Siebenbuerger.de-Newsletter Nr. 193

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 Ausgabe: 193 / 01.10.2014
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 INHALTSVERZEICHNIS 
1. Vorwort » Gundelsheim, Sonntagsfrage
2. SbZ-Artikel » Gedenktag, Sachsentreffen
3. Buch-Tipp » Resonanz und Widerspruch. Von der siebenbrgischen Diaspora-Volkskirche zur Diaspora in Rumnien
4. Diskussionen » Renovieren, backen
5. Radio- und TV-Tipps » Ernest Wichner, Doris Schmidts
6. Interview mit Klaus-Harald Sifft
7. Leserecho
"Lassen Sie uns gemeinsam werben, damit unsere Gemeinschaft wieder wchst."
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 1. VORWORT 
Liebe Leserinnen und Leser,
viele von Ihnen kennen Schloss Horneck in Gundelsheim und wissen, was die Siebenbrger Sachsen an ihm haben. Das ehrwrdige ehemalige Deutschordensschloss beherbergt nicht nur ein Alten- und Pflegeheim. Seit Jahrzehnten sind auch wesentliche kulturelle Einrichtungen im Schloss beheimatet, und zwar die Siebenbrgische Bibliothek und das Siebenbrgische Museum. Die Sicherung der Bausubstanz dieses denkmalgeschtzten Schlosses, ist daher eine Aufgabe fr die gesamte siebenbrgische Gemeinschaft.
Am 2. November finden in Rumnien Prsidentschaftswahlen statt. Mit dem Hermannstdter Brgermeister Klaus Johannis tritt erstmals ein Siebenbrger Sachse als Kandidat in aussichtsreicher Position zur Wahl an. Wer im Besitz eines gltigen rumnischen Reisepasses bzw. Personalausweises ist, kann auch im Ausland an der Wahl teilnehmen.
Wie verhlt es sich bei Ihnen? Sind Sie bei den Prsidentschaftswahlen wahlberechtigt? Wen werden bzw. wrden Sie whlen?
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 2. SBZ-ARTIKEL 
20. Juni wird Gedenktag fr Opfer von Flucht und Vertreibung
Ein nationaler Gedenktag soll die Erinnerung an das Schicksal der 14 Millionen deutschen Heimatvertriebenen wachhalten. Das Bundeskabinett hat am 27. August beschlossen, dass der 20. Juni (Weltflchtlingstag) ab 2015 als "Gedenktag fr die Opfer von Flucht und Vertreibung" begangen werden soll. Wie das Bundesministerium des Innern bekannt gab, wird knftig jhrlich am 20. Juni der weltweiten Opfer von Flucht und Vertreibung und insbesondere der deutschen Heimatvertriebenen gedacht. Der Kabinettsbeschuss grndet auf einer Vereinbarung im gemeinsamen Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD fr die laufende Legislaturperiode. Zuvor hatten die Lnder Bayern (im Mai 2013), Hessen (September 2013) und Sachsen (August 2014) beschlossen, jeden zweiten Sonntag im September einen Gedenktag fr die deutschen Opfer von Flucht und Vertreibung zu begehen, in diesem Jahr am 14. September. Whrend der Bund der Vertriebenen (BdV) die Entscheidung der Bundesregierung begrt, verlautet aus den Reihen d
er Ost- und Mitteldeutschen Vereinigung (OMV) der CDU/CSU Kritik an der Datumswahl des bundesweiten Gedenktages.
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"Wir sind hier": 24. Sachsentreffen in Mhlbach
Selten war die evangelische Stadtpfarrkirche in Mhlbach so voll wie am 20. September. berall schmucke Spitzenhubchen, Stickhemden, Bauernzpfe und bunte Bnder... Als die Stimmen sich zum Halleluja erheben, begleitet von der gewaltigen Orgel, erbebt das Kirchenschiff in vereintem Klang. Er unterstreicht die kraftvolle Botschaft der Menschen, die sich hier zum 24. Sachsentreffen, erstmals in Mhlbach abgehalten, unter dem Motto "Wir sind hier" versammelt haben.
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Kopf-an-Kopf-Rennen um das Prsidentschaftsamt in Rumnien
Bei den Prsidentschaftswahlen in Rumnien am 2. November bahnt sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Ministerprsident Victor Ponta und dem Hermannstdter Brgermeister Klaus Johannis an. Weitere Kandidaten bewerben sich um das hchste Amt im Staat.
