Newsletter Haus der Demokratie und Menschenrechte

3 years ago


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* AKTUELLES
++ 1.) Verfolgte des Naziregimes und Holocaustberlebende zu den Blockade-Prozessen in Dresden: Wir stehen hinter den Blockaden! Solidarittskundgebung am 16. Oktober ab 9 Uhr vorm Amtsgericht Dresden ++
++ 2.) Jetzt noch anmelden - Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte ldt ein zur Tagung: Der Verfassungsentwurf des Runden Tisches in der DDR: Chance - Scheitern - Aktualitt. 17./18. Oktober 2014 im Haus der Demokratie und Menschenrechte ++
++ 3.) Berliner Arbeitskreis fr politische Bildung ldt ein - Die Stadt ist fr alle: Diskussionsveranstaltung mit aktiven Obdachlosen aus Ungarn. 29. Oktober in Berlin-Friedrichshain ++
++ 4.) Weiterleitung: Reisewarnung fr Europa ++
++ 5.) PowerShift berichtet: Aktionstag gegen TTIP & CETA & Co ++
++ 6.) Selbstorganisierte Europische Brgerinitiative gegen TTIP und CETA erfolgreich gestartet! Artikel mit vielen Hintergrundinformationen in der Huffingtonpost ++
++ 7.) Mieterschutz darf nicht Renditeinteressen geopfert werden! Pressemitteilung der Neuen Richtervereinigung nrv Berlin-Brandenburg vom 01.10.2014 ++
++ 8.) KATE untersttzen - noch bis 30. November 2014: Eure Stimme fr das Klimafrhstck! ++
++ 9.) Informationsverbund Asyl informiert: ECRE-Studie nennt Defizite im europischen Asylsystem ++
++ 10.) Weiterleitung: Fortbildungsangebot zum Versammlungs- und Polizeirecht am 15./16. Nov. in Wuppertal ++
* AUSSTELLUNG
noch bis 04. 11. 2014: Der kurze Herbst der Utopie - 1989. Austellung zur Vielfalt der DDR-Opposition
* VORSCHAU VERANSTALTUNGSPROGRAMM
... 14. 10. - 13. 11. 2014
Di, 14. 10. um 19:30
Urbane Landwirtschaft: Lifestyle Hype oder Trendwende?
Fr, 17. 10. um 18:00
25 Jahre demokratische Revolution: Auftakt zur Tagung: Der Verfassungsentwurf des Runden Tisches in der DDR:
Chance Scheitern Aktualitt
Fr, 17. 10. um 19:00
Vortrag und Diskussion: Robert Kain: Otto Weidt (1883-1947). Anarchist und "Gerechter unter den Vlkern"
Sa, 18. 10. um 10:00
Tagung am 17. und 18. Oktober 2014: Der Verfassungsentwurf des Runden Tisches in der DDR:
Chance Scheitern Aktualitt
So, 19. 10. um 18:00
Tschernobyl - Deutschland - Fukushima
Weitreichende Folgen der zivilen Nutzung der Kernenergie
Di, 21. 10. um 19:00
Offenes Plenum: Attac Berlin ldt ein zum Gruppentreffen
Mo, 27. 10. um 19:00
Emanzipation in Zeiten der Krise betriebliche Selbstverwaltungsprojekte damals und heute
Di, 28. 10. um 19:00
In der Geiselhaft der Staatsrson
Perspektiven langjhrig geduldeter Flchtlinge
Mi, 29. 10. um 18:00
EcoCrowd Launch-Party
Mo, 03. 11. um 19:30
Ein feministischer und verteilungspolitischer Blick auf die Krise der reprsentativen Demokratie: Demokratiedefizit soziale Gerechtigkeit?
Mi, 05. 11. um 17:00
Die Globalisierung auf See und ihre Konsequenzen fr den Wettlauf um die marinen Rohstoffe und die Ernhrungssicherheit: Ein anderes Meer ist mglich!
Do, 06. 11. um 10:00
nr-Tagung Nonprofit-Journalismus
Fr, 07. 11. um 19:00
Lesekreis: Freiheit und Utopie im 21. Jahrhundert!
Intellektuelle Bewaffnung durch Michel Foucault, Herbert Marcuse und Gustav Landauer
Mo, 10. 11. um 19:00
Eine linke (selbst-) kritische Bestandsaufnahme aus Ost- und Westperspektive: Der Mauerfall 1989 Fluch oder Segen?
Di, 11. 11. um 18:00
"Weil ich es denjenigen schuldig bin, die im Lager geblieben und gestorben sind"
Do, 13. 11. um 19:00
Lesung: Glaube unter imperialer Macht. Eine palstinensische Theologie der Hoffnung
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* AKTUELLES
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++ 1.) Verfolgte des Naziregimes und Holocaustberlebende zu den Blockade-Prozessen in Dresden: Wir stehen hinter den Blockaden! Solidarittskundgebung am 16. Oktober ab 9 Uhr vorm Amtsgericht Dresden ++
Am Donnerstag, den 16. Oktober um 10 Uhr, beginnt der Prozess gegen Markus Tervooren vor dem Amtsgericht Dresden. Der Beschuldigte gehrte am 19. Februar 2011 zu den Tausenden Demonstrantinnen und Demonstranten, die mit Sprechchren, Musik, Gesngen und mit Blockaden, als einem legitimen Mittel des zivilen Ungehorsams, den braunen Umzug stoppten. Wir waren hoch erfreut, dass so viele Menschen gegen den europaweit grten Naziaufmarsch auf die Strae gegangen sind. Sie alle haben dafr gesorgt, dass diese Naziaufmrsche in Dresden seit 2012 nicht mehr stattfinden. Dafr danken wir Markus Tervooren, dem Geschftsfhrer der Berliner VVN-BdA, und allen anderen, die sich seit Jahren an den Protesten beteiligt haben.
Umso unverstndlicher ist es, dass sich ein Antifaschist nach mehr als dreieinhalb Jahren fr seinen Protest verantworten soll. Zu seinen Tatwerkzeugen gehrten, so heit es in der Anklage, ein Megafon und eine Fahne. Dabei handelt es sich um die Fahne der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA), der ltesten und grten antifaschistischen Organisation in Deutschland, 1948 gegrndet von berlebenden der Konzentrationslager und Zuchthuser.
Von diesem Prozess geht ein fatales Signal aus. Whrend Neonazis und Rassisten in Sachsen unbehelligt leben wie noch vor drei Jahren das NSU-Mrdertrio werden Antifaschisten kriminalisiert. Die Neonazi-Szene kann sich drei Jahre nach Aufdeckung des NSU durch die schsische Justiz nur besttigt fhlen.
Wir, Verfolgte des Naziregimes und berlebende des Holocausts, Emigranten, Kmpfer in den Reihen der Antihitlerkoalition, Wehrmachtsdeserteure, Vertreter der zweiten Generation der Opfer des Faschismus, sind emprt, dass solch ein Gerichtsverfahren berhaupt stattfinden kann.
Wir fordern die sofortige Einstellung des Prozesses gegen Markus Tervooren und gegen den Pfarrer Lothar Knig aus Jena.
