Newsletter Haus der Demokratie und Menschenrechte

6 years ago


Text only:

* AKTUELLES
++ 1.) telegraph #124 erschienen ++
++ 2.) Gemeinsame Stellungnahme von AI, HU, ILfM, Komitee f. Grundrechte und RAV: Kriterien fr eine unabhngige Kontrollinstanz zur Untersuchung von Polizeigewalt ++
++ 3.) Mehr Demokratie ldt ein: Bundesweiter Aktionstag zur EU-Kampagne Volksentscheid - sonst klagen wir!" - am 9. Juni bundesweit an verschiedenen Orten ++
++ 4.) kolko empfiehlt: E-Petition an Bundestag zu mehr Transparenz bei Steinkohleimporten ++
++ 5.) JungdemokratINNen/ Junge Linke laden ein: Hanbuch gegen Arbeits-Zwang - release-party am 29.06.2012 ++
++ 6) Informationsverbund Asyl empfiehlt: Diakonie und Pro Asyl verffentlichen neuen Bericht zum "Dublin-System" ++
++ 7.) Staatliche Grundrechtsverweigerung gegenber den Brgerinnen und Brgern: Grundrechte-Report 2012 in Karlsruhe vorgestellt. Frhere Bundesjustizministerin Herta Dubler-Gmelin sieht tiefen Graben zwischen Versprechen und Wirklichkeit der Menschenrechte in Deutschland. Pressemitteilung der Humanistischen Union vom 21.05.12 ++
++ 8.) Grne Liga informiert: Vattenfall verklagt Deutschland Kunden sind zum Wechsel aufgefordert ++
++ 9.) [Weiterleitung] Einladung und Aufruf zur Mitgestaltung: Die 10. Berliner Tage des Interkulturellen Dialogs ... miteinander reden voneinander erfahren gemeinsam handeln ++
* AUSSTELLUNGEN
++ noch bis 13. 06. 2012: Ausstellung "Unrecht an Kindern und Jugendlichen im deutschen Faschismus: verfolgt - deportiert - widerstndig - elternlos - versteckt" ++
* VORSCHAU VERANSTALTUNGSPROGRAMM 05. 06. - 09. 07. 2012
Di, 05. 06. um 19:00
Islamismus oder Konterrevolution? Diskussion in englischer Sprache u. a. mit dem gyptischen Filmemacher und Blogger Philip Rizk
Mi, 06. 06. um 19:00
Zwangsarbeit: Schuhe flicken fr Salamander. Lesung im Rahmen der Ausstellung
Do, 07. 06. um 18:00
Nach der Wahl ist vor der Wahl - Entwicklungspolitik nach der Landtagswahl: Zivilgesellschaft und Politik in der Debatte. Podiumsdiskussion
Di, 12. 06. um 19:00
Auf der Suche nach dem Rosengarten, Echte Alternativen zur Psychiatrie umsetzen: Projektprsentation mit anschlieender Podiumsdiskussion
Mi, 13. 06. um 19:00
"Unrecht an Kindern und Jugendlichen von 1933 - 1945" und "vergessene Opfer" als Herausforderung der Erinnerungspolitik: Abschlussdiskussion zur Ausstellung
Fr, 15. 06. um 14:00
weltwrts vom Entwicklungsdienst light zum entwicklungspolitischen Lern- und Austauschdienst? Jahresveranstaltung der Stiftung Nord-Sd-Brcken
Di, 19. 06. um 19:00
Offenes Plenum: Attac Berlin ldt ein zum Gruppentreffen
Do, 21. 06. um 20:00
Waffenexporte ins sdliche Afrika: Ein Geschft mit dem Tod: Vortrag
Di, 26. 06. um 18:00 | Robert-Havemann-Saal
Menschenrechte in Honduras und der europische Freihandelsvertrag mit Zentralamerika: Podiumsdiskussion
Sa, 30. 06. ab 09:30
Afghanistan nach 2014: Workshop
Mo, 09. 07. um 19:00
Das Begehren, ein Land zu verlassen. Waren die Ausreiseantragsteller in der DDR ein Hindernis fr die Opposition oder waren sie Widerstandskmpfer? Streitgesprch
**************************************************
* AKTUELLES
**************************************************
++ 1.) telegraph #124 erschienen ++
Aus dem Editorial:
"Mit der Nummer 124 erscheint wieder eine neue, tolle Ausgabe des telegraph und in der Politik, wen berraschts, scheint alles wie gehabt. Die Billionen, die Europa und die USA in ihre Finanzkreislufe pumpen, haben immer noch keinen sprbaren Effekt. Immer mehr chzen die Lnder unter der Last der kapitalistischen Krise ersaufen in Schulden. Staaten verschulden sich bei Banken um Banken zu retten. Riesenkredite, die Banken und ganze Lnder am Leben halten, den Aufschwung ankurbeln sollen, sind im Prinzip irre Wetten auf erhoffte knftige Einnahmen. Alles ist verschuldet. Ein Kollaps des globalen Finanzsystems ist berreif.
In einigen Staaten bemht man sich jetzt nicht mal mehr, den Schein brgerlicher Demokratie zu wahren. Wenns nicht luft wie erhofft, wird das durch Wahlen mehr oder weniger legitimierte politische Personal mal flott durch sogenannte Wirtschafts- und Finanzfachleute ersetzt. Wer den Euro haben will, muss sich einem strengen Regime unterwerfen", schreibt die FAZ und fragt Wie belastbar sind europische Demokratien?". Die passende Antwort auf die Frage gibts gleich hintendran: Souvernitt endet da, wo die Solvenz endet: Was ist, wenn auch die Fachleute versagen oder gar der Souvern nicht mehr mitspielen will? Werden wir dann in Europa wieder Militrdiktaturen haben? Zerfllt ihr Euro-Europa in Arm- und Reich-Europa? Wer wei das schon.
