Siebenbuerger.de-Newsletter Nr. 188

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1  
 Ausgabe: 188 / 01.05.2014
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 INHALTSVERZEICHNIS 
1. Vorwort » Mitgliederwerbung, Beurteilung
2. SbZ-Artikel » Verband, Kirche
3. Buch-Tipp » Hans Otto Roth. Biographie eines rumniendeutschen Politikers (1890-1953).
4. Diskussionen » Regeln, Kinder
5. TV-Tipps » Jobnomaden, Prostitution
6. Interview mit Hans-Werner Schuster
7. Leserecho
"Lassen Sie uns gemeinsam werben, damit unsere Gemeinschaft wieder wchst."
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 1. VORWORT 
Liebe Leserinnen und Leser,
der Verband der Siebenbrger Sachsen in Deutschland e.V. wird am 26. Juni 65 Jahre alt. Dieses Alter hat der Verband vor allem dank seiner Mitglieder erreicht, Aktive und auch Untersttzende. Zugleich ist aber auch die Mitgliederzahl seit dem Jahr 1997 von 25255 Familien auf heute 20423 Familien gesunken. Die Hauptursache des Mitgliederrckgangs ist das Ableben unserer Elterngeneration, ohne dass die Kinder in unsere schsische Verbandsgemeinschaft nachrcken. Wenn dieser Mitgliederschwund nicht gestoppt wird, kann der Verband seine Aufgaben knftig nicht mehr erfllen. Deswegen bittet der Bundesvorsitzende Dr. Bernd Fabritius in einem offenen Brief an alle Verbandsmitglieder um ein aktives Mitwirken bei der Werbung neuer Mitglieder fr unsere Gemeinschaft.
Den offenen Brief finden Sie online unter www.Siebenbuerger.de. Weitere Gedanken zum Fortbestand des Verbandes und der siebenbrgisch-schsischen Kultur finden Sie online im Interview mit dem Bundesgeschftsfhrer des Verbandes, Erhard Graeff, sowie in diesem Newsletter im Werkstattgesprch mit dem Bundeskulturreferenten Hans-Werner Schuster.
Dieses Thema greift auch unsere Mai-Umfrage auf: Sind die Aufgaben des Verbandes berhaupt bekannt und neue Mitglieder notwendig? Wie beurteilen Sie die Situation?
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 2. SBZ-ARTIKEL 
"Lassen Sie uns gemeinsam werben, damit unsere Gemeinschaft wieder wchst."
Lesen Sie im Folgenden den offenen Brief des Bundesvorsitzenden des Verbandes der Siebenbrger Sachsen in Deutschland e. V., Dr. Bernd Fabritius, an alle Verbandsmitglieder (in der Beilage von Folge 7 der Siebenbrgischen Zeitung vom 5. Mai 2014 abgedruckt).
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Zweitmitgliedschaft in der evangelischen Kirche nun umsetzbar
Ausgesiedelte Gemeindeglieder knnen ab sofort nicht nur Gste, sondern auch Trger in ihren siebenbrgischen Heimatgemeinden sein. Das Landeskonsistorium der Evangelischen Kirche A.B. in Rumnien (EKR) hat am 28. Februar Durchfhrungsbestimmungen verabschiedet, wodurch die Mitgliedschaft von Ausgesiedelten in der EKR konkret umsetzbar wird. Ausgesiedelte knnen sich wahlweise als Mitglied im Sonderstatus mit begrenzten Rechten und Pflichten oder als ordentliches Mitglied mit vollen Rechten und Pflichten in das Leben der Gemeinde einbringen. Die Kirche erhofft sich auf diesem Wege eine Verstrkung der personellen Ressourcen sowie ber eine steigende Mitgliederzahl auch Impulse fr die evangelische Gemeinschaft in den Drfern und Gemeinden.
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Schsische Organisationen rcken noch nher zusammen
Bischof Reinhart Guib aus Hermannstadt hatte fr den 4. April nach Bad Kissingen eingeladen zu dem jhrlichen Gesprch zwischen der Evangelischen Kirche A. B. in Rumnien (EKR) und dem Demokratischen Forum der Deutschen in Siebenbrgen einerseits, dem Verband der Siebenbrgisch-Schsischen Heimatortsgemeinschaften (HOG), dem Verband der Siebenbrger Sachsen in Deutschland, der Gemeinschaft Evangelischer Siebenbrger Sachsen und Banater Schwaben im Diakonischen Werk der EKD (Hilfskomitee), dem Evangelischen Freundeskreis Siebenbrgen, der Gemeinschaft evangelischer Pfarrer und Pfarrerinnen aus Siebenbrgen und dem Sozialwerk des landsmannschaftlichen Verbandes andererseits.
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Aktuelle Schlagzeilen:
» Der rcklufigen Mitgliederentwicklung entgegenwirken - weil wir eine starke Gemeinschaft bleiben wollen
» Deutscher und rumnischer Staatsprsident Schirmherren fr Stiftung Kirchenburgen
» Die Tracht als lebendiges Bekenntnis
» Einladung zur Kulturwoche Haferland 2014
» "Entdecke die Seele Siebenbrgens": Siebenbrgens kulturelle Hhepunkte im Mai 2014
» Hans-Christian Habermann ber die Projekte der Siebenbrgisch-Schsischen Stiftung
» Landesgruppe Baden-Wrttemberg bereichert den Heimattag
» Musikalischer Heimattag 2014: Festzelt und Siebenbrgisches Dorf
» Anmeldungen fr den Heimattag 2014 in Dinkelsbhl
» Fuballturnier in Dinkelsbhl
» Hallenvolleyballturnier in Dinkelsbhl 2014
» Tennisturnier beim Heimattag
» Vielfltiges Flugangebot: Aktuelle Verbindungen nach Siebenbrgen und Bukarest
» Neubauten verdrngen unsere Kirchen: Grenzflle und Verste gegen den Denkmalschutz
» Empfehlungen zu Europawahlen
» Herausforderungen und Chancen der EU
» "Genealogie der Siebenbrger Sachsen" hat neue Webprsenz
» Landesvorstand in NRW gewhlt
» Landesvorstand Bayern tagte mit den Kreisgruppenvorsitzenden
» Seminar des Landesverbandes Bayern errtert Konfliktlsungen in Vereinen
» Vertreterversammlung des Siebenbrgenforums
» Ehemaliger Hoteldirektor Erich Haas: "Hinter den Kulissen groer Hotels"
» CWG-Regionalverantwortlicher fr Baden-Wrttemberg setzt auf praktische Hilfe
» Siebenbrgischer Keramikmalkurs im Schloss Zell a.d.Pram
» Groer Knstler des Post-Avantgardismus
» Mitteleuropischer Germanistenkongress in Erfurt: Wie kamen "rumniendeutsche" Texte ber die Grenze?
» 12. Genealogen-Seminar in Bad Kissingen
» Zwischenbilanz nach 25 Jahren
» Umfrage zum Thema "Siebenbrgen, se Heimat?"