Elisabeth Abendroth
Ralf Bachmann, rassisch verfolgt
Ludwig Baumann, Wehrmachtsdeserteur, Vorsitzender der Bundesvereinigung der Opfer der Militrjustiz
Dr. Hans Coppi
Vera Dehle-Thlmann
Lore Diehr, illegal ttig in Berlin-Pankow
Regina Elsner, 1. Landessprecherin VVN-BdA-Sachsen
Dr. Peter Fischer
Prof. Dr. Vera Friedlnder, rassisch verfolgt, Zwangsarbeiterin bei Salamander
Jutta Peter Giersich, Landessprecher VVN-BdA Sachsen
Ernst Grube, berlebender des KZ Theresienstadt
Prof. Dr. Kurt Goweiler, Wehrmachtsdeserteur
Kurt Gutmann, im Kindertransport nach England gerettet, Freiwilliger der britischen Armee
Volkmar Harnisch, als 18-Jhriger wg. Hochverrat und Wehrkraftzersetzung zu Gefngnis verurteilt
Andrej Hermlin
Hildegard Hentschke, Widerstandskmpferin, Frauengefngnis Btzow
Roland Hering, VVN-BdA Radebeul
Marianne Kaufholdt, rassisch verfolgt
Elisabeth Jger, berlebende des KZ Ravensbrck
Dr. Peter Kirchner, rassisch verfolgt
Maria Knig, berlebende von Auschwitz.
Werner Knapp, Soldat in der tschechoslowakischen Auslandsarmee in Frankreich
Dr. Inge Lammel, im Kindertransport nach England gerettet
Andr Lang, Mitglied Landesvorstand VVN-BdA Sachsen
Andr Lohmar
Prof. Dr. Moritz Mebel, berlebte im Exil in der Sowjetunion, Offizier der Roten Armee
Prof. Dr. Sonja Mebel, berlebte im Exil in der Sowjetunion
Peter Neuhof, rassisch verfolgt und Zwangsarbeiter
Miriam Pandor, berlebte im Exil in den Vereinigten Staaten
Edith Pfeiffer
Brigitte Rothert-Tucholsky, ihre Mutter wurde durch die Bombenangriffe auf Dresden in letzter Stunde vor der Deportation gerettet
Sabine Reichwein
Elsa Rentmeister, Ehrenvorsitzende des Deutschen Mauthausen Komitees Ost
Dr. Brbel Schindler-Saefkow
Horst Selbiger, rassisch verfolgt, Ehrenvorsitz der "Child Survivors Deutschland - berlebende Kinder der Shoah"
Frido Seydewitz, Ehrenvorsitzender VVN-BdA Sachsen
Fritz Schmid
Justin Sonder, berlebender von Auschwitz
Steffi Wittenberg, berlebte im Exil in Uruguay
Kurt Gossweiler, Wehrmachtsdeserteur
Marianne Wilke, Ehrenvorsitzende der VVN-BdA Schleswig-Holstein, rassisch verfolgt
Gnther Wilke, VVN-BdA Wedel
Stand 14. Oktober
Spendenkonto fr die Prozesskosten
Berliner VVN-BdA e.V.
Postbank Berlin
Konto-Nr: 315904105
BLZ: 100 100 10
Verwendungszweck: Prozesshilfe
--
Wir rufen fr den 16. Oktober um 9 Uhr vor dem Amtsgericht in Dresden (Robachstrae 6) zu einer Solidarittskundgebung gegen diesen unwrdigen Prozess auf. Wir wrden uns sehr freuen wenn Ihr uns am 16.10.2014 nach Dresden begleiten knntet. Von Berlin aus wird es einen Bus nach Dresden geben. Abfahrt 6.00 Uhr, Strae am Ostbahnhof, Haltestelle fr Fernbusse, vor dem City-Hotel. Wir werden voraussichtlich gegen 17.00 zurckfahren.
Die Fahrt ist kostenlos ber Spenden wrden wir uns freuen.
Wir bitten um Rckmeldung: telefonisch (030 29784178) oder per Email (berlin@vvn-bda.de), wenn ihr mitfahren mchtet.
Mit solidarischen Gren
Hans Coppi
Vorsitzender der
Berliner VVN-BdA e.V.
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++ 2.) Jetzt noch anmelden - Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte ldt ein zur Tagung: Der Verfassungsentwurf des Runden Tisches in der DDR: Chance - Scheitern - Aktualitt. 17./18. Oktober 2014 im Haus der Demokratie und Menschenrechte ++
Bereits in der konstituierenden Situng des Zentralen Runden Tisches der DDR am 7. Dezember 1989 beschlossen die Teilnehmer_innen, unverzglich mit der Erarbeitung des Entwurfs fr eine neue Verfassung eine neuen DDR zu beginnen. In nur vier Monaten intensive Arbeit wurde der Text erstellt. Die vorgezogenen Wahlen und die Abstimmung zum Beitritt in den Geltungsbreich des Grundgesetzes beendeten diesen Aufbruch.
Es war der revolutionre, basisdemokratische Impuls vom Herbst 1989 in der DDR, der den Charakter des Verfassungsentwurfs prgte. Aus dem Blickwinkel spterer Grundgesetznderungen hatte der Verfassungsentwurf des Runden Tisches einen wesentlich weitergehenden Anspruch in Bezug auf soziale Rechte, Verantwortung gegenber der Umwelt, politische Beteiligung der Brger/innen und demokratische Kontrolle auf allen Ebenen der Gesellschaft.
An diese fast vergessene Hinterlassenschaft aus dem Herbst 1989 wollen wir mit dieser Tagung erinnern. Uns geht es weder um ein nostalgisches Rckbesinnen, noch um eine juristische Fachtagung. Sondern es geht um einen durchaus widerstndigen Blick auf uneingelste Hoffnungen - und um die Aktualitt der Vorstellungen von damals in Auseinandersetzungen von heute. Die Beschftigung mit dem Verfassungsentwurf wollen wir zum Anlass nehmen, gemeinsam wieder neu zu fragen: In was fr einer Gesellschaft wollen wir leben?
Programm und Informationen:
http://hausderdemokratie.de/artikel/verfassungsentwurf
Unkostenbeitrag: 5 EUR (inkl. Mittagsimbiss am Sonnabend)
Anmeldung unter:
Tel. 030.20165520 oder
Mail kontakt@hausderdemokratie.de
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++ 3.) Berliner Arbeitskreis fr politische Bildung ldt ein - Die Stadt ist fr alle: Diskussionsveranstaltung mit aktiven Obdachlosen aus Ungarn. 29. Okotber in Berlin-Friedrichshain ++
In einem Kontext steigender Obdachlosigkeit und deren Kriminalisierung in Ungarn, kmpft die Gruppe "A Vros Mindenki" ("Die Stadt ist fr alle") fr die Obdachlosenrechte und fr soziale Gerechtigkeit. Aktive Obdachlose dieser Organisation aus Budapest werden ber die aktuelle sozialpolitische Situation in Ungarn berichten und ihre Arbeit und Aktionen vorstellen. Diese Auftaktveranstaltung dient als Impuls fr weiteren Austausch in Berlin ber Partizipation und Teilhabe von
obdachlosen Menschen.
Mittwoch, 29. Oktober 2014 um 19 Uhr
Veranstaltungsort: K9, Grenwahn, Kinzigstr. 9, 10247
BerlinFriedrichshain (U5 Samariterstr.)
Diese Veranstaltung wird vom Verein "UnterDruck - Kultur von der Strae" gemeinsam mit bapob e.V. (Berliner Arbeitskreis fr politische Bildung) organisiert, mit der freundlichen Untersttzung vom Parittischen Wohlfahrtsverband, LV Berlin.
Weitere Infos unter: www.unter-druck.de
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++ 4.) Weiterleitung: Reisewarnung fr Europa ++
**!! Achtung - Reisewarnung !!*
*Vom 13.-26.10. findet in der gesamten EU eine Polizeioperation unter dem Namen /"mos maiorum"/ statt. In diesen zwei Wochen werden etwa 18.000 Polizisten in enger Zusammenarbeit mit FRONTEX auf Jagd nach Menschen ohne Aufenthaltsstatus gehen. Sie wollen unsere Migrationswege herausfinden und mglichst viele von uns festnehmen.