Auch in Krisengewinnler-Deutschland wei man noch nicht genau, was kommt, installiert aber vorsichtshalber einen Gesundbeter als Bundesprsidenten. Von der Mitte bis weit in das rechtsradikale deutsche Politspektrum ist man sich einig: Wir sind Prsident! (Junge Freiheit vom 24.2.12).
Wir kennen Pfarrer Joachim Gauck aus unserer Revolutionsgeschichte und danach als Freund der Mchtigen. In den letzten zwanzig Jahren fiel er uns vor allem als jemand auf, der sich gern gegen linke Gesellschaftskritik in Stellung bringen lsst und der es offensichtlich liebt, das massenmrderische Dritte Reich mit der spieigen Erziehungsdiktatur der DDR gleichzusetzen..."
Weiterlesen
http://www.telegraph.ostbuero.de/124/editorial124.html
Inhalt und Bestellmglichkeit unter
http://www.telegraph.ostbuero.de/
**************************************************
++ 2.) Gemeinsame Stellungnahme von AI, HU, ILfM, Komitee f. Grundrechte und RAV: Kriterien fr eine unabhngige Kontrollinstanz zur Untersuchung von Polizeigewalt ++
Die unzureichende Aufklrung rechtswidriger Gewaltanwendung durch Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte ist ein strukturelles Problem und brgerrechtlich nicht hinnehmbar. Die Einfhrung einer allgemeinen Kennzeichnungspflicht fr Polizeibedienstete, wie sie in Berlin erfolgt, kann nur einen ersten Schritt bei der Bearbeitung dieses Problems darstellen. Sie erleichtert es zumindest, die Akteure rechtswidriger bergriffe zu identifizieren. Daneben gibt es eine Vielzahl von selbstorganisierten Aktivitten, die eine wichtige Rolle bei der Kontrolle von polizeilichem Handeln einnehmen. Dazu gehren Demonstrationsbeobachtungen ebenso wie Untersuchungskommissionen, die zur Aufklrung bestimmter Flle von Polizeigewalt oder Todesfllen im Polizeigewahrsam eingerichtet wurden, wie beispielsweise nach der Ttung von Dennis S. in Berlin Ende 2008 oder dem gewaltsamen Polizeieinsatz bei einer Demonstration gegen Stuttgart 21 im Herbst 2010. Diese Initiativen sind notwendig, um zumindest partiell
eine Kontrolle polizeilichen Handelns von auen zu gewhrleisten. Sie allein reichen aber nicht aus. Auch die Kontrolle durch die Landtage ist hilfreich, aber nicht ausreichend, da sie nur punktuell mutmalich rechtswidriges Handeln durch die Polizei aufgreift, nicht aber kontinuierlich und systematisch.
http://www.rav.de/
**************************************************
++ 3.) Mehr Demokratie ldt ein: Bundesweiter Aktionstag zur EU-Kampagne Volksentscheid - sonst klagen wir!" - am 9. Juni bundesweit an verschiedenen Orten ++
Am Samstag, dem 9. Juni, veranstalten wir einen Aktionstag, an dem in mehreren Bundeslndern parallel Untersttzer/innen fr unsere Kampagne "Europa braucht mehr Demokratie" gesammelt werden sollen.
Wir laden alle Interessierten, Untersttzerinnen und Untersttzer und Bndnisorganisationen ein, gemeinsam mit uns Vollmachten fr die geplante Verfassungsbeschwerde zu ESM und Fiskalvertrag zu sammeln. Wir klagen aus demokratiepolitischen Grnden und um einen bundesweiten Volksentscheid zu den beiden EU-Vertrgen zu erwirken. Hier gibt es einige Informationen zu den Veranstaltungsorten. Diese Liste wird im Laufe der kommenden Woche noch um genaue Treffpunkte-Zeiten und mgliche weitere Orte aktualisiert:
Veranstaltungsorte:
Berlin (10 12 Uhr | Wochenmarkt auf dem Boxhagener Platz, Ecke Krossener Str. / Gabriel-Max-Str., 10245 Berlin) Bochum (10 18 Uhr |Kortumstr. vor C&A, 44787 Bochum) Freiburg Kln (12 16 Uhr | Rudolfplatz, 50674 Kln) Mnster (16 18 Uhr | Ludgeristr., 48143 Mnster) Pforzheim Stuttgart
Bei Fragen zu Orten und Zeiten oder Ideen fr zustzliche Aktionen bitte an das jeweilige Landesbro wenden. Wir freuen uns ber jede Hilfe!
Landesbro Baden-Wrttemberg (Tel.: 0711 - 5091010)
Landesbro Berlin (Tel.: 030 - 42082370)
Landesbro Hamburg (Tel.: 040 - 31769100)
Landesbro Nordrhein-Westfalen (Tel.: 02203 - 592859)
http://www.mehr-demokratie.de
http://www.verfassungsbeschwerde.eu/
**************************************************
++ 4.) kolko empfiehlt: E-Petition an Bundestag zu mehr Transparenz bei Steinkohleimporten ++
Mit dem Slogan Licht an fr die Menschenrechte, fordert die Menschenrechtsorganisation FIAN mehr Transparenz bei Steinkohleimporten und hat unter anderem eine E-Petition beim Deutschen Bundestag dafr gestartet. Gerade die Situation in Kolumbien, wo im Kontext von Kohleabbau immer wieder die Rechte der lokalen Bevlkerung verletzt werden macht deutlich, wie wichtig Transparenz in diesem Bereich ist.