» Kreisgruppe Herten: Aktive Kinder und Jugendliche
» 60 Jahre Siebenbrger in Setterich
» Ingolstadt: Siebenbrgischer Chor feiert 30-jhriges Jubilum
» Frhlicher Kaffeenachmittag der Kreisgruppe Biberach
» "Gohrmert" in Maichingen
» Kreisgruppe Traunreut: Norbert Klein gibt Amt in jngere Hnde ab
» Frauenreferentinnen tagten in Bonn
» Niedersachsen / Bremen: Landesvorsitzender Volkmar Gerger 70
» Fahrt nach Hermannstadt
» Vierte Zeidner Begegnung in Zeiden
» Bilanz des Zeidner Forums
» Manahmen gegen rumnische Holzmafia geplant
» Gromeister der Live-Performance: Peter Maffay
» 14. "GoEast" in Wiesbaden
» "Achtsam ortet man das Wort": Ilse Hehn setzt sich mit der Securitate auseinander
» Vom Segen trstender Worte ber die Karwoche hinaus
» Etymologischer Spaziergang (2)
» Lesung in Mnchen: "Verschwundene Schtze" von Mikls Bnffy
» Morres als Bote der Freilichtmalerei
» Vom Siegeszug und Vergessen eines Meisterwerks
» Karin Gndisch liest in Freiburg im Breisgau
» Pomona Zipser stellt in Mnchen aus
» Dorfschreiber von Katzendorf
» Jrgen Israel liest in Hermannstadt
» "Die weie Rose": Aphorismen, Gedichte von Carol Neustdter
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 3. BUCH-TIPP 
Groe Bereicherung fr Minorittenforschung
Thomas Frhmesser setzt sich in seiner Dissertation mit dem siebenbrgisch-schsischen Politiker Hans Otto Roth auseinander
Es ist erstaunlich, dass wir jetzt erst die erste wissenschaftliche Biografie Hans Otto Roths in den Hnden halten, obwohl er ohne bertreibung als der einflussreichste siebenbrgisch-schsische Politiker des 20. Jahrhunderts gelten kann. Thomas Frhmessers Wrzburger Dissertation schliet daher eine wichtige Lcke in der schsischen Geschichte des 20. Jahrhunderts. Der Autor stellt den homo politicus Roth ins Zentrum seiner Untersuchung. Um dessen politisches Handeln und Ziele nachzuzeichnen, zieht Frhmesser den Briefwechsel, Denkschriften und Eingaben aus dem Nachlass, Tagebcher und Erinnerungen von Zeitgenossen (etwa der Bischfe Viktor Glondys und Friedrich Mller) und Archivalia aus Deutschland sowie Rumnien heran. Die Arbeit besteht aus drei Teilen: Im ersten werden Roths Werdegang und Politisieren bis 1932 dargestellt. Im zweiten Teil behandelt Frhmesser Roths politische Strategien zwischen 1933 und 1945 und im dritten untersucht er die Hetzkampagnen gegen Roth sowie seine
politische Marginalisierung nach 1945. Den Abschluss der Arbeit bildet ein Anhang, bestehend aus dreizehn Schriftstcken, die zumeist von Roth entworfene politische Reden und Programme sind.
Hans Otto Roths Eintritt in die Politik fllt mit dem Zerfall der sterreichisch-Ungarischen Monarchie zusammen und geht mit der Mediascher Anschlusserklrung 1919 einher. Er war eine der treibenden Krfte fr die Erklrung, die letztlich nur eine symbolische Bedeutung hatte, denn der Anschluss Siebenbrgens an Rumnien wre in Paris auch dann beschlossen worden, wenn sich die schsische politische Elite dagegen ausgesprochen htte. Die Erklrung war somit Ausdruck einer pragmatisch-realpolitischen Einstellung, deren Alternative nur in einem sinnlosen Heroismus bestanden htte. Frhmesser arbeitet im ersten Kapitel deutlich Roths Bemhungen um eine adquate Bercksichtigung der legitimen Minderheiteninteressen der knapp 800000 Deutschen des Landes durch die rumnische Gesetzgebung heraus. Er zeichnet dabei das Bild eines wertkonservativen Politikers, der sich in unzhligen Denkschriften und Gesprchen auf der nationalen wie der internationalen Ebene fr die Belange der Deutschen Rum
niens einsetzte. Was ihn dabei von den anderen schsischen und schwbischen Politikern unterschied, bezeichnet Frhmesser als eine "Kombination aus politischem Weitblick und Pragmatismus" (S. 54). Damit meint er Roths Fhigkeit, die politischen Konsequenzen einer Entscheidung von den eigenen Erwartungen, Gefhlen und Wnschen unbeeinflusst erkennen zu knnen. Im Falle umstrittener Themen ging das mit der Option fr jene Entscheidung einher, die am ehesten und schnellsten erreichbar war.
Ging es in den 1920er Jahren vorrangig um schulpolitische und wirtschaftliche Fragen, mit welchen sich Roth beschftigen musste, so nahm ab Ende dieses Jahrzehnts die Bedeutung des vlkischen Gedankens eine immer grere Rolle in den politischen Auseinandersetzungen ein. Hierbei stellt Frhmesser zum einen als eine Schwachstelle Roths dessen fehlende soziale Basis heraus. Woher sollte er von den drckenden wirtschaftlichen und sozialen Problemen der Rumniendeutschen erfahren, wenn er selbst kaum authentischen Kontakt zu den sozial schwcheren Bevlkerungsteilen besa? Zum anderen stellt der Biograf ab 1928 einen allgemeinen Wandel und eine Enttuschung im Verhltnis zum rumnischen Staat fest, die er leider nicht ausfhrlicher belegt. Bezglich Roths eigener Haltung betont Frhmesser eine im Laufe dieser Zeit immer strkere Hinwendung zu Fragen des Deutschseins und des deutschen Nationalbewusstseins. Zugleich erwhnt er in seiner Untersuchung mehrfach, dass die Reden und Aussagen Ro
ths in Deutschland hufig nationaler und ethnozentrischer gefrbt waren als in Siebenbrgen. Insgesamt hie Roth aber Ende der 1920er Jahre offenbar eine grodeutsche Politik unter Einbeziehung sterreichs gut, weil er sich davon eine positive Auswirkung auf das Schicksal der rund zwlf Millionen Deutschen Osteuropas erwartete.
