkulationsprozess des Kapitals“ (1885) und Band 3 „Der Gesamtprozess der kapitalistischen Produktion“ (1894) zusammen. Es folgten unzählige weltweite Auflagen. Und diese werden immer noch gelesen. Während der Finanzkrise 2008 stieg die Nachfrage nach Band 1 so stark an, dass ihn der Dietz-Verlag kurzzeitig als vergriffen meldete. Marx‘ persönliches Exemplar des ersten Bandes gehört heute zum UNESCO-Weltdokumentenerbe. Alle deutsch- und fremdsprachigen, gedruckten und digitalen Ausgaben des 20. und 21. Jahrhunderts finden Sie im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek. (Cover: Nikol Verlag)
 
Wissen aus erster HandMEHR WISSEN: Ursprünge und Geschichte des Kommunismus
Wenn Sie mehr über Karl Marx, Friedrich Engels, „Das Kapital“ und die Anfänge und Folgen des Kommunismus erfahren möchten, dann laden wir Sie herzlich zu der Buchpräsentation ein am Donnerstag, 12. Oktober, um 19:30 Uhr in der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt am Main: Gerd Koenen „Die Farbe Rot. Ursprünge und Geschichte des Kommunismus“. (Cover: C.H. Beck Verlag)
Weitere Informationen zu der Veranstaltung finden Sie in unserem nächsten Newsletter.
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