Sie finden die Petition hier:
https://epetitionen.bundestag.de/?action=petition;sa=details;petition=24056
Um mitmachen zu knnen, mssen Sie sich hier registrieren:
https://epetitionen.bundestag.de/?action=register
Zur FIAN-Kampagnen-Seite:
http://kohleimporte.de/home/
Zu den Informationen bei kolko:
http://kolko.net
**************************************************
++ 5.) JungdemokratINNen/ Junge Linke laden ein: Hanbuch gegen Arbeits-Zwang - release-party am 29.06.2012 ++
Das Handbuch gegen Arbeitszwang ist erschienen!
Die Autor_innen des Handbuch gegen Arbeitszwang werden ihre Texte vorstellen. Danach gibt es Zeit fr Fragen und Diskussionen sowie Musik aus der Dose!
WO: Freitag 29. Juni 2012
20 Uhr im Projektraum H48 Hermannstr. 48 (zweiter Hinterhof)
Themen:
* Arbeitszwang und Neoliberalismus
* Migration und Arbeit
* Arbeit - Hausarbeit
* What the fuck is Arbeit
* Geschichte des Arbeitszwang
* Gefangenenarbeit in der BRD
* Bildung und Arbeit
Neuauflage des bereits im Jahr 2000 erschienen Handbuchs gegen Arbeitszwang.
"In regelmigen Abstnden wird in der bundesdeutschen ffentlichkeit die Hetze gegen vermeintliche Sozialschmarotzer_innen neu entfacht. Im Kreuzfeuer der Kritik stehen dabei Menschen, denen unterstellt wird, nicht arbeiten zu wollen, keinen ausreichenden Leistungswillen zu zeigen, dem Staat auf der Tasche zu liegen, etc. Dieser Debatte wollen wir uns mit der Neuauflage des Handbuch gegen Arbeit entgegenstellen. Wir wollen hier aus emanzipatorischer Perspektive etwas breiter diskutieren, was Arbeit denn eigentlich ist, und in welchen Situationen sie uns - meist als Herrschaftsmechanismus - begegnet. Dabei haben weder die Autor_innen noch die Redaktion sich auf eine gemeinsame Definition des Begriffs Arbeit geeinigt. Auch wollen wir keine einheitliche Meinung zum strategischen Umgang damit prsentieren. Vielmehr handelt es sich um eine Ansammlung unterschiedlicher Meinungen, die das Thema aus verschiedenen Perspektiven aufgreifen. Allen Artikeln gemeinsam ist jedoch eine
Kritik am Zwang zur Lohnarbeit im Kapitalismus und an der Dmonisierung von Faulheit. Das Handbuch bezieht sich dabei auf die Situation in der BRD und setzt diese teilweise in einen europischen Kontext..."
Viel Spa beim Lesen, Diskutieren und Faulenzen wnscht : JD/JL Berlin
Hier knnt ihr es digital betrachten
http://jungdemokraten.de/relaunch/uploads/arbeitszwang-web.pdf
oder kostenlos bei uns in der Landesgeschftsstelle oder bei Infostnden bekommen. Eine Verschickung ist leider nur gegen Portospende mglich.
http://jungdemokraten.de
**************************************************
++ 6) Informationsverbund Asyl empfiehlt: Diakonie und Pro Asyl verffentlichen neuen Bericht zum "Dublin-System" ++
Das Diakonische Werk und Pro Asyl haben eine neue Broschre mit dem Titel Flchtlinge im Labyrinth Die vergebliche Suche nach Schutz im europischen Dublin-System verffentlicht. Sie beschreibt das Asylsystem verschiedener europischer Lnder und geht auf die Auswirkungen der europischen Rechtsprechung auf das "Dublin-System" ein.
In der Broschre werden Darstellungen des Asylsystems in Malta, Rumnien, Italien, Griechenland und Deutschland durch Falldarstellungen und Aussagen von Flchtlingen ergnzt, die in den verschiedenen Lndern Obdachlosigkeit, Hunger, Inhaftierungen und Gewalt erleben mussten.
Weiterhin werden die politischen Konsequenzen der Dublin-II-Verordnung fr die Europische Union als Staatenbndnis analysiert und die Auswirkungen aktueller Urteile des Europischen Gerichtshofs fr Menschenrechte und des Gerichtshofs der Europischen Union aufgezeigt.
Die Broschre kann bei Pro Asyl fr 3,00 Euro in einer Druckversion bestellt werden
http://www.proasyl.de/de/shop/3/
und sie steht zum Download zur Verfgung
http://www.proasyl.de/fileadmin/proasyl/fm_redakteure/Broschueren_pdf/Broschuere_Dublin_April_2012_WEB.pdf
http://www.asyl.net
**************************************************
++ 7.) Staatliche Grundrechtsverweigerung gegenber den Brgerinnen und Brgern: Grundrechte-Report 2012 in Karlsruhe vorgestellt. Frhere Bundesjustizministerin Herta Dubler-Gmelin sieht tiefen Graben zwischen Versprechen und Wirklichkeit der Menschenrechte in Deutschland. Pressemitteilung der Humanistischen Union vom 21.05.12 ++
Am 21. Mai 2012 haben in Karlsruhe acht Brger- und Menschenrechtsgruppen den Grundrechte-Report 2012 vorgestellt. Der jhrlich erscheinende Bericht zur Lage der Brger- und Menschenrechte wird in diesem Jahr von der frheren Bundesjustizministerin, Prof. Dr. Herta Dubler-Gmelin, prsentiert. Sie zeigte sich angesichts der zahlreich dokumentierten Grundrechtsverletzungen besorgt ber die Verfassungs- und Menschenrechtswirklichkeit in Deutschland:
"Der Graben zwischen den Menschenrechtsversprechen und dem Alltag vieler Menschen kann auch in Deutschland durchaus breit sein, allen Verpflichtungen aus dem Grundgesetz und allen Bemhungen von Gesetzgeber, Behrden und Gerichten zum Trotz. Der Grundrechte-Report der deutschen Menschenrechtsorganisationen hilft nicht nur dabei, den Graben zu vermessen, sondern auch, ihn zu schlieen. Das ist sein groes Verdienst."