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Existenzsicherung von Schloss Horneck ist eine Gemeinschaftsaufgabe
Viele Leser dieser Zeitung kennen Schloss Horneck in Gundelsheim und wissen, was die Siebenbrger Sachsen an ihm haben. Das ehrwrdige ehemalige Deutschordensschloss beherbergt nicht nur ein Alten- und Pflegeheim. Seit Jahrzehnten sind auch wesentliche kulturelle Einrichtungen im Schloss beheimatet, und zwar die Siebenbrgische Bibliothek und das Siebenbrgische Museum.
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Aktuelle Schlagzeilen:
» nformationsaustausch zwischen der Stiftung Siebenbrgische Bibliothek und Jugend
» DFDR-Vorstand : Volle Untersttzung fr Klaus Johannis
» Fr welche Werte steht Klaus Johannis als Prsidentschaftskandidat?
» Ntzliche Informationen zum Wahlvorgang
» Evakuierungsgedenken in Bistritz setzt neue Mastbe
» Slwerfddem sangen beim Sachsentreffen in Mhlbach: Interview mit Chorleiterin Edith Toth
» Grundschule Peter Maffay zu Ehren umbenannt
» Bundeskanzlerin Angela Merkel: "Kulturerbe der Siebenbrger Sachsen nicht wegzudenken"
» 1. Bayerischer Gedenktag fr Opfer von Flucht und Vertreibung
» "Vertreibung ist und bleibt Unrecht"
» Erster schsischer Gedenktag fr Heimatvertriebene
» Bayerische SPD-Landtagsfraktion gibt Empfang fr Heimatvertriebene
» BayernSPD-Fraktionsvorsitzender trifft Premierminister Ponta
» Pilgerreise zum Gedenken an 70 Jahre seit Flucht und Deportation
» Vor 70 Jahren - Zwischen die Fronten geraten
» Eindrucksvolle Gedenkfeier in Bistritz
» Siebenbrgen sehen und verstehen: Internationale Akademiewoche in Probstdorf
» Studienfahrt des AKSL: Auf den Spuren siebenbrgischer Schicksale im Ersten Weltkrieg
» 13. Seminar der "Genealogie der Siebenbrger Sachsen"
» Tagung des Bundesfrauenreferats in Bad Kissingen
» SJD-Bowlingturnier in Augsburg
» Nrnberg: Traditionelles Sommerfest am Kuhweiher
» Trachtensonntag Seewalchen
» Drabenderhhe: Adele Zay Kindergarten behlt seinen Namen
» Reichhaltiges Programm der "Kulturwoche Haferland"
» Hermannstdter Stadtpfarrkirche bald wieder fr Besucher offen
» Neueinweihung der Carl-Hesse-Orgel in Meschener Kirche
» Heimattreffen in Schnberg
» Kleinschenker Kirche restauriert
» Orgel in Hammersdorf eingeweiht
» Heimatfest in Zied - eine Gemeinschaft in der Verantwortung
» Dritter "Dorfschreiber von Katzendorf"
» Schsische Fassadenbekenntnisse
» Baudenkmler gewrdigt
» Siebenbrgische Musik im Mittelpunkt
» Geschichte eines Jahrhunderts in Siebenbrgen
» Ausstellung von Franziska Viviane Zobel in Mnchen: Farben und Gesichter
» Edmund Hfer: Eine rumniendeutsche Fotografenlegende ist tot
» Die Spuren seines Lebensweges bleiben sichtbar
» Schulmann, Pfarrer und Botaniker Michael Fuss wurde vor 200 Jahren in Hermannstadt geboren
» Kreisverband Nrnberg: Margarete Schuster feiert ihren 80. Geburtstag
» Dreifache Weltmeisterin Maria Scheip-Constantinescu wird 80
» Lassel-Ausstellung in Regensburg
» Auszeichnung fr Dagmar Dusil
» Internationale Tagung in Graz: "Siebenbrgen und der Erste Weltkrieg"
» Ein Jahr vor dem Methusalemtreffen
» Siebenbrgisch-schsische Mundartpflege im Radio
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 3. BUCH-TIPP 
Siebenbrgisch-schsische Volkskirche im Wandel
Eine Buchbesprechung zu "Resonanz und Widerspruch. Von der siebenbrgischen Diaspora-Volkskirche zur Diaspora in Rumnien" von Ulrich A. Wien
In dem auch uerlich ansprechend gestalteten Sammelband, herausgegeben von dem Martin-Luther-Verlag, ist es dem Autor Dr. Ulrich Andreas Wien bestens gelungen, kompendienartig vierzehn Studienbeitrge zu grundlegenden Fragen der Geschichte der Evangelischen Kirche A.B. in Siebenbrgen (Rumnien) zu vereinen. Wien ist als Kirchenhistoriker an der Universitt Landau und seit 2001 als erster Vorsitzender des Arbeitskreises fr Siebenbrgische Landeskunde ein ausgewiesener Fachmann auf diesem Gebiet.