Im zweiten Teil seiner Biografie untersucht Frhmesser diese durchaus ambivalente Haltung Roths gegenber dem "Dritten Reich" und dem Nationalsozialismus. Dabei geht er zuerst auf Roths Unterredung mit Adolf Hitler am 15. Juni 1933 ein, die Roth in seiner Funktion als Prsident des "Verbandes der deutschen Volksgruppen", also der Dachorganisation und Interessenvertretung der deutschen Minderheiten Osteuropas, fhrte. Roth sollte im Auftrag der Verbandsleitung Hitler darauf aufmerksam machen, dass sich die antisemitischen Manahmen des Reiches negativ auf die Behandlung der deutschen Minderheiten auswirken knnten. Auf Hitler machten Roths Ausfhrungen freilich keinen besonderen Eindruck und er verteidigte jene Manahmen. Roth hingegen scheint sptestens nach diesem Gesprch Hitler und den NS-Politikern gegenber eine instinktiv ablehnende Haltung entwickelt zu haben. Kaum drei Monate nach seiner Unterredung mit Hitler sprach Roth auf dem Europischen Nationalittenkongress in Bern gl
eich dreimal ber das Recht der Nationalstaaten auf "Dissimilation", also die Ausgliederung und Entfernung von Minderheiten aus den Reihen der Mehrheit. Dabei ging es um das "Dritte Reich" und dessen diskriminierende Politik gegenber den jdischen Deutschen. Roths Reden verdeutlichten seine Inkonsistenz, denn in seiner ersten Rede sprach er den Staaten dieses Recht auf Dissimilation noch zu. In der dritten vertrat er dagegen den Standpunkt, dass "es keine nationalen Staaten geben kann und darf, die aufgebaut sind auf dem Untergang und der Vernichtung anderer Volkstmer, die in ihren Staaten leben!" (S. 133). Roths Haltung gegenber dem Nationalsozialismus und dem "Dritten Reich" muss vor dem Hintergrund von solch widersprchlichen uerungen als inkonsequent bezeichnet werden. Konsequent war lediglich sein vorzeitiger Rcktritt vom Vorsitz der deutschen Volksgruppen 1935, was laut Frhmesser durchaus als stummer Protest gegen manche innenpolitische Manahmen des Reichs gedeutet wer
den kann. Zur nationalsozialistischen Bewegung innerhalb der deutschen Minderheit verhielt sich Roth berwiegend und zunehmend reserviert. Er teilte weder deren Radikalitt, noch fand er den Import nationalsozialistischen Gedankenguts in Siebenbrgen gut. Dies fhrte schlielich Ende der 1930er Jahre zum eindeutigen Bruch selbst mit Fritz Fabritius, der noch nicht einmal der radikalste Nationalsozialist war. Der zunehmende auenpolitische Erfolg des "Dritten Reichs" hatte aber nicht nur den Aufstieg der Radikalen zur Folge, sondern ging mit der politischen Marginalisierung Roths einher. Anhand von zwei Beispielen (Rcktritt von Bischof Glondys bzw. Wahl des neuen Bischofs Wilhelm Staedel) zeichnet Frhmesser Roths Versuche nach, gegen die Marginalisierung und die komplette bernahme der Fhrung der Rumniendeutschen durch die Nationalsozialisten anzukmpfen. Dabei sind sowohl die Verhaltensweise Roths etwa im Falle Glondys als auch seine Wortwahl als Landeskirchenkurator etwa bei de
r Einsetzung Staedels zumindest ambivalent und als vom NS-Zeitgeist beeinflusst zu nennen. Das zeigt eben den Spagat auf, den ein konservativer Politiker damals vollbringen musste, wollte er nicht jeglichen Einfluss auf die Politikgestaltung verlieren.
Im dritten Kapitel von Frhmessers Untersuchung verdienen zwei Aspekte besondere Aufmerksamkeit. Zum einen sind es die Anstrengungen Roths, sich nach dem Frontwechsel Rumniens fr den Verbleib der Sachsen in Siebenbrgen einzusetzen und sich 1944/45 gegen die Entrechtung der Deutschen des Landes zu stemmen. Zum anderen stellt Frhmesser mehrere Hetzkampagnen gegen Roth dar, die nicht nur von kommunistischer Seite erfolgten, sondern woran auch ehemalige Kampfgefhrten wie Rudolf Brandsch oder Viktor Glondys beteiligt waren. Diese Angriffe mndeten schlielich in eine konzentrierte Aktion, an der der rumnische Geheimdienst und seine schsischen Mitlufer (Erhard Andree und Adolf Fu) beteiligt waren. Dabei ging es bereits um die Destruktion des brgerlichen Rckgrates einer ethnischen Minderheit zur Durch- und Einsetzung kommunistischer Personen und Ideen. Als Opfer solcher Angriffe starb Roth am 1. April 1953 im Gefngnis von Ghencea.
Zusammenfassend lsst sich sagen, dass Frhmessers Dissertation eine spannend, und in der Argumentation sowie den Wertungen nachvollziehbar geschriebene Politikerbiografie ist. ber die politische Leistung Hans Otto Roths ist damit zwar noch nicht das letzte Wort gesprochen, denn aus der Sicht des Rezensenten werden mehrere wichtige Themen in der Biografie nicht untersucht (Roths Haltung den Juden gegenber bedarf einer noch genaueren Analyse; ein Vergleich Roths mit anderen deutschen Minderheitenpolitikern wie Ewald Ammende, Paul Schiemann oder Eduard Pant wre aufschlussreich fr Roths Einbettung gewesen; auf Roths Zusammenarbeit mit den anderen Minderheiten Rumniens und seine Rolle im Minderheitenblock 1927/1928 wird berhaupt nicht eingegangen). Die falsche Schreibweise von Namen (Manuela statt Martin Scheuermann) und Begriffen ("Transylvanismus" statt "Transsilvanismus" in der Angabe von Zsolt K. Lengyels Dissertation) legt nahe, dass in der Bibliografie manche Werke aufgefhrt
werden, deren Spuren man im Haupttext deswegen nicht findet, weil sie auch nicht benutzt worden sind. rgerlich am Buch sind zudem einige formale Aspekte wie etwa die Hinweise in den Funoten auf angeblich im Anhang befindliche Quellen, die es dort aber nicht gibt (vgl. S. 39, 67, 237). Dennoch stellt die Arbeit insgesamt eine groe Bereicherung fr die Minorittenforschung dar, weil sie exemplarisch die Mglichkeiten und Grenzen einer Minderheitenpolitik im Zeitalter der Extreme untersucht und erlutert. Roth kann dabei als Musterbeispiel eines wert- und nationalkonservativen Minderheitenpolitikers gesehen werden, der seinen berzeugungen ber Jahrzehnte hindurch weitgehend treu geblieben ist, aber von ideologischen Extremisten je nach politischer Konstellation mal als zu weit "links", mal als zu weit "rechts" stehend wahrgenommen wurde. Dabei ist Roth seinem Wertesystem treu geblieben, aber die politischen Systeme haben sich gendert. Trotz der obigen Mngel darf das Buch in kein
em Haushalt fehlen, in dem Interesse an der schsischen Geschichte des 20. Jahrhunderts besteht.

Franz Sz. Horváth


Thomas Frhmesser: "Hans Otto Roth. Biographie eines rumniendeutschen Politikers (1890-1953)." Bhlau Verlag, Kln-Weimar-Wien, 2013, 44,90 Euro, ISBN 978-3-412-21026-7.
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 4. DISKUSSIONEN 
Forum: Allgemeines Forum
Thema: Warum sind wir hier?
Wir schtzen an Deutschland die verlsslichen Regeln.
Forum: Allgemeines Forum
Thema: Deutschland aktuell
Jeder kennt einen Psychopathen.
Forum: Allgemeines Forum
Thema: "Lassen Sie uns gemeinsam werben, damit unsere Gemeinschaft wieder wchst."
Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
Forum: Allgemeines Forum
Thema: Ukraine heute
Es geht doch nur um die Privatisierung Russlands und der Ukraine.
Forum: Allgemeines Forum
Thema: "Miteinander und freinander"
Die schnste List des Teufels ist es, uns zu berzeugen, dass es ihn nicht gibt.
Forum: Allgemeines Forum
Thema: Rumnien, gestern....
Das kleine inter-ethnische Verstndigungswrterbuch.
Forum: Allgemeines Forum
Thema: Witze,damit wir auch nochwas zum lachen haben...
Die Deutschen haben kein Rckgrat.