Ganze Pressemitteilung sowie Bestellmglichkeit unter
http://www.humanistische-union.de
**************************************************
++ 8.) Grne Liga informiert: Vattenfall verklagt Deutschland Kunden sind zum Wechsel aufgefordert ++
Anlsslich der Klage des schwedischen Atomkonzerns Vattenfall gegen die Bundesrepublik Deutschland vor dem internationalen Schiedsgericht ICSID ruft das Aktionsbndnis "Atomausstieg selber machen" (http://www.atomausstieg-selber-machen.de/), bei dem auch die GRNE LIGA mitwirkt, Vattenfall-Kunden auf, dem Grokonzern zu kndigen.
http://www.grueneliga.de
**************************************************
++ 9.) [Weiterleitung] Einladung und Aufruf zur Mitgestaltung: Die 10. Berliner Tage des Interkulturellen Dialogs ... miteinander reden voneinander erfahren gemeinsam handeln ++
Dialogtische vom 15. Oktober bis 15. November 2012 - Anmeldung bis 15. Juni 2012
775 JAHRE BERLIN WER MACHT GESCHICHTE(N)?
Die Veranstaltungsreihe ist eine gemeinsame Initiative des Antirassistisch-Interkulturellen
Informationszentrums ARiC Berlin e.V. und eines breiten Netzwerks von Organisationen und
Institutionen. Wie in den vergangenen Jahren rufen wir Vereine, Bildungseinrichtungen,
Nachbarschaftszentren, Institutionen, Verwaltungen, Unternehmen, Selbstorganisationen von
Migrant_innen, Quartiersmanagementbros und Privatpersonen dazu auf, die Berliner Tage des
Interkulturellen Dialogs mitzugestalten...
http://www.tage-des-interkulturellen-dialogs.de/
**************************************************
* AUSSTELLUNG
**************************************************
bis 13. 06. 2012 | Robert-Havemann-Saal & Foyer
werktags von 10:00 - 17:00 & nach Vereinbarung
Abschlussdiskussion: 13. 06. um 19:00 | Robert-Havemann-Saal
++ Unrecht an Kindern und Jugendlichen im deutschen Faschismus:
verfolgt - deportiert - widerstndig - elternlos - versteckt ++
In den Jahren der Arbeit des Arbeitskreises Marginalisierte - gestern und heute! fiel auf, dass zwischen 1933 und 1945 viele Kinder und Jugendliche Opfer von drakonischen und unmenschlichen Aktionen der deutschen Faschisten wurden.
Einschneidende Stationen waren die Nrnberger Rassegesetze, das Erbgesundheitsgesetz, die Gesetze zur Verfolgung gefhrlicher Gewohnheitsverbrecher und zur Inhaftnahme wegen Bettelei und Landstreicherei, die Verschrfung des Paragraphen 175 StGB und andere verbrecherische Gesetze. Sie sollten dem grausamen Vorgehen gegen unterschiedliche Bevlkerungsgruppen einschlielich der Kinder und Jugendlichen den Schein von Legitimitt verleihen.
Kinder und Jugendliche erfuhren Verfolgung, Inhaftierung, Folter, Zwangsarbeit, Verurteilungen und wurden in die Illegalitt getrieben. Sie wurden in Anstalten gesperrt und mussten ohne Eltern und Bildungsangebote aufwachsen. Viele wurden nie als Opfer des Faschismus anerkannt. Darunter die, welche sich verstecken konnten, sogenannte Asoziale, Homosexuelle, Zwangssterilisierte, Kinder ermordeter Widerstandskmpfer und Kinder, welche in den Zuchtanstalten des NS Lebensborns aufwachsen mussten.
In antifaschistischen Kreisen kamen einige Opfer erst in den spteren Jahren in das Blickfeld der Erinnerungsarbeit. Die Konzentration auf Opfergruppen und Gruppen des antifaschistischen Widerstandes folgte anfnglich dem Wunsch gerechte Entschdigungsleistungen zu gewhren. Das Problem war aber, dass die Nazis derart absurd vielen Menschen nach dem Leben trachteten, dass das gruppenspezifische Gedenken immer auch Gefahr lief, etwas unerwhnt zu lassen. Noch heute knnen die Mordaktivitten kaum in Worte gefasst werden.
Da offensichtlich rechte nationalistische Kreise das gesellschaftliche Klima bestimmen und die Mehrheit der Gesellschaft sich dies gefallen lsst, gibt es noch heute "vergessene" Opfergruppen. Dass und warum es in dieser Frage Handlungsbedarf gibt, dazu wollen wir uns verstndigen.
Die Freiburger Ausstellung zum Lager Gurs und zum "Nazi-Terror gegen Jugendliche" hatte die Frage der "vergessenen Opfer" bereits 2007 in beeindruckender Weise aufgegriffen. Schler_innen aus acht Schulen der Freiburger Region waren den Schicksalen von Kindern, Jugendlichen, jungen Erwachsenen und behinderten Personen unter Federfhrung der Katholischen Akademie der Erzdizese Freiburg nach gegangen. Wir freuen uns, dass es uns gelungen ist, vierzig Tafeln dieser Ausstellung in Berlin zu zeigen.