Warnt bitte alle Menschen ohne Papiere! Vor allem in Zgen, auf Bahnhfen, an Flughfen, auf Autobahnen und an innereuropischen Grenzen sind vermehrt Kontrollen zu erwarten.*
*Gegen die Festung Europa!*
*Kein Mensch ist illegal!*
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++ 5.) PowerShift berichtet: Aktionstag gegen TTIP & CETA & Co ++
Hunderttausende haben am Samstag in ganz Europa eine klare Botschaft gegen die Freihandelsabkommen TTIP, CETA und TiSA hinterlassen.
Auch in Berlin waren an die 1.000 Menschen auf der Strae, um lauthals fr mehr Transparenz, Umweltschutz und soziale Standards und damit gegen die neoliberale Politik der Freihandelsabkommen zu demonstrieren. Aufgerufen hatte ein Bndnis aus verschiedenen Organisationen und Parteien, darunter auch PowerShift. Den Auftakt lieferten Wortbeitrge und kurze Reden von Uwe Hiksch (Naturfreunde Berlin e.V.), Ska Keller (MEP, Bndnis 90/Die Grnen), Carsten Schatz (Mitglied des Abgeordnetenhauses Berlin, DIE LINKE), Nelly Grotefendt (PowerShift) und anderen, die auf unterschiedlichen Gefahren von TTIP hinwiesen. Vor allem die undemokratischen Schiedsgerichtsregelungen standen immer wieder im Zentrum der Kritik. Es folgte eine kurze, aber starke und bunte Demonstration durch Kreuzberg, die auf dem Oranienplatz von VertreterInnen von BUND, der Initiative fr eine Umweltgewerkschaft und Attac formvollendet wurde.
Schon am Vormittag wurde von Attac Berlin in Kooperation mit anderen Organisationen in Form einer satirischen Straenaktion die Tea-Tip-Party Deutschland gegrndet. Mit mehreren Kundgebungen und einer Demonstration durch den Prenzlauer Berg wurden Forderungen nach Sonderrechten fr Konzerne, Fracking, Kohle und Atom statt Windrder & kostrom sowie McDonalds in die Schulkantine kundgetan. Gleichzeitig wurden Flyer verteilt, die ber die Gefahren des Freihandelsabkommens informierten. Ein Marktverkufer untersttzte die Aktion und kommentierte die Satire: Richtig so! Kippt Austern und Kaviar auf die Straen, auf dass der Pbel ausrutsche.
Doch es soll nicht nur bei der symbolischen Kraft des Protesttages bleiben, so ruft PowerShift alle dazu auf, die europische Initiative gegen TTIP und CETA zu untersttzen und den Aufruf zu unterschreiben. Weitere Informationen inhaltlicher sowie aktionistischer Art gibt es unter: http://stop-ttip.org/ und http://power-shift.de/?p=4766.
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++ 6.) Selbstorganisierte Europische Brgerinitiative gegen TTIP und CETA erfolgreich gestartet! Artikel mit vielen Hintergrundinformationen in der Huffingtonpost ++
Ein internationales Bndnis aus ber 250 Organisationen kmpft fr einen Stopp der Verhandlungen zu den Freihandelsabkommen der EU mit den USA (TTIP) und Kanada (CETA). Stop TTIP" - so der Name des Bndnisses - hat eine selbstorganisierte Europische Brgerinitiative (EBI) gestartet, nachdem die Europische Kommission den Start einer offiziellen EBI mit rechtlich fadenscheiniger Begrndung abgelehnt hatte. Nach nur wenigen Tagen hat das Stop TTIP"-Bndnis bereits mehrere Hunderttausend Unterschriften gesammelt.
Von Charlie Rutz
Das Stop TTIP"-Bndnis will TTIP und CETA verhindern, da sie diverse kritische Punkte wie Investor-Staat-Schiedsverfahren und Regelungen zur regulatorischen Kooperation enthalten, die Demokratie und Rechtsstaat aushhlen. Kritisiert wird zudem, dass die Verhandlungen vllig intransparent ablaufen. Auerdem droht eine Absenkung von Arbeits-, Sozial-, Umwelt-, Datenschutz- und Verbraucherschutzstandards und eine Deregulierung im Bereich ffentlicher Dienstleistungen (z. B. Wasserversorgung) und Kulturgter.
Nachdem die Europische Kommission eine EU-Brgerinitiative gegen TTIP und CETA abgelehnt hatte, hat das Stop TTIP"-Bndnis am 7. Oktober eine selbstorganisierte EBI gestartet, die hier unterschrieben werden kann:
https://www.mehr-demokratie.de/stoppttip.html
Zum Artikel:
http://www.huffingtonpost.de/Mehr-Demokratie/selbstorganisierte-europa_b_5964430.html
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++ 7.) Mieterschutz darf nicht Renditeinteressen geopfert werden! Pressemitteilung der Neuen Richtervereinigung nrv Berlin-Brandenburg vom 01.10.2014 ++
Schonfristzahlung muss auch fr fristgeme Kndigungen gelten.
In Berlin und anderen Ballungszentren ist der grundgesetzlich garantierte Schutz der Mieterinnen und Mieter sowie der Wohnungssuchenden nicht mehr gewhrleistet.
Deshalb fordert die Neue Richtervereinigung, die Gesetzesinitiative des Landes Brandenburg aus dem Frhjahr 2014 energisch weiter zu verfolgen und umzusetzen, mit der Schonfristzahlungen auch fr fristgeme Kndigungen gelten sollen.
Der Bundesgesetzgeber wird auerdem aufgefordert, Schranken fr Mieterhhungen nach Modernisierungen zu errichten, um so eine Verdrngung betroffener Wohnungsmieter allein im konomischen Interesse zu verhindern.
Die Neue Richtervereinigung beobachtet eine erhebliche Zunahme an Rumungsklagen, die das Ziel der Verdrngung von Alt-Mietern verfolgen. Marianne Krause, Sprecherin des Landesverbandes Berlin/Brandenburg der Neuen Richtervereinigung: Die geltende Rechtslage bietet den Mietern keinen ausreichenden Schutz mehr. 569 Abs. 3 BGB regelt zwar, dass eine fristlose Kndigung wegen Zahlungsverzugs durch Zahlung der rckstndigen Miete innerhalb von zwei Monaten nach Rechtshngigkeit einer Rumungsklage unwirksam wird (sog. Schonfristzahlung). Neuerdings sprechen Vermieter im Fall des Zahlungsverzugs jedoch neben der fristlosen hufig auch eine fristgerechte Kndigung aus. Und die Schonfristzahlung als ein Herzstck des sozialen Mietrechts gilt nicht fr fristgeme Kndigungen.
Die Schonfristzahlung ist ein vom Gesetzgeber gewnschtes Instrument zur Vermeidung von Wohnungsverlust. Die ursprnglich vom Gesetzgeber bezweckte Vermeidung von Obdachlosigkeit kann mit der Nachholung der Zahlung durch die Mieter oder ffentliche Stellen bei fristgemer Wohnungskndigung jedoch nicht mehr erreicht werden. Dazu noch einmal Marianne Krause: Es ist ein sozialpolitischer Missstand, dass Mieter ihre Wohnung rumen mssen, obwohl der Vermieter voll befriedigt ist - die Rechtslage lsst dies jedoch zu. Deshalb finden sich immer weniger ffentliche Stellen bereit, ausstehende Mieten zu begleichen, da damit das Ziel des Erhalts der Wohnung nicht mehr erreicht wird.