Forum: Allgemeines Forum
Thema: Wirtschaftsdebatten
Das Kapital ist zurck.
Forum: Soziale und rechtliche Integration
Thema: Suche Notar in der Nhe von Ciumàrna Judetul Sàlaj
Notar zur Klrung eines Erbschaftsfalles gesucht.
Forum: Saksesch Wlt
Thema: Siebenbrgen, se Heimat? Eine Online-Umfrage.
Teilnehmer gesucht.
Weitere Themen finden Sie in unseren Diskussionsforen unter:
www.siebenbuerger.de/forum
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 5. TV-TIPPS 
Quelle: Pressetexte der Sender
ZDF neo, Sonntag, 4. Mai, 16:05 bis 16:45
Sturm ber Europa (2)
Varusschlacht und Gotensaga
Auf dem Hhepunkt der rmischen Macht, im Jahre 9 n. Chr., hatte der Cheruskerfrst Arminius Roms Truppen besiegt. Drei Tage dauerte das Hauen und Stechen, dann waren 20.000 Legionre tot. Kaiser Tiberius soll gerufen haben "Varus, Varus, wo sind meine Legionen?"
Generationen von Archologen haben das Schlachtfeld vergeblich gesucht. Nicht im "Teutoburger Wald", sondern in Kalkriese bei Osnabrck wurden die rmischen Legionen vernichtet: "Die rmische Weltherrschaft, die an der Kste des Ozeans nicht halt gemacht hatte, fand jetzt am Ufer des Rheins und der Donau ihre Grenze", schrieb ein rmischer Chronist.
Von dem, was sich jenseits der "nassen Grenzen" abspielte, ahnte in Rom jedoch niemand etwas. Der Schdel, den Ágnes Kustár vor sich hat, ist von einer Ur-Gotin. In wochenlanger Arbeit rekonstruiert sie ihr Gesicht. Mit ihr gehen wir zurck in die Vergangenheit. "Mit drei Booten kamen sie vom Ende der Welt ber das Meer. Sobald sie ihre Schiffe verlieen und an Land gingen, gaben sie demselben so gleich ihren Namen: Gothiskandza, die Gotenkste."
Die berhmte Gotensaga des Jordanes: Erzhlt sie einen Mythos oder tatschliche Geschichte? Kamen die Goten aus Skandinavien ber die Ostsee? "Die Ostsee kann man in beiden Richtungen befahren", sagen Archologen scherzhaft. Die Goten htten Schweden von Polen aus besiedelt, sie haben jetzt Beweise dafr, dass die Urheimat der Goten an der Weichsel lag. An der Geschichte der Vlkerwanderung ndert das nichts.
"Als nun die Zahl des Volkes immer mehr zunahm, fasste Knig Filimer den Entschluss, dass das Heer mit Weib und Kind auswandern solle." Die Goten ziehen entlang der Weichsel flussaufwrts bis ans Schwarze Meer und die Donau. berall haben die Goten Grber und Schtze hinterlassen. Was verraten sie ber die germanischen "Barbaren", die einmal die antike Welt verndern werden?
Die Donau war die Grenze zwischen dem Rmischen Reich und dem Land der Goten. Deshalb trafen sich der Anfhrer der Goten, Athanarich und Kaiser Valens im September des Jahres 365 in der Mitte des Flusses, um einen Friedens- und Freundschaftsvertrag zu schlieen. Die Welt schien in Ordnung. Doch dann tauchten am Horizont Reiterhorden auf, die Hunnen, die "frchterlichsten aller Krieger". Ein Sturm fegte ber Europa.
SWR, Mittwoch, 7. Mai, 14:15 bis 14:45
SWR, Donnerstag, 8. Mai, 8:45 bis 09:15
Eisenbahn-Romantik: Tausend und eine Dampfwolke
Rumnien, Bulgarien und Trkei - fr Dampfliebhaber klingen diese Lnder nach Abenteuer pur. Im zweiten Teil unserer Reise dampfen wir in vier Tagen mit allerhand Pannen Istanbul entgegen.
Die Sonderfahrt fhrt von Hermannstadt(rumnisch: Sibiu) aus quer durch Rumnien. Es geht durch die Walachei, das schon sehr breite Donautal wird berquert und in Bulgarien fhrt der Dampfsonderzug durch das Balkangebirge. Auf einer eingleisigen Hauptbahn, durch Schluchten, ber Brcken und durch einen Kreiskehrtunnel. Station gemacht wird in einer der ltesten Stdte Europas, in Plovdiv.
Der letzte Streckenabschnitt fhrt durch das stliche Bulgarien und durch den gesamten europischen Teil der Trkei. Hier legt sich schon orientalisches Flair ber die Reise, die nach sechs Tagen am Bosporus enden wird. Bis dahin haben zwanzig Dampfloks mglicherweise mehr als 1001 Dampfwolke in den Himmel geblasen.
SRF zwei, Donnerstag, 8. Mai, 19:50 bis 21:00
Peter Maffay. Auf dem Weg zu mir. Ein Roadmovie durch das Jahr 2013.
2013 ist fr Peter Maffay ein Jahr der Neuorientierung: Er begibt sich auf die kreative Suche "nach Sachen, die ich noch nicht aus mir rausgeholt habe". Peter Maffay ist zweifellos einer der grssten Musiker Deutschlands. Seine Platten verkaufen sich millionenfach. Eine treue Fan-Gemeinde begleitet den gebrtigen Rumnen seit den 1970er-Jahren durch seine verschiedenen Schaffensperioden.
Der Film "Peter Maffay. Auf dem Weg zu mir" beobachtet den Ausnahmeknstler hautnah und ungeschminkt beim Entstehungsprozess des neuen Albums in Deutschland und Holland. Er begleitet ihn ber den Zeitraum eines ganzen Jahres auch zu seinen vielfltigen anderen Aktivitten: nach Rumnien und nach Mallorca zu den Kinderhilfsprojekten seiner Stiftung, auf die Sommer-Live-Tour, wo die ersten neuen Songs vor Publikum "getestet" werden, zum Videodreh auf Fuerteventura oder auf grosse "Fan-Reise" mit 2500 Anhngerinnen und Anhngern auf einem Kreuzfahrtschiff in der Ostsee.
EinsPlus, Donnerstag, 8. Mai, 21:00 bis 23:00
Eurovision Song Contest 2014
2. Halbfinale
Im 2. Halbfinale des Eurovision Song Contest 2014 in Kopenhagen treten Paula Seling & OVI aus Rumnien unter anderem gegen Conchita Wurst aus sterreich und Sebalter aus der Schweiz an. Die groe Finalshow folgt am Samstag, 10. Mai.
ZDFinfo, Mittwoch, 14. Mai, 18:00 bis 18:45
ZDFinfo, Donnerstag, 15. Mai, 8:45 bis 9:30
ZDFinfo, Montag, 19. Mai, 11:15 bis 12:00
Ulrich protestiert
Fr die Jobnomaden!
Viel Aufregung um die Arbeitnehmerfreizgigkeit. Dabei ist sie keine neue Erfindung: Sie gehrt seit 1958 zu den Grundfreiheiten des Europischen Binnenmarkts.