Ganz im Sinne dieser Aufklrung haben sich 26 Schler_innen der Klasse 9a des Felix-Mendelssohn-Bartholdy Gymnasiums auf die Spurensuche nach Berliner Kindern und Jugendlichen gemacht, denen im deutschen Faschismus Unrecht geschah.
In der Ausstellung sehen wir von ihnen u.a Tafeln zu den nachfolgenden Themen:
* Zeittafel zur Verfolgung jdischer Menschen von 1933 bis 1945
* Unbekannte Groe Helden
* Rolf Joseph - Jugend im "Dritten Reich"
* Verfolgung Homosexueller
* "Euthanasie" an Kindern und Jugendlichen
* Bildung nur fr den Kriegseinsatz
* Zeitstrahl 1933-1945
* Psychologische Folgen von Verfolgung und Verrat
Veranstalter: A. Allex & I. Rathfelder in Kooperation mit Anne-Frank-Fonds, Arbeitskreis Marginalisierte-gestern und heute!, Berliner Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der AntifaschistInnen e. V., Clever - Verein fr internationale Bildung e. V., Extramural e. V. - Verein fr internationale Bildung gegen soziale Ausgrenzung, Hinkelstein-Druck sozialistische GmbH, Katholische Akademie der Erzdizese Freiburg, Klasse 9a der Felix-Mendelssohn-Bartholdy Schule, Schwules Museum, Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten e.V. & Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte
**************************************************
* VORSCHAU VERANSTALTUNGSPROGRAMM
* 05. 06. - 09. 07. 2012
**************************************************
Di, 05. 06. um 19:00 | Robert-Havemann-Saal
++ Islamismus oder Konterrevolution? ++
Veranstaltung in englischer Sprache mit dem gyptischen Filmemacher und Blogger Philip Rizk und der Knstlerin Jasmina Metwaly. Moderation: BETTINA MARX, Deutsche Welle-Korrespondentin im Hauptstadtstudio
Am 16. und 17. Juni findet in gypten die Stichwahl um das Prsidentenamt statt. Die Ergebnisse der ersten Wahlrunde sorgten fr wtende Proteste gegen die unfaire und undemokratische Abstimmung. Nach dem Arabischen Frhling und der Entmachtung von Hosni Mubarak im vergangenen Jahr hofften viele Brger auf demokratische Entwicklungen. Der regierende Militrrat unterdrckt die Meinungsfreiheit und geht gewaltsam gegen Demonstranten vor. Die instabile politische Lage wirft viele Fragen auf: Was ist von dem Arabischen Frhling geblieben? Welche Zukunft versprechen die zwei verbliebenen Kandidaten fr gypten? Welche Rolle spielt zuknftig das Militr? Wie stehen die Aussichten auf eine demokratische Entwicklung und eine verbesserte Menschenrechtslage?
PHILIP RIZK, deutsch-gyptischer Filmemacher und Blogger, wurde im Februar 2009 nach einer Pro-Gaza-Demonstration fnf Tage lang verhaftet. Reporter Ohne Grenzen berichtete ber den Fall und setzte sich fr seine Freilassung ein. In seinem Blog tabula gaza und auf dem YouTube-Kanal der Mosireen Filmkollektive berichtet er ber die aktuellen Ereignisse in Kairo.
JASMINA METWALY ist gyptisch-polnische Knstlerin und Filmemacherin. Sie ist Mitglied der Mosireen Videokollektive und hlt im nahen Osten und Europa regelmig Kunstausstellungen.
Whrend der Veranstaltung werden Filme von Philip Rizk und seiner Kollegin Jasmina Metwaly gezeigt.
Anmeldungen bitte an: kontakt(at)reporter-ohne-grenzen.de
Veranstalter: Reporter Ohne Grenzen und OMRAS e.V.
**************************************************
Mi, 06. 06. um 19:00 | Robert-Havemann-Saal
Zwangsarbeit: Schuhe flicken fr Salamander
Lesung im Rahmen der Ausstellung "Unrecht an Kindern und Jugendlichen im deutschen Faschismus:: verfolgt - deportiert - widerstndig - elternlos - versteckt"
von und mit Vera Friedlnder (Berliner VVN-BdA)
Veranstalter: A. Allex & I. Rathfelder in Kooperation mit Anne-Frank-Fonds, Arbeitskreis Marginalisierte-gestern und heute!, Berliner Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der AntifaschistInnen e. V., Clever - Verein fr internationale Bildung e. V., Extramural e. V. - Verein fr internationale Bildung gegen soziale Ausgrenzung, Hinkelstein-Druck sozialistische GmbH, Katholische Akademie der Erzdizese Freiburg, Klasse 9a der Felix-Mendelssohn-Bartholdy Schule, Schwules Museum, Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten e.V. & Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte
**************************************************
Do, 07. 06. um 18:00 | Robert-Havemann-Saal
Podiumsdiskussion zur Landesentwicklungspolitik nach der Abgeordnetenhauswahl
++ Nach der Wahl ist vor der Wahl - Entwicklungspolitik nach der Landtagswahl: Zivilgesellschaft und Politik in der Debatte ++
Welche entwicklungspolitischen Akzente setzen die Parteien? Wie stehen sie zu den Forderungen der entwicklungspolitischen Nichtregierungsorganisationen?
Es diskutieren die Berliner Abgeordneten:
- Frank Jahnke (SPD, entwicklungspolitischer Sprecher)
- Heiko Melzer (CDU, wirtschaftspolitischer Sprecher)
- Clara Herrmann (B90/ Die Grnen, entwicklungspol. Sprecherin)
- Evrim Baba-Sommer (Die Linke, entwicklungspolitische Sprecherin)
- NN (Piraten)
und Sylvia Werther (Sprecherin des BER)
anschlieend: Fairer Snack mit Umtrunk
Alle Interessierten sind wie immer herzlich willkommen!