Seit der Niedrigzinsphase werden Immobilien zunehmend als Gewinn bringende Anlageobjekte entdeckt und deshalb Mieterinnen und Mieter zur Zahlung deutlich hherer Mieten gedrngt. Mieterhhungen nach Modernisierungen unterliegen der Hhe nach keiner gesetzlichen Begrenzung. Die Neue Richtervereinigung hat die begrndete Sorge, dass nicht die Verbesserung der energetischen oder der sonstigen Wohnverhltnisse vordringlicher Zweck von Baumanahmen ist, sondern die danach zulssige Mieterhhung oder auch der freiwillige Auszug der Mieter wegen extrem belastender Bauarbeiten oder der Furcht vor einer unbezahlbaren Miete. Wesentlich hhere Mieten oder Veruerungen zu einem wesentlich hheren Kaufpreis sind die Folge des Auszugs.
Das soziale Mietrecht dient dem Mieterschutz. Deshalb muss auch der Gesetzgeber schnell in diesem Sinne aktiv werden.
https://www.neuerichter.de
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++ 8.) KATE untersttzen - noch bis 30. November 2014: Eure Stimme fr das Klimafrhstck! ++
"Das Klimafrhstck" wurde als eines von drei Projekten fr das Online-Voting der Strom.Manufaktur ausgewhlt. Zu gewinnen gibt's eine Spende in Hhe von 3.000, die wir fr die Produktion eines weiteren Klimakoffers und die Finanzierung zustzlicher Klimafrhstcke nutzen mchten - daher freuen wir uns, wenn ihr fleiig mit abstimmt.
Das Voting und alle Details hierzu findet ihr unter:
http://www.strommanufaktur.net/unser-engagement/online-voting.html
http://www.kate-berlin.de/aktuelles.html
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++ 9.) Informationsverbund Asyl informiert: ECRE-Studie nennt Defizite im europischen Asylsystem ++
Die EU ist nach Ansicht des Europischen Flchtlingsrats ECRE noch immer weit von der Verwirklichung eines gemeinsamen Asylsystems entfernt. Dies ist das Ergebnis einer Studie, die ECRE am 9. September 2014 in Brssel der ffentlichkeit prsentierte.
Der Titel der Studie "Mind the Gap" (deutsch: "Achten Sie auf den Abstand!") verweist darauf, dass nach Ansicht der Autoren zwischen dem Anspruch der EU, ein Gemeinsames Europisches Asylsystem (GEAS) zu schaffen, und der Realitt in den Mitgliedstaaten weiterhin eine groe Lcke klafft. So mssten Asylsuchende immer grere Risiken eingehen, um das Territorium der EU zu erreichen. Allein im Rahmen der italienischen Operation "Mare Nostrum" seien ber 100.000 Menschen im Mittelmeer aus Seenot gerettet worden. Dies mache deutlich, dass ein enormer Bedarf bestehe, sichere und legale Zugangswege fr Flchtlinge nach Europa zu erffnen. Stattdessen wrden die EU-Staaten aber wieder dazu bergehen, Manahmen zu ergreifen, die in der Vergangenheit bereits gescheitert seien und mit denen versucht werde, durch verstrkte "Grenzsicherung" sowie durch die Kooperation mit Staaten auerhalb der EU "illegale Migrationsstrme" zu bekmpfen...
Die Studie "Mind the Gap: An NGO Perspective on Challenges to Accessing Protection in the Common European Asylum System" sowie die Berichte des AIDA-Projekts sind hier abrufbar:
http://www.asylumineurope.org/
Informationen unter
http://www.asyl.net
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++ 10.) Weiterleitung: Fortbildungsangebot zum Versammlungs- und Polizeirecht am 15./16. Nov. in Wuppertal ++
Der Verein Tacheles e.V. bietet am 15./16. Nov. in Wuppertal eine zweitgige Fortbildung zum Polizei- und Versammlungsrecht an. Diese Fortbildung richtet sich an politisch Aktive, die in der linken, antifaschistischen und Erwerbslosen Bewegung aktiv sind, die sich die Grundzge des Versammlungs- und Polizeirecht aneignen wollen und wie gegen unzulssiges polizeiliches Handeln vorgegangen werden kann. Natrlich geht es dabei auch um die Frage, wie gegen polizeiliche Verbotsverfgungen von hoheitlichen Einrichtungen auf privaten Grundstcken vorgegangen werden kann.
Noch sind ein paar Pltze frei, da es sich um eine Top-Veranstaltung handelt mchte ich diese nochmal bewerben. Sie hat natrlich den Schwerpunkt auf das Versammlungsrecht in NRW, die Fortbildung ist aber auch Nutzbar fr Interessierte aus anderen Bundeslndern.
Der Teilnahmebeitrag fr beide Tage betrgt 50 inkl. Getrnke, Skript und MwSt. fr Personen bzw. VertreterInnen von Gruppen, die finanziell nicht gut ausgestattet sind, und 100 fr diejenigen, die es sich leisten knnen, einen Solibeitrag zur Kostendeckung zu bernehmen (merci!) Mittagsessen muss fr 6 pro Person und Tag dazu gebucht werden.
Wenn es finanziell total eng wird, knnen auch Teilnehmer kostenfrei am Veranstaltungsort untergebracht werde.
Nhere Beschreibung, Anmeldeformular sind hier zu finden: http://tacheles-sozialhilfe.de/startseite/aktuelles/d/n/1714/
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* AUSSTELLUNG
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noch bis 04. 11. 2014 | Robert-Havemann-Saal & Foyer
werktags von 10:00 - 17:00 & nach Vereinbarung
Der kurze Herbst der Utopie - 1989
Austellung zur Vielfalt der DDR-Opposition
Kerzen, Demos, Mauerfall - War das alles? Die Ausstellung "Der kurze Herbst der Utopie" stellt einiges von dem vor, was da noch gewesen ist. Gestaltet und konzipiert von Menschen, die '89 engagiert und streitbar Geschichte (mit)gemacht haben, erinnert die Ausstellung an die Vielfalt der DDR-Opposition, an ihre politischen Konzepte, Wnsche, Visionen. Inzwischen haben wir die Ausstellung ein wenig ergnzt: um einige Felder oppositioneller Politik, die ihre Aktualitt bis heute beibehalten haben.
Eintritt frei, Anmeldung empfohlen (Ausstellungsrume werden parallel auch fr Veranstaltungen genutzt). Broschre mit den Texten der Ausstellung (Selbstkostenpreis 1,50 EUR) ber: Tel. (030) 20165520 oder kontakt@hausderdemokratie.de
www.hausderdemokratie.de/herbstderutopie
Veranstalter: Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte
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* VORSCHAU VERANSTALTUNGSPROGRAMM
* 14. 10. - 13. 11. 2014
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Di, 14. 10. um 19:30 | Robert-Havemann-Saal
++ Urbane Landwirtschaft: Lifestyle Hype oder Trendwende? ++
In vielen Stdten des globalen Sdens gehrt urbane Landwirtschaft zum Stadtbild wie Parkpltze oder Supermrkte. Seit kurzem haben auch die Stdte des globalen Nordens ihr Interesse an urbaner Landwirtschaft wiederentdeckt. Essbare Stdte, bunte Gemeinschaftsgrten und hippe Dachfarmen erobern die Ballungszentren. Aber was steckt hinter der Vorstellung den eigenen Stadtacker zu bestellen? Romantisieren wir (mal wieder) die bittere Realitt des globalen Sdens? Oder hat die urbane Landwirtschaft das Zeug dazu das industrielle Ernhrungssystem in Frage zu stellen? Sind die Stadtgrten im globalen Sden also der Ausdruck von fehlendem Zugang zu Nahrung oder Wegweiser in Richtung einer zukunftsfhigen Ernhrung der Stdte im Sden und im Norden?
www.inkota.de
Veranstalter: Inkota-netzwerk e. V.