Die Wirtschaft fordert mehr Zuwanderung. Mancher CSU-Brgermeister, der den drhnenden Sprchen seines Parteichefs zujubelte, wird auch in diesem Jahr wieder nach Bulgarien oder Rumnien reisen, um dringend bentigte Lehrlinge ins Land zu locken. Ulrich fragt in Rumnien, deutschen Grostdten und an der polnischen Grenze nach, was es heit, als Gastarbeiter fr Wohlstand und Nachwuchskrfte in Deutschland zu sorgen.
SWR, Mittwoch, 14. Mai, 20:15 bis 21:00
EinsPlus, Mittwoch, 21. Mai, 11:45 bis 12:30
EinsPlus, Donnerstag, 22. Mai, 8:45 bis 09:30
betrifft: Verkaufte Frauen - Das boomende Geschft mit der Prostitution
Als die rot-grne Bundesregierung im Jahr 2001 das Prostitutionsgesetz verabschiedete, geschah dies, um Frauen damit sozial und rechtlich besser abzusichern. Sexuelle Dienstleistungen sollten aus einer juristischen Grauzone geholt werden, um denen zu helfen, die sie erbringen. Doch der Plan ging nicht auf. Entgegen der Erwartungen haben sich seither nur wenige Frauen bei der Sozialversicherung registriert. Andererseits: seit Sexarbeit nicht mehr sittenwidrig und rechtlich anerkannt ist, boomt die Prostitution. Allerdings nicht zum Vorteil der Frauen.
Deutschland ist mit seiner liberalen Gesetzgebung zu einer Art Bordell-Dorado in Europa geworden. Dies gilt besonders fr den Sdwesten Deutschlands. Denn seit Frankreich Freier von Prostituierten mit Strafe bedroht, weichen diese ins Grenzgebiet nach Deutschland aus: nach Rheinland-Pfalz und Baden-Wrttemberg. Stdte wie Trier, Bad Kreuznach oder Kaiserslautern haben inzwischen ihre "Laufhuser". In Karlsruhe hat sich die Zahl der Prostituierten in wenigen Jahren verdoppelt.
Viele der Frauen, die in diesem Gewerbe arbeiten, kommen aus dem Ausland. Besonders viele aus den Lndern der EU-Osterweiterung: Rumnien, Bulgarien, Ungarn. Die meisten flchten sich in die Armutsprostitution, weil sie keine andere Chance sehen, in ihrem Heimatland die Familie zu ernhren. In Stuttgart waren 2012 mehr als 3.300 Huren registriert - 82 Prozent von ihnen Auslnderinnen. Per Bus werden sie zum Beispiel nach Stuttgart gebracht. Jede Woche treffen hier Busse mit jungen Frauen ein. Sabine Constabel vom Sozialdienst fr Prostituierte in Stuttgart beobachtet seit Monaten einen regelrechten Preisverfall fr sexuelle Dienstleistungen. Denn immer mehr Frauen bten hier mittlerweile ihren Krper an - fr immer weniger Geld.
Sabine Harder und Edgar Verheyen haben mehrere Monate im Rotlichtmilieu des Sdwestens recherchiert. Dabei trafen sie auf Menschen mit ganz unterschiedlichen Lebensgeschichten. Auf Frauen, die freiwillig als Prostituierte arbeiten und auf solche, die an diesem Leben zerbrochen sind. Auf Profiteure und Verlierer. Und auf eine Politik der Doppelmoral.
ARTE, Donnerstag, 15. Mai, 23:45 bis 1:25
ARTE, Donnerstag, 22. Mai, 2:20 bis 4:00
Die Reise des Personalmanagers
Spielfilm Israel / Deutschland / Frankreich / 2010 (The Human Resources Manager)
Bei einem Selbstmordattentat ist die aus Rumnien stammende Migrantin Julia ums Leben gekommen. Es gibt keine Verwandten oder Freunde, die sich um ihren Leichnam kmmern. Bis der etwas windige Journalist Wiesel sich des Falles annimmt. Es stellt sich heraus, dass die Tote in einer Grobckerei in Jerusalem arbeitete. Der Personalchef der Bckerei ist ein aufgeweckter Manager, der aber seinen Job hasst. Die Recherchen des Personalmanagers ergeben, dass Julia ein Verhltnis mit dem Vorarbeiter hatte, aber zum Zeitpunkt ihres Todes schon nicht mehr in der Bckerei gearbeitet hat. Fr ihn ist der Fall damit abgeschlossen - nicht jedoch fr die Eigentmerin des Betriebs. Um den Verlust des Ansehens zu verhindern, beauftragt sie den Personalchef, den Leichnam zusammen mit dem Journalisten nach Rumnien zu berfhren. In Rumnien werden die beiden schon von der israelischen Konsulin und ihrem Vize erwartet. Sie machen sich auf die Suche nach Julias Verwandten und finden ihren Ex-Mann sowie
ihren delinquenten Sohn. Der fhrt sie in Julias Heimatdorf, wo ihre Mutter lebt und der verdutzten Reisetruppe erklrt, dass Julia auf jeden Fall in Jerusalem begraben werden mchte. "Die Reise des Personalmanagers" ist eine Irrfahrt, in deren Verlauf alle Teilnehmer wieder zu sich selbst finden.
Phoenix, Samstag, 17. Mai, 20:15 bis 21:00
Phoenix, Sonntag, 18. Mai, 18:30 bis 19:15
Europas Urwlder (4/5)
Wilde Karpaten
Entlang der rumnischen Karpaten erstreckt sich der grte Buchenurwald Europas. Hier gibt es Bume, die bis zu 45 Meter hoch in den Himmel ragen und geschtzte 400 Jahre alt sind. Seine abgeschiedene Lage an unzugnglichen Berghngen hat den Urwald in Rumnien bis heute berleben lassen. Denn an leichter zugnglichen Stellen werden auch alte Bume gerodet und als Bau- und Brennholz verkauft.Auf seiner Inspektionstour im Semenic-Nationalpark trifft Mihai Zotta von der nationalen Waldbehrde auf Forstarbeiter und Ranger sowie auf einen Wasserschleuser, der mit seiner Frau seit 15 Jahren im Urwald lebt und fr die Wasserzufuhr ins Tal zustndig ist. Das Paar lebt ohne Strom inmitten der Natur der Karpaten - in unmittelbarer Nhe von Bren, Wlfen und anderen wilden Tieren.
In den unberhrten Urwldern der Karpaten finden groe und kleine Tiere gengend Futter. Und weil alte umgestrzte Bume einfach liegenbleiben, bieten sie ausreichend Schutz. Kleinstlebewesen und Pilze zersetzen das Holz zu Humus. Der perfekte natrliche Kreislauf funktioniert im Urwald der Karpaten seit Jahrhunderten.
Dem Spurenleser Hermann Kurmes gelingt eine Beobachtung der besonderen Art: In nur 200 Meter Entfernung spielen Jungbren in der Morgensonne - selbst fr den erfahrenen Tierbeobachter ein nicht ganz ungefhrliches Erlebnis.