Veranstalter: Berliner Entwicklungspolitischer Ratschlag (BER)
**************************************************
Di, 12. 06. um 19:00 | Robert-Havemann-Saal
Projektprsentation mit anschlieender Podiumsdiskussion
++ Auf der Suche nach dem Rosengarten, Echte Alternativen zur Psychiatrie umsetzen ++
Die Dokumentation stellt eine umfangreiche Wissenssammlung dar und enthlt wegweisende Beitrge zu Themen wie Psychiatrie-Betroffene in Forschung und Wissensproduktion, betroffenenkontrollierter Praxis, Umgang mit Suizidalitt und Selbstverletzung, sowie zu Mglichkeiten der Kooperation und Partnerschaften mit professionell Ttigen. Einige Autor_innen sind zum ersten Mal in die deutsche Sprache bersetzt worden.
Programm:
Begrung: Stefan Brunling, Verein zum Schutz vor psychiatrischer Gewalt e.V.
Auf der Suche nach dem Rosengarten Einfhrung in die Dokumentation: Jasna Russo, Projektkoordinatorin
Diskussion: Die Rolle des Erfahrungswissens Psychiatrie-Betroffener
Auf dem Podium: Prof. Dr. Viola Balz, Professorin fr Klinische Psychologie und psychosoziale Beratung Evangelische Hochschule Dresden; Heinrich Beuscher, Landesbeauftragter fr Psychiatrie, Senatsverwaltung fr Gesundheit und Soziales (angefragt); Jens Obermark, Mitarbeiter Weglaufhaus; Matthias Rosemann, Geschftsfhrer Trger e. V. Moderation:
Iris Hlling, Verein zum Schutz vor psychiatrischer Gewalt e.V.
Die Dokumentation wird vor Ort verteilt. Im Anschluss laden wir Sie zu einem kleinen Imbiss ein. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!
Fr die finanzielle Untersttzung dieser Veranstaltung bedanken wir uns beim Parittischen Wohlfahrtsverband LV Berlin.
Veranstalter: Verein zum Schutz vor psychiatrischer Gewalt e.V.
**************************************************
Mi, 13. 06. um 19:00 | Robert-Havemann-Saal
++ "Unrecht an Kindern und Jugendlichen von 1933 - 1945" und "vergessene Opfer" als Herausforderung der Erinnerungspolitik ++
Abschlussdiskussion zur Ausstellung "Unrecht an Kindern und Jugendlichen im deutschen Faschismus: verfolgt - deportiert - widerstndig - elternlos - versteckt"
A. Allex, Arbeitskreis Marginalisierte-gestern und heute!
G. Saathoff, Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (angefragt)
Zeitzeug_innen und Schler_innen
Veranstalter: A. Allex & I. Rathfelder in Kooperation mit Anne-Frank-Fonds, Arbeitskreis Marginalisierte-gestern und heute!, Berliner Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der AntifaschistInnen e. V., Clever - Verein fr internationale Bildung e. V., Extramural e. V. - Verein fr internationale Bildung gegen soziale Ausgrenzung, Hinkelstein-Druck sozialistische GmbH, Katholische Akademie der Erzdizese Freiburg, Klasse 9a der Felix-Mendelssohn-Bartholdy Schule, Schwules Museum, Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten e.V. & Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte
**************************************************
Fr, 15. 06. um 14:00 | Robert-Havemann-Saal
Jahresveranstaltung der Stiftung Nord-Sd-Brcken
++ weltwrts vom Entwicklungsdienst light zum entwicklungspolitischen Lern- und Austauschdienst? ++
Das weltwrts-Frderprogramm ermglicht seit ber vier Jahren deutschen Jugendlichen einen Freiwilligendienst in den Lndern des Globalen Sdens. Mehr als 13.000 Freiwillige haben mittlerweile diese Mglichkeit genutzt.
Die anfngliche zivilgesellschaftliche Kritik am Programm ist weitgehend verstummt. Damals wurde u.a. bemngelt, weltwrts sei ein Entwicklungsdienst light, das Programm gehe zu Lasten der Partner und sei eine entwicklungspolitische Einbahnstrae.
Seit Ende 2011 liegt die Evaluation der Aufbauphase des Frderprogramms vor. Darin werden hauptschlich die Erreichung anderer Zielgruppen als Abiturienten, die Qualittssicherung bei den Organisationen und die entwicklungspolitische Fokussierung des Programms empfohlen.
Die Stiftung Nord-Sd-Brcken mchte die Gelegenheit nutzen, um mit der entwicklungspolitisch interessierten ffentlichkeit ber die bisherigen Wirkungen, die Kritik und die weitere Entwicklung des Frderprogramms zu diskutieren. Dabei wollen wir mit ehemaligen Freiwilligen, Vertretern von ostdeutschen Entsende- und Partnerorganisationen sowie mit dem Bundesministerium fr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) folgenden Fragen nachgehen:
Hat sich die anfngliche Kritik am weltwrts-Programm erledigt?
Was denken die Partner im Sden nach vier Jahren Erfahrung mit deutschen Freiwilligen?
Welche Auswirkungen werden die Folgen der Evaluierung auf die kleinen Entsendeorganisationen und auf die Partner haben?
Werden mittelfristig auch Freiwillige aus dem Globalen Sden die Mglichkeit erhalten, einen entwicklungspolitischen Freiwilligendienst in Deutschland zu leisten?