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Fr, 17. 10. um 18:00 | Robert-Havemann-Saal
25 Jahre demokratische Revolution: Auftakt zur Tagung
++ Der Verfassungsentwurf des Runden Tisches in der DDR:
Chance Scheitern Aktualitt ++
Am Ende eines ereignisreichen Jahres 1989 hatte der Zentrale Runde Tisch aus Vertretern des alten Regimes und den Oppositionsgruppen der neuen Zeit vorbergehend die Macht im kleinen Staate DDR bernommen. Schnell wurde auch eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die fr eine neue DDR eine neue Verfassung erarbeiten sollte. Als das Ergebnis im April 1990 vorgelegt wurde, war es fr einen solchen Versuch bereits zu spt: Die Volkskammerwahlen vom 18. Mrz hatten parlamentarische Mehrheiten hervorgebracht, mit denen kein neuer Staat mehr zu machen war. Schon die Diskussion des von der Arbeitsgruppe einstimmig eingebrachten Entwurfs wurde im Parlament mit einer Mehrheit von 179 zu 167 Stimmen abgelehnt.
Ende und Anfang: Geschichte wird gemacht
Der Verfassungsentwurf ist ein Kind seiner Zeit. Als vieles mglich schien, war fr einen Moment auch eine Verfassung denkbar, die tatschlich weitreichende politische und soziale Rechte festschreiben wollte. An diese fast vergessene Hinterlassenschaft aus dem Herbst 1989 wollen wir mit dieser Tagung erinnern. Uns geht es weder um ein nostalgisches Rckbesinnen, noch um eine juristische Fachtagung. Sondern es geht um einen durchaus widerstndigen Blick auf uneingelste Hoffnungen und um die Aktualitt der Vorstellungen von damals in Auseinandersetzungen von heute. Die Beschftigung mit dem Verfassungsentwurf wollen wir zum Anlass nehmen, gemeinsam wieder neu zu fragen: In was fr einer Gesellschaft wollen wir leben?
Programm:
18:00 - 18:45
Filmausschnitte zur Verfassungsdiskussion am Runden Tisch
19:00 - 21:00
Radikaldemokratische Alternative fr DDR und BRD? Zur historischen Bedeutung des Verfassungsentwurfes des Zentralen Runden Tisches in der DDR.
Referent: Bernd Gehrke; Moderation: Renate Hrtgen
Infos und Anmeldung:
http://hausderdemokratie.de/artikel/verfassungsentwurf
Veranstalter: Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte
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Fr, 17. 10. um 19:00 | Raum 1102 (2. Hof, Aufgang A, 1. OG)
Vortrag und Diskussion
++ Robert Kain: Otto Weidt (1883-1947). Anarchist und "Gerechter unter den Vlkern" ++
Otto Weidt steht bisher vor allem durch seine Hilfe fr verfolgte jdische Mitbrger in der Zeit des Nationalsozialismus im Fokus der historischen Betrachtung. Seine aktive Bettigung als Anarchist zu Beginn des 20. Jahrhunderts ist dagegen kaum bekannt. Um den Judenretter Otto Weidt der 1940er Jahre und sein Handeln jedoch verstehen zu knnen, ist es wichtig, den jungen Weidt zu kennen. Denn der Idee des Anarchismus war er von Jugend an bis zu seinem Tode nicht allein politisch zugetan, vielmehr lebte und handelte er getreu seiner berzeugung. Daher wird Weidts politisches Engagement, aber auch sein Scheitern an und in der anarchistischen "Bewegung" im Mittelpunkt des Vortrags stehen.
Veranstalter: Bibliothek der Freien. Anarchistische Bcherei im Haus der Demokratie
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Sa, 18. 10. um 10:00 | Robert-Havemann-Saal
Tagung am 17. und 18. Oktober 2014
++ Der Verfassungsentwurf des Runden Tisches in der DDR:
Chance Scheitern Aktualitt ++
Zeitzeugen, heutige Akteure und Kritiker_innen der Verfassungswirklichkeit stellen den Verfassungsentwurf des Runden Tisches vor, seine politische Einordnung, die damaligen Diskussionen in den verschiedensten Arbeitsgruppen und die politischen Auseinandersetzungen um seine Nicht-Annahme. Mit der Tagung wollen wir an die 1989/90 in der DDR-Bevlkerung breit geteilten Forderungen und Vorstellungen genauso erinnern, wie an die gleichfalls vorhandenen Vernderungshoffnungen in der bundesrepublikanischen ffentlichkeit. Kritisch wollen wir hinterfragen, was von dieser konstituierenden Utopie geblieben ist und ob und wie dieser Verfassungsentwurf noch in heutige Auseinandersetzungen passt?
Programm:
10:00 - 12:30
Konstituierung, Arbeitsprozess und Scheitern des Verfassunsgentwurfs. Gesprchsrunde mit damaligen Akteuren der Arbeitsgruppe des Runden Tisches
Podium: Klaus Wolfram, Rosemarie Will, Klaus Emmerich, Ulrich K. Preu. Moderation: Rainer Wahls
14:00 - 16:30
Was steckt drin? Verfassungsentwurf neu gelesen. Vertiefende Arbeitsgruppen zu einzelnen Themenbereichen
* Naturschutz und Umwelt
* Die Rolle der Geheimdienste
* Partizipation - politische Mitbestimmung als Grundrecht
* Gleichstellung der Geschlechter
* Arbeit und Soziales
17:00 - 19:00
Abschlusspodium: Blick zurck mit Blick nach vorn. Das Vermchtnis des Verfassungsentwurfs des Runden Tisches und seine aktuelle Bedeutung
mit Ralf-Uwe Beck (Mehr Demokratie e. V.), Siggi Graumann (Evangelische Fachhochschule Rheinland-Westphalen-Lippe), Ralf Geffken (Arbeitsrechtler, Institut ICOLAIR). Moderation: Elke Steven (Komitee fr Grundrechte und Demokratie)
ab 19:00
Ausklang bei Imbiss & Getrnken zum Selbstkostenpreis
Unkostenbeitrag: 5 EUR (inkl. Mittagsimbiss am Sonnabend)
Wir bitten um Anmeldung bis sptestens 14. Oktober 2014 unter:
Tel. 030.20165520 oder
Mail kontakt@hausderdemokratie.de
Veranstalter: Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte
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So, 19. 10. um 18:00 | Robert-Havemann-Saal
++ Tschernobyl - Deutschland - Fukushima
Weitreichende Folgen der zivilen Nutzung der Kernenergie ++
Vortrag von Dr. Sebastian Pflugbeil
moderiert von Prof. Eugen Eichhorn (DJF Berlin e.V.)
ber die Katastrophe von Tschernobyl gibt es eine Flle von Forschungsergebnissen. Sebastian Pflugbeil sammelte jahrzehntelang Daten, Publikationen und Gutachten ber den Unfallablauf, den radioaktiven Niederschlag und die verschiedenen Gesundheitsschden. Er belegt, dass der Reaktorunfall schwerwiegende gesundheitliche Schden (z. B. Krankheiten und Totgeburten) nicht nur in der Ukraine und Weirussland sondern auch in Deutschland und Westeuropa verursacht(e).