BR Fernsehen, Montag, 19. Mai, 20:15 bis 21:00
BR Fernsehen, Dienstag, 20. Mai, 14:15 bis 15:00
Und tglich grt Europa - Bayern und die EU
Seit Anfang des Jahres gehrt die franzsische Inselgruppe Mayotte im Indischen Ozean zur EU. Fr die Menschen im unterfrnkischen Westerngrund Anlass zur Freude - liegt doch der neue geografische Mittelpunkt der EU nun auf einer unscheinbaren Wiese direkt in ihrem Dorf. Doch auch wenn es in Westerngrund deswegen wohl ein paar EU-Begeisterte mehr gibt: Insgesamt ist die Stimmung gegenber der Europischen Union unter den Deutschen schlecht. Schon bei der letzten Europawahl vor fnf Jahren war die Beteiligung niedrig und die Europa-Skeptiker werden immer mehr. Regulierungswut, Angst vor Armutszuwanderung und Skepsis gegenber dem wachsenden Einfluss von Lobbyisten in Brssel schaden dem Image des Staatenbundes. Rainer Maria Jilg mischt sich - in der Mitte Europas - unter die Leute: Er trifft Landwirte, denen EU-Verordnungen die Direktvermarktung erschweren, die andererseits aber ohne EU-Frdermittel nicht existieren knnten. Er lernt den Alltag eines unterfrnkischen Handwerkers kenne
n, der sich mit EU-Fhrerschein und Fahrtenschreiberpflicht rumschlgt. Er begegnet aber auch Zuwanderern aus Rumnien, die als EU-Brger seit kurzem uneingeschrnkten Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt genieen. Was bedeutet diese neue Freizgigkeit fr Altenheimbetreiber und rumnische Pflegekrfte in der kleinen Gemeinde? Und stimmt es, dass Zuwanderer unsere Sozialsysteme ausnutzen knnten? Im Gesprch mit einem Brssel-Insider ordnet Rainer Maria Jilg ngste, Frust und Vorurteile ein und erkennt, dass es auf die Frage "Was geht's mich an?" nur eine Antwort geben kann: viel!
WDR, Montag, 19. Mai, 22:00 bis 22:45
EinsPlus, Mittwoch, 21. Mai, 11:00 bis 11:45
EinsPlus, Donnerstag, 22. Mai, 8:00 bis 8:45
Wer betrgt, profitiert
Aus der Reihe "die story"
"Wer betrgt, fliegt" - mit diesem Slogan hatte die CSU Arbeitseinwanderern gedroht und eine Debatte ausgelst. Die Sorge der CSU: Aus Bulgarien und Rumnien drohe eine Masseneinwanderung, um das deutsche Sozialsystem auszubeuten. Aber wer betrgt hier tatschlich wen? Diese Frage recherchierte story-Autor Sascha Adamek anhand zahlreicher Beispiele polnischer, bulgarischer, rumnischer und spanischer Arbeitnehmer nach.
Das Team begleitet eine Pflegekraft aus Polen, die fr einen Ganztagsjob bei einer Familie in Deutschland 800 Euro brutto erhlt - abzglich 200 Euro Steuern und Sozialabgaben in Polen. An die Agentur der Pflegekraft in Polen zahlt die Familie rund 1.300 Euro. 500 Euro bleiben also bei den Agenturen. Ein Millionengeschft!
Nicht besser steht es um bulgarische Arbeiter auf deutschen Baustellen. Offiziell allerdings sind alle sogenannte Solo-Unternehmer - das spart der deutschen Baufirma Lohn und Sozialversicherung. Ganz ungeniert rumt ein bekannter Bauunternehmer vor der Kamera ein, auf diese Weise pro Arbeitsstunde gut vier Euro einzusparen.
Auch in der Hotellerie wird der Mindestlohn ausgehebelt. Da zahlten Hotelreinigungsfirmen nur einen Akkordlohn pro Zimmer. Mindestlohn? Fehlanzeige! Der Film deckt mehrere Flle namhafter Berliner Hotels auf.
BR Fernsehen, Dienstag, 20. Mai, 20:15 bis 21:45
Die zweite Frau
Erwin Kobarek ist ledig und lebt zusammen mit seiner Mutter und einem Zierfisch-Aquarium als Besitzer einer kleinen Tankstelle in der deutschen Provinz. Dramatik und Dynamik brechen in dieses biedere Leben ein, mit der Idee, ber eine Partnervermittlung fr Erwin eine Katalogfrau aus Rumnien zu beschaffen. Die Mutter untersttzt Erwin schweren Herzens bei diesem Plan. Sie fhlt, dass ihre Tage gezhlt sind, und will ihren geliebten Sohn nicht unversorgt lassen. Erwin reist nach Rumnien und entscheidet sich fr die junge, lebenslustige Irina. Als diese dann im Haus ist, entwickelt sich ein Krftemessen zwischen den beiden Frauen. Erwin, der Mann, der sich in seinem Leben noch nie hat entscheiden knnen, muss pltzlich reihenweise Entscheidungen treffen. Beim Kampf um die Liebe Irinas muss der 41-jhrige aus seinem alten, beschaulichen Dasein ausbrechen und aus dem Schatten der resoluten Mutter treten, von der er emotional abhngig ist. Das gelingt ihm jedoch nur mhsam, zumal seine
Mutter schwer erkrankt und Erwins Selbststndigkeit damit einmal mehr gefragt ist. Als Irina eines Morgens pltzlich verschwindet, reist Erwin ihr nach Rumnien hinterher. Dort entdeckt er Irinas sorgsam gehtetes Geheimnis. Erwin steht vor der letzten und entscheidenden Etappe seiner verspteten Reifeprfung.
BR Fernsehen, Mittwoch, 21. Mai, 19:00 bis 19:45
stationen.Dokumentation
Verkauft, verschleppt, missbraucht
Vom Kampf gegen den Menschenhandel
Dokumentation Deutschland, 2013
Menschenhandel ist neben dem Drogen- und Waffenhandel die lukrativste Geldquelle des organisierten Verbrechens. Die Profite werden auf jhrlich 32 Milliarden US-Dollar geschtzt. Das Risiko, bestraft zu werden, ist gering. Weltweit gelangen etwa 2,4 Millionen Kinder, Frauen und Mnner in die Hnde von Menschenhndlern; etwa die Hlfte von ihnen wird in die Prostitution verkauft.
Ildiko ist ein Opfer brutaler und gewissenloser Menschenhndler. Unter falschen Versprechungen nach Deutschland gelockt, landete die Ungarin als Zwangsprostituierte in einem Bordell. Sie sprach kein Deutsch, wusste nicht, wo sie war und konnte sich niemandem anvertrauen. Rund um die Uhr wurde sie bewacht. Die dreifache Mutter musste von zehn Uhr vormittags bis zwei Uhr nachts Mnner bedienen und tglich 135 Euro fr ihr Zimmer zahlen. Blieb sie Geld schuldig, wurde sie gezwungen, mehr zu arbeiten. An eine Flucht war nicht zu denken, denn Ildiko und ihre Familie wurden von den Menschenhndlern bedroht.
Klaus Wlfle zeichnet ein aktuelles Bild der Lage in Deutschland und Rumnien und spricht mit ehemaligen Zwangsprostituierten. Wie tief die Seelen der davon betroffenen Frauen verletzt sind, verdeutlichen die Aussagen von Therapeuten.