Weitere Veranstaltungsinformationen und Anmeldedetails finden Interessierte unter: http://www.nord-sued-bruecken.de/jahresveranstaltung-2012.html
Veranstalter: Stiftung Nord-Sd-Brcken
**************************************************
Di, 19. 06. um 19:00 | Robert-Havemann-Saal
Offenes Plenum
Attac Berlin ldt ein zum Gruppentreffen
Monatsthema ist, sobald verffentlicht, einzusehen auf der angegebenen Website von Attac Berlin.
http://attacberlin.de/ueber-attacberlin/plenum/
Alle Interessierten sind wie immer herzlich willkommen!
Veranstalter: Attac Berlin
**************************************************
Do, 21. 06. um 20:00 | Robert-Havemann-Saal
Vortrag
++ Waffenexporte ins sdliche Afrika: Ein Geschft mit dem Tod ++
Berlin-Station der Veranstaltungsreihe mit Emanuel Matondo (Angola)
Die Exporte von Kriegswaffen und Rstungsgtern nehmen kontinuierlich zu. U-Boote und Kriegsschiffe, Kampfjets und Militrhubschrauber, Panzer und Raketenwerfer, Sturmgewehre und Maschinenpistolen, Lizenzen zur Waffenproduktion und ganze Rstungsfabriken werden in alle Welt exportiert. Zu den Empfngern zhlen Diktaturen und autoritre Regime in Afrika, Asien oder Lateinamerika, die die Menschenrechte mit Fen treten.
Von 2001 bis 2010 wurden Rstungsexportgenehmigungen fr insgesamt 65 Milliarden Euro erteilt. Deutschland ist der grte Waffenexporteur der Europischen Union und liegt hinter den USA und Russland weltweit an dritter Stelle der Waffenlieferanten.
Die Folgen der Rstungsexporte sind fr die Menschen in den Empfngerlndern verheerend: Bestehende Konflikte werden verstrkt und eskalieren hufig gewaltsam; unzhlige Menschen werden gettet, verwundet, vertrieben oder erleiden schwere Traumata. So sind ungezhlte Kriegsopfer Folge der guten Exportgeschfte deutscher Waffenproduzenten.
Was das konkret fr die Menschen in den Empfngerlndern bedeutet, wollen wir am Beispiel einiger Lnder des sdlichen Afrikas mit einer Veranstaltungsreihe deutlich machen. Wir konnten dafr den aus Angola stammenden Kriegsdienstverweigerer und Journalisten Emanuel Matondo gewinnen. Er arbeitet seit Jahren zu Themen wie Krieg, Militr, Rstungsexporte, Korruption und den sich in den Gesellschaften des sdlichen Afrikas dagegen entwickelnden Widerstand.
Der 45-jhrige Emanuel Matondo wurde in Angola geboren. Als Kriegsdienstverweigerer erhielt er 2001 Asyl in Deutschland. Als Friedensaktivist grndete er 1998 mit anderen Exil-AngolanerInnen die Angolanische Antimilitaristische Menschenrechtsinitiative (IAADH e.V.), mit der er zahlreiche Aktivitten zu Angola umsetzen konnte. Er wird als Bewegungsarbeiter durch die Bewegungs-stiftung untersttzt (www.bewegungsstiftung.de/bewegungsarbeiter.html) und sucht weiter PatInnen, die ihn regelmig frdern. Emanuel Matondo wird die Veranstaltungen in deutscher Sprache durchfhren.
Weitere Informationen unter +49-(0)69-82 37 55 34
www.Connection-eV.de
Mit freundlicher Untersttzung durch den Evangelischen Entwicklungsdienst und den Katholischen Fonds.
Interessierte sind wie immer herzlich willkommen!
Veranstalter: Connection e.V., Aktion Aufschrei Stoppt den Waffenhandel! und Informationsstelle Sdliches Afrika e.V. (issa)
**************************************************
Di, 26. 06. um 18:00 | Robert-Havemann-Saal
Podiumsdiskussion
++ Menschenrechte in Honduras und der europische Freihandelsvertrag mit Zentralamerika ++
Berta Cceres ist Mitbegrnderin und Koordinatorin des Zivilen Rates der indigenen und Volksorganisationen von Honduras (COPINH). In Honduras ist sie fr ihren Einsatz fr indigene Rechte, der Strkung der Frauen in den Gemeinden bekannt und kmpft fr den Erhalt der natrlichen Ressourcen. Der diesjhrige Shalompreis des Arbeitskreises fr Gerechtigkeit und Frieden der Katholischen Universitt Eichsttt-Ingolstadt wird an Berta Cceres und stellvertretend an COPINH verliehen.
Auf Landesebene ist COPINH seit dem zivil-militrischen Putsch im Jahre 2009 im Widerstand und deshalb verstrkt von Repressionen betroffen. Immer wieder kommt es zu Verhaftungen, Drohungen, ttlichen bergriffen und Morden an Aktivisten und Aktivistinnen in den indigenen Gemeinden. Hinter den Angriffen stehen meist honduranische Energiekonzerne und ihre internationalen Verbndeten. Es ist zu befrchten, dass das Inkrafttreten des Assoziierungsabkommens zwischen der EU und Zentralamerika aufgrund eines wachsenden Drucks auf Land und Ressourcen die Menschenrechtslage verschlechtern wird.
Podium:
Berta Cceres, Zivile Rat der indigenen und Volksorganisationen von Honduras (COPINH)
Andrs Schmidt, kumenisches Bro fr Frieden und Gerechtigkeit e.V., Mnchen
Moderation: Harald Neuber
Alle Interessierten sind wie immer herzlich willkommen!