Die Beitrge decken einen Zeitraum ab, der mit den Jahren beginnt, da Siebenbrgen als Grofrstentum zu Habsburg gehrte, dann 1867 an Ungarn angeschlossen und ab 1918, nach Beendigung des Ersten Weltkrieges, ein Teil Rumniens wurde. Sie bieten einen tiefen Einblick in die vielschichtigen Zusammenhnge der siebenbrgischen Kirchenlandschaft mit Mitteleuropa (Deutschland). Der bemerkenswerte Titel des Buches "Resonanz und Widerspruch" trgt dieser Tatsache Rechnung. Der Autor beleuchtet einerseits, dass Siebenbrgen und seine Eliten einen wichtigen Resonanzboden fr das an deutschen Universitten produzierte und angeeignete Wissen, speziell der jeweils zeitgenssischen Theologie und des vorherrschenden Kulturprotestantismus jener Zeit waren. Dies fhrte zu einer "eingearteten Umformung" der deutschen Vorbilder in die eigene siebenbrgische Tradition. Der Autor zeigt andererseits auch auf, dass diese Resonanz zum Widerspruch reizen konnte, wie der Weg der siebenbrgischen Kirche durc
h die Nacht zweier Diktaturen gezeigt hat. Diese Spannung zwischen Resonanz und Widerspruch prgt das Buch. Wir begegnen einer multikonfessionellen Kirchenlandschaft, in welcher die pluriethnischen und multikonfessionellen Gruppen friedlich, eher neben- als miteinander leben.
Das Buch beeindruckt durch die auerordentlich profunde Quellen- und Sachkenntnis des Autors, die er mit geschichtlichem Gespr einsetzt. Die reichlich mitverffentlichten Quellen belegen nicht nur die Aussagen und heben das Wesentliche hervor, sondern regen zum Nachdenken, berdenken und Weiterdenken an. Die LeserInnen werden einbezogen in einen lebendigen Dialog, der geschichtliche Ereignisse verstehbar macht. In einem sachlichen Ton und ohne jegliche moralische Wertung fhrt der Autor durch die Themen des Buches. ber 130 Bilder mit zeitgeschichtlichem Hintergrund sowie aufschlussreiche Illustrationen und Graphiken bereichern das umfangreiche Buch.
Aus der dargebotenen Breite des Themenspektrums mchte ich zwei Schwerpunkte herausgreifen und nher beleuchten: die siebenbrgisch-schsische Volkskirche im Wandel und die Rezeption des Nationalsozialismus.
Schon lange hatte sich abgezeichnet, dass die Siebenbrger Sachsen ihre aus dem Mittelalter gerettete Selbstverwaltung (Autonomie) nicht mehr aufrechterhalten konnten. Der Wandel trat nach dem Verlust der alten Privilegien 1867 und 1876 ein und traf die Sachsen am weitreichendsten. sterreichischer Absolutismus und ungarischer Chauvinismus bedrohten nationale und kirchliche Existenz, so dass die Frage im Raum stand: "Wie kann sich Kirche und Volk im Blick auf die Zukunft schtzen?" Nur ihre evangelische Kirche war ihnen geblieben, von der Georg Daniel Teutsch schon 1861 schrieb: "Die Organisierung unserer Kirche ist der festeste Grundstein fr die edelsten Gter unseres Volkstums." Die damals fhrenden Kpfe der Sachsen, vom deutschen Kulturraum geprgt, politisch und theologisch liberal denkend, entwickelten ein "Identittskonstrukt", indem sie sich in jenen Jahren ber ihre Wurzeln neu verstndigten und darber, wie sie im Sturm der Zeiten wieder einen festen Boden finden knnten.