Auf der Grundlage dieser Erkenntnisse gibt er eine Einschtzung fr die bis heute andauernde Reaktorkatastrophe in Fukushima. Immer noch flieen Unmengen an radioktivem Material in den Pazifik und die Bergung der abgebrannten Brennstbe aus den Reaktorruinen ist mit erheblichen Problemen verbunden. Sein Hauptanliegen ist, die Desinformationspolitik der Regierungen und williger Wissenschaft zu durchdringen und Erkenntnisse ber die Katastrophe den Betroffenen zur Verfgung zu stellen.
Sebastian Pflugbeil studierte Physik und arbeitete in der medizinischen Grundlagenforschung. Seit 1999 ist er Prsident der Gesellschaft fr Strahlenschutz e.V. Die Atomkatastrophe im Kraftwerk Tschernobyl 1986 fhrte ihn viele Male in die Ukraine und nach Weirussland. Er ist einer der wenigen Experten aus dem Westen, die bis in das Innere der Atomruine Tschernobyl vordrangen.
Eintriff frei - um eine freiwillige Spende wird gebeten.
www.djf-ev.de
Veranstalter: Deutsch-Japanisches Friedensforum Berlin e.V. (DJF Berlin e.V)
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Di, 21. 10. um 19:00 | Robert-Havemann-Saal
Offenes Plenum
++ Attac Berlin ldt ein zum Gruppentreffen ++
Im Mittelpunkt des Treffens steht immer ein aktuelles politisches Thema mit kompetenten ReferentInnen und einer ausfhrlichen Diskussion. Das Monatsthema ist nachzulesen auf
http://attacberlin.de/ueber-attacberlin/plenum/
Alle Interessierten (auch und gerade Nicht- oder noch-Nicht-Attacies) sind herzlich willkommen!
Veranstalter: Attac Berlin
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Mo, 27. 10. um 19:00 | Robert-Havemann-Saal
++ Emanzipation in Zeiten der Krise betriebliche Selbstverwaltungsprojekte damals und heute ++
Seit dem Beginn der weltweiten Krise sind nicht nur in Europa selbstverwaltete Projekte entstanden. Im Februar 2014 trafen sich in Marseille Akteure aus verschiedenen Lndern, darunter auch aus Selbstverwaltungsprojekten in Brasilien. Es sind heute wie in frheren Zeiten vor allem auch Reaktionen auf eine krisenhafte gesellschaftliche Entwicklung, die zur Selbsthilfe und Eigeninitiative auffordert. Zugleich entstehen in diesem Prozess neue Formen des Arbeitens und Lebens, die eine Ahnung, eine konkrete Utopie vermitteln, wie eine Alternative zum Kapitalismus aussehen knnte.
Wir wollen zwei lngst vergangene Projekte betrieblicher Selbstverwaltung vorstellen und die Fragen diskutieren, welche emanzipatorischen Potentiale in ihnen steckten, aber auch, welche Grenzen deutlich wurden. War deren letztendliches Scheitern vorhersehbar? Sind sie vergleichbar mit den spteren und heutigen Versuchen kollektiven Wirtschaftens?
Jens Beckmann: Selbstverwaltung im Industriebetrieb: das Uhrenunternehmen LIP in Besancon in den 1970er und 1980er Jahren
Christiane Mende: Selbstverwaltung in der Krise. Die Geschichte der Glashtte Smuth in Nordhessen (1969-1989/90)
Florian Wagner: Selbstverwaltung in Lateinamerika heute. Neue Fragen, neue Probleme
Moderation: Willi Hajek (AK Geschichte)
Veranstalter: AK Geschichte, Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte und Stiftung Menschenwrde und Arbeitswelt
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Di, 28. 10. um 19:00 | Robert-Havemann-Saal
++ In der Geiselhaft der Staatsrson
Perspektiven langjhrig geduldeter Flchtlinge ++
Bleiberecht fr langjhrig Geduldete! Diese Forderung ist so alt wie das Phnomen der Duldung von Flchtlingen, deren Asylantrag zwar abgelehnt ist, aber die Abschiebung aus unterschiedlichen Grnden ausgesetzt ist. Letzteres zumeist, weil nicht an der eigenen Abschiebung mitgewirkt wurde. Fr die sog. Mitwirkungspflichverletzer*innen gelten besondere Sanktionen und Beschrnkungen. Meist ber Jahre hinweg leben Geduldete wie im offenen Vollzug und haben keine Aussicht auf einen regulren Aufenthalt. An ihnen demonstriert der Rechtsstaat sein Ordnungsdenken: Wer sich mit angeblich unlauteren Methoden eine Duldung verschafft, darf keine Perspektive auf ein Bleiberecht bekommen. Dieses Denken zieht sich seit Jahren durch die Aufenthaltsgesetze. Auch die aktuellen Reformvorhaben der Bundesregierung, kommen eher einer Bedrohung als einer Lsung gleich.
Bei der Veranstaltung werden Betroffene zu Wort kommen und ber die Wirkung der Sanktionen, ihren Alltag und ihre Perspektive sprechen. Der Rechtsanwalt Philip Rusche wird ber die juristische Praxis im Kampf von Geduldeten gegen Sanktionen und fr einen Aufenthalt berichten. Kay Wendel von Flchtlingsrat Brandenburg fasst die parlamentarischen Initiativen fr ein Bleiberecht Geduldeter in den letzten Jahren zusammen. Gemeinsam wollen wir Gegenstrategien und mgliche Anstze einer Legalisierungskampagne in Deutschland diskutieren.
Es wird Flsterbersetzungen deutsch/englisch geben.
http://bglbb.blogsport.de
Veranstalter: Bndnis gegen Lager Berlin/Brandenburg
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Mi, 29. 10. um 18:00 | Robert-Havemann-Saal
++ EcoCrowd Launch-Party ++
Nach monatelangen Vorbereitungen geht Ende Oktober EcoCrowd online, die nachhaltige Crowdfunding-Plattform der Deutschen Umweltstiftung. Gefeiert wird die Premiere mit einer groen Launch-Party am 29.10.14, auf der die EcoCrowd-Startprojekte Gelegenheit haben, sich dem Publikum persnlich vorzustellen. Die Party beginnt um 18 Uhr mit einer Prsentationsrunde un erreicht ihren Hhepunkt bei der feierlichen Life-Schaltung der Plattform. Unsere Gste sind herzlich eingeladen, danach mit uns weiterzufeiern.
www.ecocrowd.de
www.deutscheumweltstiftung.de
Veranstalter: Deutsche Umweltstiftung
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Mo, 03. 11. um 19:30 | Robert-Havemann-Saal
Ein feministischer und verteilungspolitischer Blick auf die Krise der reprsentativen Demokratie
++ Demokratiedefizit soziale Gerechtigkeit? ++
Die erhhte Reprsentanz von Frauen in Entscheidungsgremien der parlamentarischen Demokratie stellte eines der zentralen Ziele der zweiten Frauenbewegung dar. Mit diesem Ziel verband sich die Hoffnung, eine hhere Anzahl von Frauen in Schlsselpositionen der Politik, Wirtschaft und Justiz wrde auf langer Sicht zu Geschlechtergerechtigkeit fhren und dabei helfen, feministische Anliegen gesamtgesellschaftlich durchzusetzen. Aber hat sich diese Hoffnung wirklich erfllt? Wie steht es heute um das Verhltnis von Geschlechtergerechtigkeit und Verteilungsgerechtigkeit? Haben feministische Identitts- und Anerkennungspolitiken ungewollt dazu beigetragen, dass Verteilungsgerechtigkeit als zentrales feministisches Anliegen verloren ging? Und welche Chancen und Hindernisse bestehen fr feministische Politik auf globaler Ebene?