Veranstalter: Bildungswerk der Heinrich-Bll-Stiftung, CADEHO Menschenrechtskette Honduras
**************************************************
Sa, 30. 06. um 09:30 | Robert-Havemann-Saal
Workshop
++ Afghanistan nach 2014 ++
Mit dem Abzug der ISAF-Truppen ist nicht nur die Finanzierung der nationalen afghanischen Armee und Polizei, die jetzt die Sicherheitsverantwortung bernehmen soll, sondern auch ein wesentlicher Teil der Finanzierung des zivilen Wiederaufbaus in Frage gestellt, da auch die von den Truppenstellerstaaten finanzierten Regionalen Wiederaufbauteams aufgelst werden.
Dem Neuaufbau von Armee- und Polizeieinheiten stehen die Probleme der mangelnden Ausbildung und Bezahlung und die unausgewogene Reprsentanz der einzelnen ethnischen Gruppen, vor allem die des Mehrheitsstamms der Paschtunen in den Sicherheitsorganen gegenber.
Die Vernachlssigung des Potentials zivilgesellschaftlicher Gruppen gegenber den bewaffneten politischen Akteuren bildet eine ungnstige Ausgangssituation fr eine nachhaltige Entwicklung des Landes nach dem Abzug der ISAF-Truppen.
Das Afghanistan-Komitee fr Frieden, Wiederaufbau und Kultur will in diesem Workshop mit Vertreter/Innen von Nichtregierungsorganisationen aus dem Land selbst und aus dem Exil sowie prominente Einzelpersonen aus Afghanistan, Frankreich und den USA Konzepte fr mgliche Beitrge der afghanischen Zivilgesellschaft zur Bewltigung dieser komplexen Nachkonfliktsituation erarbeiten.
Folgende Themen sind vorgesehen:
Afghanistan nach 2014
Risiken und Chancen fr die Entwicklung Afghanistans nach dem Abzug der ISAF-Truppen
Zukunftsdialog der afghanischen Zivilgesellschaft im Exil
Sprachen: Deutsch, Paschtu mit bersetzung
Teilnahmegebhren (inklusive Getrnke und Mittagessen):
EUR 5,00 fr Afghanistan-Komitee-Mitglieder und Studenten
EUR 10,00 fr Nichtmitglieder
Eine Anmeldung wird aus organisatorischen Grnden bis sptestens 15.06.2012 an Afghanistan-Komitee erbeten.
E-Mail: rahimsafiqt-online.de
Weitere Informationen finden Interessierte unter: http://ber-ev.de/events/afghanistan-nach-2014
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Veranstalter: Afghanistan-Komitee fr Frieden, Wiederaufbau und Kultur e.V.
**************************************************
Mo, 09. 07. um 19:00 | Robert-Havemann-Saal
Waren die Ausreiseantragsteller in der DDR ein Hindernis fr die Opposition oder waren sie Widerstandskmpfer?
++ Das Begehren, ein Land zu verlassen ++
Streitgesprch mit Renate Hrtgen und Thomas Klein (beide Historiker, Zentrum fr Zeithistorische Forschung Potsdam)
Reisefreiheit ist ein hohes Gut, in der DDR existierte sie nur eingeschrnkt. Mit dem Mauerbau verhinderte die Staatsfhrung der DDR, dass Menschen ihr Land ohne groes Risiko in Richtung Westen verlassen konnten. Trotzdem gab es weiterhin das Begehren, auszureisen. Die Ausreisebewegung schwoll kontinuierlich an, bis zu ihrem Hhepunkt im Herbst 1989. Fr die DDR- Staatsfhrung war diese Bewegung ein massives Problem.
Renate Hrtgen untersucht seit dem Jahre 2008 den Umgang des Ministeriums fr Staatssicherheit mit den Antragstellern auf Ausreise in den 70er und 80er Jahren im Kreis Halberstadt. Im Rahmen ihrer Forschungsarbeit hat sie viele Ausreiseantragsteller befragt und Akten ausgewertet. Das Projekt richtet seine Aufmerksamkeit auf das Verhltnis von Staat und Partei zu den Ausreisern. Ein zweiter Komplex ihrer Forschungsarbeit beschftigt sich mit der Frage, welchen Charakter dieser Ausreisebewegung zu zuschreiben sei. Hier hat es von Anfang an sehr unterschiedliche Auffassungen darber gegeben. Whrend einige Autoren das Ausreisen als eine Form des widerstndigen Verhaltens bezeichnen, lehnen andere diese Einschtzung vollkommen ab.
Thomas Kleins Gegenargument lautet: Das Kriterium der Wirkung auf das MfS als politisch negativ ist kein objektives, es verwischt die Grenzen zu anderen, vom MfS als Bedrohung empfundenes Verhalten und folgt letztlich der Logik des Herrschaftsapparates. Vor allem aber verwischten die Konturen und damit die besondere Qualitt von Opposition und Widerstand, wenn nunmehr jede Regelverletzung zu ihnen gerechnet werden soll.
Diese Veranstaltung wird realisiert aus Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin.
Veranstalter: Bildungswerk Berlin der Heinrich-Bll-Stiftung & Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte
**************************************************
Das ganze Programm:
http://www.hausderdemokratie.de/artikel/programm.php4
**************************************************
Sie erhalten unseren Newsletter regelmig, weil Ihre Email-Adresse auf unserer Website eingetragen wurde.
Falls Sie den Newsletter abbestellen mchten, schreiben Sie bitte eine leere Mail an unsubscribe_nl@hausderdemokratie.de
Sie werden dann aus unserer Datenbank gelscht.
**************************************************
Stiftung
Haus der Demokratie und Menschenrechte
Greifswalder Str. 4
10405 Berlin
Tel. 030 - 2016 5520
www.hausderdemokratie.de
newsletter@hausderdemokratie.de
**************************************************

Hausderdemokratie.de

Categories: Politics | Political Party
Age: 14 until 18 year 19 until 30 year 31 until 64 years 65 and older

Deel deze nieuwsbrief op

© 2018