Es entstand als Ersatz fr den Verlust der Autonomie die siebenbrgisch-schsische Volkskirche. Dabei konnten sie sich auf ihr an den deutschen Universitten erworbenes kulturprotestantisches neues Selbstverstndnis sttzen. Dieser "Transformationsprozess" stand fr eine Symbiose von schsischer Gesellschaft, Wirtschaft, Politik und Kirche und schuf eine Deckungsgleichheit zwischen Kirchenvolk und Sachsenvolk. Diese Grundorientierung fand dann ihren Ausdruck in der "evangelisch-schsischen Volkskirche" und wirkte fort, selten kritisiert und selten hinterfragt. Doch dieses Bild konnte im Laufe der Jahre ber einen schleichenden Schwund an geistlicher Substanz und Bindung der Sachsen an ihre Volkskirche nicht hinwegtuschen. So mussten sich leitende Personen der Landeskirche auf dem Schburger Pfarrertag 1913 den Vorwurf gefallen lassen, die "Volkskirche" sei nur noch eine "blau-rot angestrichene Mumie".
Nach dem Ersten Weltkrieg strzte diese "schsische Volkskirche" unter den grundlegend vernderten Bedingungen Grorumniens in eine tiefgreifende Krise. Doch wurde die herkmmliche Grundorientierung, wonach Kirche und Schule zu den tragenden Pfeilern des schsischen Volkes gehrten, beibehalten. Nichtsiebenbrgische Gemeinden aus der Bukowina, dem Banat, aus Bessarabien und dem Altreich wurden zu Beginn der 1920er Jahre in die Landeskirche eingegliedert. Die eingetretene Diasporasituation (Kirche in der Zerstreuung) war nicht zu bersehen. Die Erhaltung der Schulen im Kernland Siebenbrgen forderte von den Gemeinden groe Opfer. Loyalittseinbuen und Kirchensteuerverweigerungen waren die Folge. Die "Unzufriedenenbewegung" kam auf und sorgte fr Unruhe in Kirche und Volk. Viele Siebenbrger Sachsen hielten Ausschau nach einem Neuanfang. "Erneuerung in Kirche und Volk" wurde zum Schlagwort jener Jahre. Trotz einiger Zweifel hatte sich die nationalsozialistische Bewegung durchgesetzt.
Die Rezeption des Nationalsozialismus in der Evangelischen Kirche A.B. in Siebenbrgen ist die beste Darstellung dieser Epoche aus kirchlicher Sicht, die bis dato erschienen ist. Die groen Linien der Entwicklung mit historischem Detail verbindend, beschreibt Dr. Ulrich A. Wien das Verhalten der siebenbrgischen Volkskirche und seiner Reprsentanten: den erzwungenen Rcktritt von Bischof Dr. V. Glondys, die manipulierte Wahl Bischofs W. Staedel und dessen Verstrickung ins nationalsozialistische System durch die Errichtung des "Instituts zur Erforschung des jdischen Einflusses auf das deutsche kirchliche Leben in Rumnien", verbunden mit der "Entjudung" als Ziel des Religionsunterrichtes, und vor allem die Gleichschaltung von Kirche und Schule. Ziel dieser Aktionen war die vlkisch-nationalsozialistische Umprgung des christlichen Glaubens, "von der schsischen Volkskirche zum Volksglauben". Diese angestrebte Umdeutung des christlichen Glaubens in eine antisemitische Volkstumsideolog
ie strzte die schsische Volkskirche in eine umfassende Krise. Der Autor beschreibt mit der historischen Distanz und Sachlichkeit eines Auenstehenden die sich daraus ergebenden Chancen, aber auch Grenzen der Mglichkeiten, sich dem Nationalsozialismus zu widersetzen. In der Tradition der modernen Kirchengeschichtsschreibung stehend, bewertet Wien das Verhalten der siebenbrgischen "Opposition" nicht als "Kirchenkampf", sondern beschreibt sie neutral als "Kirche im Nationalsozialismus".
Lesenswert sind auch die Untersuchungen Wiens zu Dr. Hans Otto Roth als Landeskirchenkurator, die "Entdeckungen zu dessen Religiositt", die Forschungsergebnisse zu relevanten Aspekten des Kirchenrechts, der Religionsfreiheit im Kommunismus, der Schulpolitik zwischen den Weltkriegen sowie die Studie ber die Anfnge der Diasporaseelsorge in Siebenbrgen.