Das Prostitutionsgesetz von 2002 bedeutet, dass "Deutschland heute das Bordell Europas ist", sagt Lutz Besser, der Leiter eines Ausbildungsinstituts fr Traumatherapeuten. Prostitution ist ein ganz schreckliches Gewerbe, es ist demtigend, qulend, ausbeutend, es tut weh. 90 Prozent und mehr der Prostitution ist ein dreckiges Geschft, meint Psychotherapeutin Michaela Huber.
ARTE, Donnerstag, 22. Mai, 11:10 bis 11:35
Bauern in Europa: 163.000 Bume und eine Familie
Fnf Uhr morgens im Odenwald: Unter den Erntemaschinen beben die Obstbume geradezu. Im Juli werden die Schwarzkirschen geerntet. Eckhard Gtschenberger ist der Chef eines traditionellen Obstbauernbetriebs, und fr ihn ist die Ernte einer der wichtigsten Momente des Jahres: Kirschernte. Das bedeutet 9.000 Bume, 8.000 Hektar und drei Tage Schtteln. Vier Monate lang, bis Ende Oktober, sind alle Familienmitglieder der Obstbauern-Dynastie Gtschenberger voll eingespannt. Der Vater berwacht die Ernte, die beiden Shne kontrollieren, ob die Qualitt stimmt und versuchen, die Ware schnell an den Mann zu bringen. Mutter Gtschenberger hat 30 Erntearbeiter aus Rumnien und Polen zu verkstigen. Da bleibt keine Zeit fr Privates. Stndig drcken Liefertermine, oft wechselt das Wetter. Das heit arbeiten und bangen von frhmorgens bis in die Nacht. Ernte- und Etikettier-Maschinen mssen stndig am Laufen gehalten werden - trotzdem kommt es immer wieder zu Ausfllen und Pannen. Bis November s
ind dann, wenn alles gut geht, rund 50 Tonnen Kirschen, 45 Tonnen Zwetschgen und 1.600 Tonnen pfel geerntet. Die Frchte mssen hufig schnell vom Baum, und nicht nur das: Sie mssen meist auch schnell verkauft werden, um die Qualitt zu gewhrleisten. Das Filmteam hat die Gtschenbergers in der hektischsten Zeit des Jahres begleitet. Erst im Winter hat die Familie dann wieder ein wenig mehr Zeit fr sich.
SWR, Sonntag, 25. Mai, 10:00 bis 10:45
Deutschland, deine Knstler
Herta Mller
Sie ist eine der bekanntesten deutschen Schriftstellerinnen. Seit vielen Jahren macht die Nobelpreistrgerin Herta Mller mit groer Freude Spiele mit Worten - absurde, witzige, beklemmende Kollagen auf Pappkartons, fr sie die sinnlichste Form des Schreibens. Das Wortkleben ist jedoch nicht nur ein Spa, bei dem man sieht, was alles nicht klappt, sondern auch eine Flucht. Eine Beschftigung, um von sich selbst wegzukommen und den Zugriffen des Literaturbetriebs.
Den Star, der sie jetzt aus Sicht der anderen ist, hlt sie fr eine bloe Zuschreibung. "Innerlich ist das bei mir nie angekommen." Grundthema all ihrer Romane ist die Auseinandersetzung mit einem diktatorischen Regime, das den Menschen ihre Wrde raubt. Eine Erfahrung, die sie als Deutsch-Rumnin zur Zeit des Ceauşescu-Regimes selbst fast zerbrechen lie. 1953 wurde sie im Banat, in dem kleinen Ort Nitzkydorf geboren, wo die banatschwbischen Einwohner die eigene NS-Vergangenheit nie aufgearbeitet haben, und wo die deutschsprachige Bevlkerung die Vorurteile gegenber Ungarn, Rumnen und Zigeunern ebenso pflegte wie ihre schwbische Tracht. "Versteint" nennt Herta Mller deswegen ihr Heimatdorf.
Ihr erstes Buch "Niederungen" erzhlt von diesem verwunschenen Ort und ihren schmerzhaften Kindheitserlebnissen. Schreiben als Zumutung und Bewltigung an einem gottverlassenen Ort, das ist Herta Mllers berlebensstrategie bis heute. Fr "Deutschland, deine Knstler" gewhrt die medienscheue Schriftstellerin sehr persnliche Einblicke in ihr Wohnzimmer, bevlkert mit Worten und Wortschnipseln, wohin man blickt. Der Film begleitet Herta Mller auf Reisen nach Stockholm, beobachtet sie im Umgang mit dem krftezehrenden Betrieb auf der Frankfurter Buchmesse, auf Lesereise in Krakau, in Berlin, wo sie heute lebt. Wochenlang durchstbert sie ihre Securitate-Akte in Bukarester Archiven, drei ganze Ordner voll Abhraktionen, Verleumdungskampagnen, Psychoterror.
Am Ende des Films stellt sie fest: "Ich sage immer 'nie wieder', wenn ein Buch fertig ist, aber es ist eine Art, das Leben auszuhalten. Es ist auch eine Sucht. Wr ich halt Schneiderin geworden." Herta Mller lacht, aber man sprt dabei, etwas in ihr bleibt auf immer unerlst. Zu Wort kommen unter anderem ihr geschiedener Ehemann, der Schriftsteller Richard Wagner, ihr Jugendfreund Ernest Wichner und die Schriftstellerin Ruth Klger.
Weitere Tipps demnchst auf Siebenbuerger.de.
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 6. INTERVIEW 
Die siebenbrgisch-schsische Kultur am Leben erhalten
Statt einer Wrdigung: Ein Werkstattgesprch mit Bundeskulturreferent Hans-Werner Schuster zu seinem 60. Geburtstag
Hans-Werner Schuster wurde am 22. April 1954 in Hermannstadt geboren. Das Studium der Geschichte Ost- und Sdosteuropas, der Kunstgeschichte und Mittelalterlichen Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universitt in Mnchen beendete er 1986 mit einer Magisterarbeit zum Thema "Die Siebenbrger Sachsen in der Waffen-SS". Seit 1982 wirkte er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Ungarn-Institut, der Universitt und dem Sdostdeutschen Kulturwerk in Mnchen, bevor er 1994 Bundeskulturreferent des landsmannschaftlichen Verbandes wurde. Er ist Autor zahlreicher Publikationen ber siebenbrgische Knstler, Mundart, die Russlanddeportation und Geschichte des Verbandes der Siebenbrger Sachsen. Das folgende Werkstattgesprch mit Hans-Werner Schuster fhrte Siegbert Bruss.
Du bist ein gebrtiger Hermannstdter, hast 1973 das Brukenthal-Gymnasium absolviert und bis zur Ausreise nach Deutschland (1976) in deiner Heimatstadt Deutsch und Geschichte studiert. Was hat deine siebenbrgisch-schsische Identitt am strksten geprgt?
Das kann ich nicht so eindeutig benennen. Gehrigen Anteil daran hat sicher die Familie bzw. die Grofamilie mit Groeltern und vielen weiteren Angehrigen in Marpod und Agnetheln, den Heimatorten meiner Eltern. Daneben haben die Lehrer, insbesondere jene an der Brukenthalschule, prgend gewirkt und zu einem gewissen Teil auch die evangelische Kirche. Eindeutig kann ich das benennen, was mir die siebenbrgisch-schsische Identitt bewusst gemacht hat. Es war die Ausreise bzw. die unmittelbare Zeit danach. Die damit verbundenen Verluste haben mir in Verbindung mit der neuen Umgebung und neuen Lebensbedingungen meine siebenbrgisch-schsische Identitt bewusst gemacht. Dadurch erst und in dem danach einsetzenden Prozess der Reflexion und Auseinandersetzung mit Siebenbrgen und dem Siebenbrgisch-Schsischen habe ich mir unsere Geschichte und Kultur in vielen ihrer Facetten angeeignet.