Unsere Podiumsteilnehmerinnen Nancy Fraser (New School for Social Research, New York City) und Uta Ruppert (Goethe Universitt, Frankfurt) werden diese und andere Fragen, die den derzeitigen Stand feministischer Kmpfe in Bezug auf Demokratie und soziale Gerechtigkeit betreffen, miteinander und im Austausch mit dem Publikum diskutieren.
http://calendar.boell.de/de/event/demokratiedefizit-soziale-gerechtigkeit
Dies ist eine Veranstaltung im Rahmen des Verbundprojekts "Gut vertreten? Update fr Demokratie" der Bll-Landesstiftungen. Fr mehr Informationen, siehe www.boell.de/de/gut-vertreten
Veranstalter: Bildungswerk Berlin der Heinrich-Bll-Stiftung
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Mi, 05. 11. um 17:00 | Robert-Havemann-Saal
Die Globalisierung auf See und ihre Konsequenzen fr den Wettlauf um die marinen Rohstoffe und die Ernhrungssicherheit
++ Ein anderes Meer ist mglich! ++
Die zunehmende Bedeutung der Meerespolitik fr das Nord-Sd-Verhltnis spiegelt sich unter anderem in der Verankerung eines meerespolitischen Ziels in der neuen UN-Agenda fr Sustainable Development Goals wider. Ernhrungssicherheit, Umwelt- und Klimaschutz wie auch die Rohstoffpolitik sind mittlerweile eng verknpft mit dem Meer. In immer rascherer Folge werden Projekte angestoen, die die Ozeane und ihre Schtze erschlieen sollen. Internationale Initiativen versuchen diese Vorhaben zu regulieren, whrend gleichzeitig die Konkurrenz zunimmt. Fragen des internationalen Seerechts und maritime Grenzkonflikte wie zwischen Japan und China um die Senkaku-Inseln erfahren so in vielen Teilen der Welt eine erhhte Aufmerksamkeit. Fischerei und Aquakultur sowie die Frderung von Erdl und -gas sind die Bereiche, in denen sich diese Entwicklung am deutlichsten abzeichnet. Inzwischen rcken aber ebenso der Tiefseebergbau und die Offshore-Energieproduktion mehr und mehr ins Blickfeld.
Es ist ein Wettlauf um die letzten groen, noch unerschlossenen Vorkommen von Naturressourcen, der erhebliche Auswirkungen auf das Nord-Sd-Verhltnis mit sich bringt. Verteilungsgerechtigkeit, umweltpolitische Vorsorgemassnahmen und die soziale Absicherung der lokalen Bevlkerungen sind angesichts dieser globalen Prozesse dringend zu diskutieren. Tatschlich sind es jedoch fast ausschlielich umweltpolitische Apekte, die in der ffentlichkeit eine breitere Aufmerksamkeit genieen, wenn das Meer zur Sprache kommt. Die soziale Dimension und die damit einhergehenden weltweiten politischen Verschiebungen bleiben oft unbeachtet, verborgen im Hintergrund.
Kai Kaschinski von Fair Oceans aus Bremen wird mit seinem Beitrag einen grundlegenden Einblick in die Meerespolitik geben und versuchen deutlich zu machen, dass es sich bei der Meerespolitik um ein wichtiges entwicklungspolitisches Themenfeld handelt. Ein Feld, das verschiedenste Bezugspunkte zu entwicklungspolitischen Kampagnen bietet und damit neue Handlungsmglichkeiten erffnet.
Referent: Kai Kaschinski leitet den Arbeitsschwerpunkt Fair Oceans. Der Verein fr Internationalismus und Kommunikation hat den Schwerpunkt 2009 gegrndet um an der entwicklungspolitischen Dimension der internationalen Meerespolitik zu arbeiten. Wesentliches Ziel des Vereins ist die Etablierung der Meerespolitik in der ffentlichen Debatte um die Entwicklungspolitik. Die Vernetzung von Entwicklungs- und Umweltorganisationen ist dabei ein wichtiger Aspekt, so koordiniert Fair Oceans unter anderem beim Forum Umwelt und Entwicklung die AG Meere. Die Projekte werden in Zusammenarbeit mit Brot fr die Welt organisiert und gefrdert von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des BMZ.
http://ber-ev.de/events/ein-anderes-meer-ist-moeglich-die-globalisierung-auf-see-und-ihre-konsequenzen-fuer-den-wettlauf-um-die-marinen-rohstoffe-und-die-ernaehrungssicherheit
Veranstalter: Berliner Entwicklungspolitischer Ratschlag (BER)
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Do, 06. 11. um 10:00 | Robert-Havemann-Saal
++ nr-Tagung Nonprofit-Journalismus ++
Wir mchten die Idee des Gemeinntzigen Journalismus mit Vertretern aus Politik, Journalismus und dem Nonprofit-Sektor diskutieren und praktische Beispiele zur Organisation und Finanzierung von Nonprofit-Bros geben.
Ihr Kommen zugesagt haben bereits Volker Lilienthal (Uni Hamburg/Message), Stephanie Reuter (Rudolf Augstein Stiftung), Jens Rehlnder (Volkswagen-Stiftung), Sonja Volkmann-Schluck und Hanno Gundert (n-ost), Daniel Drepper und David Schraven (Correctiv), Brigitte Alfter (Journalismfund.eu), Kai Schchtele (Freischreiber-Mitgrnder), Tabea Rner (Bndnis 90/Die Grnen), Halina Wawzyniak (Die Linke) u.v.a.
https://netzwerkrecherche.org/nonprofit/nr-tagung-nonprofit-journalismus/
Veranstalter: netzwerk recherche
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Fr, 07. 11. um 19:00 | (Raum wird nach Anmeldung bekanntgegeben)
Lesekreis
++ Freiheit und Utopie im 21. Jahrhundert!
Intellektuelle Bewaffnung durch Michel Foucault, Herbert Marcuse und Gustav Landauer ++
Utopisches Denken ermglicht das Denken ber eine bessere, andere Gesellschaft. Freiheit fr alle muss die radikale Bedingung fr eine solche sein.
Wenn ein Fabrikgebude in Bangladesh einstrzt und dabei mehr als Tausend Menschen in den Tod reit, Menschen, die fr uns die Kleidung nhen, dann liegt das globale, kapitalistische Ausbeutungsverhltnis offen auf der Hand. Trotzdem findet keine institutionalisierte Forschung statt, alternative Wirtschaftsmodelle zu entwickeln. Soviel zu unserer vermeintlich Ideologie-befreiten Regierung. Schlimmer noch: Die eigentlich offensichtliche Irrationalitt wird als Alternativlosigkeit verkauft. Und diese findet laut dem Philosophen Slavoj Zizek selbst im linken Lager viele Anhnger. Er sagt, dass wir fast alle implizite Anhnger des prokapitalistischen Politikwissenschaftlers Francis Fukuyama sind, der nach dem Fall der Sowjet-Union das "Ende der Geschichte" propagierte: den Systemsieg des westlichen liberal-demokratischen Kapitalismus als bestmgliches Endstadium menschlicher Gesellschaft. Im Hinblick auf den politischen Kampf der Refugees ist eine solche Haltung bestenfalls zynisch. Und
deshalb brauchen wir - neben politischer Praxis - Theorie: durch selbstorganisierte Bildung, um gegen diese ideologische Eindimensionalitt anzukmpfen!
Kommt zum Lesekreis und wir werden Texte Michel Foucaults (Poststrukturalismus), Herbert Marcuses (Kritische Theorie) und Gustav Landauers (Anarchismus) auf die Begriffe Utopie und Freiheit hin lesen und einfach mal schauen, was dabei herauskommt! Denn Bildung ist immer auch: intellektuelle Bewaffnung fr soziale Kmpfe!