Durch die fundierte Quellenarbeit, die systematische und kompakte Darstellung der Thematik stellt das Buch von Ulrich A. Wien einen Gewinn fr die kirchengeschichtliche Forschung dar. Der flssige und leicht verstndliche Stil erffnet dem kirchengeschichtlich und historisch interessierten Leser die Mglichkeit, sich ein objektives Bild ber die Zusammenhnge zwischen Kirche, Tradition und historischer Entwicklung unter zwei Diktaturen in Siebenbrgen zu verschaffen. Dafr sei Autor und Verlag herzlich gedankt.

Dr. August Schuller


Ulrich A. Wien: "Resonanz und Widerspruch. Von der siebenbrgischen Diaspora-Volkskirche zur Diaspora in Rumnien", Martin-Luther-Verlag, Erlangen, 2014, 622 Seiten, 39,00 Euro, ISBN 978-3-87513-178-9
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 4. DISKUSSIONEN 
Forum: Allgemeines Forum
Thema: Deutschland aktuell
Deutsche und Russen.
Forum: Allgemeines Forum
Thema: Institution Kirche
Der Sozialismus war sehr gut, die Religionen wurden in ihre Schranken verwiesen, ein Jeder hatte Arbeit und es herrschte Frieden.
Forum: Allgemeines Forum
Thema: Die Juden - Geschichte eines Volkes
Die Trkei ist eine einzige groe Enttuschung.
Forum: Allgemeines Forum
Thema: Rumnien heute
Rumniens korrupte Justiz ein Sprungbrett fr den Islamischen Staat?
Forum: Allgemeines Forum
Thema: Berichte aus Siebenbrgen
Braucht man eine bestimmte Kulisse um etwas sein zu knnen?
Forum: Allgemeines Forum
Thema: Quo vadis Europa?
Auf, nach Russland, dort gibt es Gas in Hlle und Flle, dort muss man nicht frieren.
Forum: Allgemeines Forum
Thema: Salafismus in Deutschland: Schicksal, oder selbst erzeugt?
Wieso konnte in Deutschland so etwas entstehen?
Forum: Allgemeines Forum
Thema: Witze, damit wir auch noch was zum Lachen haben...
Zwlfte Ehefrau von Lothar Matthus soeben in Bukarest geboren.
Forum: Allgemeines Forum
Thema: Renovierung eines alten schsischen Hauses
Wo kann man Frdergelder fr ein solches Projekt beantragen?
Forum: Soziale und rechtliche Integration
Thema: Sozialhilfe in Rumnien
Hat jemand genauere Informationen zu diesem Thema?
Forum: Jugendforum
Thema: Beitragsmangel
Die Jugend ist offline aktiv.
Forum: Wirtschaftliche Integration
Thema: Flughafenerffnung in Kronstadt
Wird der Flughafen in Kronstadt gewinnbringend arbeiten knnen?
Forum: Saksesch Wlt
Thema: Siebenbrgen Bauernbrot Rezept
Suche ein Rezept, so wie es frher gebacken worden ist.
Forum: Saksesch Wlt
Thema: Echte Hanklich
Hanklich muss man einmal mit jemandem mitbacken, der das kann.
Forum: Lachen uch Nodinken
Thema: Erlauschtes aus Tartlau - Kleine Schmunzelgeschichten
Als der Misch freien ging.
Weitere Themen finden Sie in unseren Diskussionsforen unter:
www.siebenbuerger.de/forum
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 5. RADIO- UND TV-TIPPS 
Quelle: Pressetexte der Sender
EinsPlus, Donnerstag, 2. Oktober, 8:00 bis 8:45
tagesschau24, Sonntag, 5. Oktober, 0:20 bis 1:05
die story: Wer betrgt, profitiert
Film von Sascha Adamek
"Wer betrgt, fliegt" - mit diesem Slogan hatte die CSU Arbeitseinwanderern gedroht und eine Debatte ausgelst. Die Sorge der CSU: Aus Bulgarien und Rumnien drohe eine Masseneinwanderung, um das deutsche Sozialsystem auszubeuten. Aber wer betrgt hier tatschlich wen? Diese Frage recherchierte story-Autor Sascha Adamek anhand zahlreicher Beispiele polnischer, bulgarischer, rumnischer und spanischer Arbeitnehmer.
Das Team begleitet eine Pflegekraft aus Polen, die fr einen Ganztagsjob bei einer Familie in Deutschland 800 Euro brutto erhlt - abzglich 200 Euro Steuern und Sozialabgaben in Polen. An die Agentur der Pflegekraft in Polen zahlt die Familie rund 1.300 Euro. 500 Euro bleiben also bei den Agenturen. Ein Millionengeschft!