Seit 20 Jahren bist du Bundeskulturreferent des Verbandes. Welche Ziele verfolgst du dabei?
Die Ziele gibt die Satzung des Verbandes vor. Fr mich war und ist das wichtigste Ziel, die siebenbrgisch-schsische Kultur in all ihrer Vielfalt und ihrem Reichtum lebendig zu erhalten.
Das war einer der Grnde, weshalb ich mich 1994 fr die Kulturreferentenstelle beworben hatte. Denn meine vorherige wissenschaftliche Beschftigung mit Siebenbrgen und den Siebenbrger Sachsen hatte mich zu der Einsicht gefhrt, dass dadurch allein das Weiterbestehen siebenbrgisch-schsischer Kultur nicht gewhrleistet wird und auch nicht dem Ende dieser Kultur begegnet werden kann. Immerhin kann sie aber dadurch vor dem Vergessen bewahrt werden. Da aber eine Kultur nicht das Produkt einer Einzelperson ist, sondern sich allmhlich entwickelt hat und dank der Pflege einer durch sie verbundenen Gruppe von Menschen bewahrt und weiterentwickelt wird, ist das zweite Ziel, das es zu verfolgen gilt, die Strkung unserer Gemeinschaft - ber alle Grenzen hinweg.
Welche Wege und Mittel kann der Verband einsetzen, um die siebenbrgisch-schsische Kultur mglichst lange am Leben zu erhalten?
Wir frdern die Pflege dieser Kultur, und das heit in erster Linie, dass die Kulturgruppen und Kulturschaffenden gefrdert werden. Dabei ist Frderung nicht auf finanzielle Frderung zu reduzieren, die aber selbstverstndlich auch geleistet wird. Der Verband hat diesbezglich Vorsorge getragen und Regelungen fr eine finanzielle Grundsicherung der Kulturarbeit gefunden. Zustzlich setzen wir uns dafr ein, Frdergelder der ffentlichen Hand sowie Mittel von Kooperationspartnern einzuwerben. Ebenso wichtig sind die weiteren Untersttzungsmanahmen, die wir leisten. Am wichtigsten ist das strukturelle Netzwerk, das der Verband mit seinen Gliederungen bietet. Damit erhalten die Kulturgruppen und Kulturschaffenden nicht nur ein Podium, um siebenbrgisch-schsische Kultur der ffentlichkeit zu prsentieren, sondern es wird auch Erfahrungsaustausch und gegenseitiges Befruchen ermglicht, die fr eine lebendige und sich entwickelnde Kultur unabdingbar sind.
hnlich wichtig ist die ffentlichkeitsarbeit, die insbesondere ber die Siebenbrgische Zeitung und auf www.siebenbuerger.de geleistet wird. Nicht zuletzt bieten wir Materialien, Handreichungen und auch Seminare, um Kenntnisse und Fhigkeiten - insbesondere bei den Leitern der Kulturgruppen - zu verbessern.
Welche Probleme stehen dem Erreichen dieser Ziele zunchst im Wege?
Zum einen gibt es das quantitative Problem, das sich gegenber frheren Zeiten - schon im 19. Jahrhundert sprach man vom "Vlkchen", das in seiner Existenz gefhrdet war - verschrft hat. Jetzt mag man einwenden, dass es nach wie vor rund 250.000 Siebenbrger Sachsen gibt. Das stimmt. Allerdings gibt es viele darunter, denen es vollkommen reicht, als "Deutsche unter Deutschen zu leben", und die die siebenbrgisch-schsische Spielart deutscher Kultur aufgeben.
Verschrft wird dieses quantitative Problem noch dadurch, dass unsere Landsleute weit verstreut leben und es nur wenige siebenbrgisch-schsische "Ballungszentren" gibt. Daraus resultieren all die anderen Probleme. So ist nicht nur jede kulturelle Arbeit erschwert und mit Mehrkosten belastet. Bedenklicher ist die Tatsache, dass dadurch der fr uns so typische starke Zusammenhalt und das ausgeprgte Gemeinschaftsgefhl leiden.
Zumindest erwhnen will ich auch das Raum- und Personalproblem. Der grte Teil unserer Gliederungen hat immer noch keine Vereinsrume, was sich auf das Gemeinschaftsleben wie auf die Kulturpflege negativ auswirkt. Ebenso bringt sich der grte Teil unserer Elite immer weniger aktiv in die Kulturarbeit des Verbandes und seiner Gliederungen ein.
ber die Geschichte des Verbandes der Siebenbrger Sachsen hast du zwei Publikationen zum 50- und 60-jhrigen Bestehen verffentlicht. Im Juni wird der Verband 65 Jahre alt. Welche Strken hat der Verband im Laufe seiner Geschichte gezeigt, die auch in die Zukunft weisen?
Der Verband ist 1949 aus der Not heraus geboren worden, als Antwort auf Umstnde und Realitten, denen sich unsere Landsleute ausgesetzt sahen. Diese Erdung und pragmatische Haltung hat er sich ber 65 Jahre hinweg bewahrt und dank ihnen wird er auch in Zukunft unverzichtbar bleiben. Der Verband hat auch die jeweils adquaten Instrumente zum Artikulieren und Durchsetzen der Interessen seiner Mitglieder geschaffen, seien das die Siebenbrgische Zeitung oder spter die unterschiedlichen Online- und sozialen Plattformen. Auch diese Fhigkeit macht uns zukunftsfhig.
Von Anfang an hat sich der Verband offen gezeigt und hatte auch keine Berhrungsngste. Er ist nicht nur auf Gleichgesinnte zugegangen und hat nicht nur Verbndete und Mitstreiter gesucht. Er hat von Anfang an alles unternommen, um die Lage der Siebenbrger Sachsen und ihrer Kultur zu verbessern und hat aus diesem Grunde sogar mit dem kommunistischen Regime Kontakt aufgenommen. Auch diese Offenheit gilt es zu bewahren, um auf die sich ndernde Umwelt reagieren und sich an zuknftige Entwicklungen anpassen zu knnen. Nicht zuletzt ist es dem Verband gelungen, die Tradition der Selbstverwaltung, die sich dank jahrhundertelanger Autonomie entwickelt hat, weiterzufhren. Auch diese Fhigkeit macht uns zukunftsfhig.
An welchen Projekten arbeitest du zurzeit?
Zurzeit stehen der Heimattag in Dinkelsbhl sowie Gedenkveranstaltungen zum 70. Jahrestag von Evakuierung und Flucht aus Siebenbrgen 1944 im Vordergrund. Mittelfristig ist eine Buchpublikation ber die Trger des Siebenbrgisch-Schsischen Kulturpreises sowie eine Wanderausstellung ber die Siebenbrger Sachsen ins Auge gefasst. Ersteres idealerweise fr 2016 oder 2017, wenn der 75. Preistrger geehrt wird.
Vielen Dank fr das Gesprch und alles Gute!
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