Keine Vorkenntnisse ntig. (Es soll anspruchsvoll werden, aber natrlich nicht um den Preis, dass es keinen Spa macht.)
Anmeldung und Infos: freiheit_und_utopie_lesekreis[tt]bibliothekderfreien.de
Veranstalter: Bibliothek der Freien. Anarchistische Bcherei im Haus der Demokratie
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Mo, 10. 11. um 19:00 | Robert-Havemann-Saal
Eine linke (selbst-) kritische Bestandsaufnahme aus Ost- und Westperspektive
++ Der Mauerfall 1989 Fluch oder Segen? ++
Als sich am 9. November 1989 die Staatsgrenze der DDR fr jedermann ffnete, war ein entscheidendes Ziel sowohl der demonstrierenden Massen als auch der Opposition im Kampf um den Sturz des SED-Regimes erreicht. Die heutigen Sieger der Geschichte feierten das Ereignis als Auftakt eines Prozesses, der naturnotwendig mit der deutschen Einheit enden musste. Fr die Vertreter des alten SED-Regimes war es die endgltige Niederlage. Und die Linke? Wie ist sie mit dem Mauerfall umgegangen? Soll sie ihn feiern oder verfluchen?
Bis heute scheinen viele Linke in Ost und West kein Verhltnis zu diesem Ereignis gefunden zu haben. Zum einen hatten sie sich in dem System der Blockkonfrontation eingerichtet und mehrheitlich mit der Existenz der sozialistischen Staaten abgefunden. Es scheint so, als htte sie die nun offene Grenze eher gestrt? Dass fr Ost- und Westlinke sptestens seit dem 9. November nunmehr eine gemeinsame Geschichte begann, deren Verlauf auch von ihrem Verhalten bestimmt wurde, scheint bis heute kein akzeptierter Gedanke zu sein. Zum anderen fllt es hufig schwer, die Ereignisse vom Herbst 1989 als Revolution zu bezeichnen. Viele sehen nur das Ende einer Entwicklung, in der sich die Mehrheiten einen Beitritt zur Bundesrepublik herbeiwnschten. Der emanzipatorische Charakter der Basisbewegung vom Herbst 1989 und damit eine Reihe von Forderungen, die weit ber die bundesrepublikanische Realitt hinausgingen, sind aus dem Blickfeld geraten.
Wir wollen ohne Tabus solche Fragen diskutieren wie: Welche Haltung hatten Ost- und Westlinke gegenber den demonstrierenden Volksmassen, den vielen basisdemokratisch entstandenen Initiativen in- und auerhalb von Betrieben? Wie berechtigt ist die Kritik, es seien kaum antikapitalistische Forderungen aufgestellt worden? Wie und warum hat sich die Position der Linken zur nationalen Frage in Deutschland verndert. Warum gab es nach der Grenzffnung viel zu selten ein Zusammengehen der Linken Ost und West?
http://geschichtevonuntenostwest.wordpress.com/ak-texte/
Veranstalter: AK Geschichte sozialer Bewegungen Ost West
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Di, 11. 11. um 18:00 | Robert-Havemann-Saal
++ "Weil ich es denjenigen schuldig bin, die im Lager geblieben und gestorben sind" ++
Am 1.Dezember 1942 wurde- auf dem Gelnde des "Ghettos Litzmannstadt"- das Kinder- und Jugend-KZ "fr kriminelle und asoziale polnische Mdchen und Jungen" eingerichtet. Grnde der Inhaftierung waren oft lediglich kleine Diebsthle von Nahrungsmitteln, unerlaubter Erwerb von Lebensmittelkarten, "Verwahrlosung". Aber auch Waisen (sog. "Terroristen- und Banditenkinder") von verschleppten Zwangsarbeiter_innen, Partisan_innen und Massakeropfern wurden von der Reichskriminalpolizei, den Jugendmtern und der SS dort eingewiesen. Bis zur Befreiung des Lagers am 18.Januar 1945 wurden tausende Kinder und Jugendliche zwischen 2 und 16 Jahren inhaftiert. Sie waren Hunger, Zwangsarbeit und krperlicher Gewalt ausgesetzt, viele von ihnen starben. Die beiden berlebenden des Kinder- und Jugend-Konzentrationlagers in ?d? Czeslawa Henke und Alfreda Bolinska werden von ihren Erfahrungen im Lager berichten, ber Schwierigkeiten und Mglichkeiten der Solidaritt und auch dem Weiterleben nach der Befre
iung vom Nationalsozialismus. Moderation und Einleitung: Stewo J?drzejczyk.
Veranstalter: Initiative fr einen Gedenkort ehemaliges KZ Uckermark e. V. in Kooperation mit der Heinrich-Bll-Stiftung
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Do, 13. 11. um 19:00 | Robert-Havemann-Saal
Lesung
++ Glaube unter imperialer Macht. Eine palstinensische Theologie der Hoffnung ++
Das neue Buch des bekannten Pfarrers aus Bethlehem, Dr. Mitri Raheb Glaube unter imperialer Macht. Eine palstinensische Theologie der Hoffnung erschien Ende September im Gtersloher Verlagshaus. Seitdem wird es auch in Deutschland hei diskutiert. In Berlin stellt Raheb sein Werk am 13. November 2014 um 19 Uhr im Haus der Demokratie und Menschenrechte, Greifswalder Str. 4, 10405 Berlin vor. Er wird Auszge lesen und Fragen zu seinem neuen Werk wie auch zur aktuellen Situation im Heiligen Land beantworten.
Der Eintritt ist frei. Um Spenden zugunsten der Gemeinde Bethlehem wird gebeten.
Autoreninformation:
Pfarrer Dr. Mitri Raheb (*1962 in Bethlehem); ist palstinensischer Christ und seit 1988 Pfarrer an der Weihnachtskirche in Bethlehem, die zur Evangelisch-Lutherischen Kirche in Jordanien und im Heiligen Land (ELCJHL) gehrt. Er grndete 1995 das Internationale Begegnungszentrum in Bethlehem (International Center of Bethlehem ICB). Dieses Kultur- und Konferenzzentrum wurde 2002 zum Teil von der israelischen Armee zerstrt und das Gelnde besetzt. 1998 grndete Raheb die Dar-al-Kalima-Schule, 2003 wurde das Dar-al-Kalima-Gesundheitszentrum erffnet, im Dezember 2011 eine neue Fachhochschule eingeweiht.
2008 wurde Raheb fr seinen Einsatz fr den Frieden zwischen Israel und den Palstinensern mit dem Aachener Friedenspreis ausgezeichnet. 2011 erhielt er den Deutschen Medienpreis.
Raheb studierte evangelische Theologie in Bethlehem, am Missionsseminar Hermannsburg und an der Philipps-Universitt Marburg. Er promovierte ber Das Erbe der Reformation bei den Palstinensern. Die Geschichte der evangelisch-lutherischen Kirche in Jordanien. Er ist verheiratet und hat zwei Tchter.
Neben anderen christlichen Wrdentrgern im Heiligen Land wie dem emeritierten Lateinischen Patriarchen von Jerusalem Michel Sabbah gehrt Raheb zu den Autoren des sogenannten Kairos-Palstina-Dokuments, in dem die israelische Besetzung der Palstinensergebiete als Snde vor Gott verurteilt und an die Dringlichkeit von Frieden und Gerechtigkeit fr Palstina erinnert wird.
www.jerusalemsverein.de
Veranstalter: Jerusalemsverein im Berliner Missionswerk
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Das ganze Programm:
http://www.hausderdemokratie.de/artikel/programm.php4
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Stiftung
Haus der Demokratie und Menschenrechte
Greifswalder Str. 4
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