Nicht besser steht es um bulgarische Arbeiter auf deutschen Baustellen. Offiziell allerdings sind alle sogenannte Solo-Unternehmer - das spart der deutschen Baufirma Lohn und Sozialversicherung. Ganz ungeniert rumt ein bekannter Bauunternehmer vor der Kamera ein, auf diese Weise pro Arbeitsstunde gut vier Euro einzusparen.
Auch in der Hotellerie wird der Mindestlohn ausgehebelt. Da zahlten Hotelreinigungsfirmen nur einen Akkordlohn pro Zimmer. Mindestlohn? Fehlanzeige! Der Film deckt mehrere Flle namhafter Berliner Hotels auf.
Radio-Tipp
SWR 2, Freitag, 3. Oktober, 10:03 bis 10:30
SWR2 Erzhlung
bersetz mir Wangenrot
Von Ernest Wichner
Kann man zu schn sprechen? Und warum sollte schnes Sprechen gefhrlich sein, und fr wen?
Ernest Wichner erzhlt von der Verfhrungsmacht der Sprache und der Zerbrechlichkeit wie auch Widerstndigkeit der von ihr Verfhrten.
Alles beginnt in Rumnien, in einem deutschsprachigen Banater Dorf Ende der 60er-Jahre und in einem Zugabteil unter jungen Gymnasiasten, um dann viele Jahre spter noch einmal im Westteil Berlins wiederzukehren - in einem seltsamen Verhr.
WDR, Samstag, 4. Oktober, 18:20 bis 18:50
Hier und Heute: Rote Laterne
Ein Film von Leonel Dietsche
Hinter dem Bochumer "Eierberg" verbirgt sich eines der ltesten Rotlichtviertel des Ruhrgebiets. Die Gasse "Im Winkel" ist ber die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Zu jeder Tageszeit kommen Mnner fr den schnellen Sex oder krperliche Nhe. Dort findet sich auch die Kneipe Rote Laterne.
"Im Winkel" trifft Regisseur Leonel Dietsche verschiedene Menschen aus dem Milieu, fr die Rotlicht Alltag bedeutet und erfhrt, dass auch der "Eierberg" im Wandel der Zeit steht. Das Tante-Emma-Ldchen wird zum Warenhaus mit Glitzerschuhen und Callshop, Puffs werden zur gewerblichen "Zimmervermietung" und viele Frauen kommen jetzt aus den neuen EU-Mitgliedsstaaten Bulgarien und Rumnien. So wie Mona Lisa, die sich als "Schlampe-Professional" bezeichnet und stolz darauf ist, dass sie ihre Mutter in Rumnien untersttzen kann: "Ich habe viel investiert, ich habe ein Appartement, Studio, Haus gekauft. Ich will in 10 Jahren sehen, fr was ich gearbeitet habe, fr was ich nicht geschlafen habe."
Ein Film ber den ganz normalen Alltag im Milieu.
EinsPlus, Freitag, 10. Oktober, 10:15 bis 10:45
Yourope
Traumjob Arzt?
berstunden, Nachtdienste, geringe Bezahlung, rztemangel in ganz Europa - ist Arzt heute noch ein Traumberuf? Was ist daran attraktiv fr Berufseinsteiger? In Frankreich gibt es zum Beispiel ein spezielles Stipendium fr Medizinstudenten, wenn sie sich verpflichten, anschlieend zehn Jahre in einer lndlichen Gegend zu arbeiten. In Deutschland schickt man Abiturienten, die am Numerus Clausus scheitern, zum deutschsprachigen Medizinstudium nach Ungarn. Die Osteuroper wiederum nutzen das Studium zum Absprung in den Westen. In Rumnien und Bulgarien herrscht lngst medizinischer Notstand. Kann Europa mit Austausch- und Frderprogrammen den rztemangel in den Griff bekommen? Und welche Chancen bieten sich hier fr junge Europer? Yourope schaut nach.
Europa im Blickpunkt: das moderne und interaktive Europamagazin - "Yourope". Im Fokus der 26-mintigen Sendungen stehen nicht nur die groen politischen Fragen, sondern auch die ganz alltglichen Herausforderungen der Europer.
ZDF neo, Donnerstag, 16. Oktober, 23:10 bis 23:40
Deutschland von auen
Folge 2: Rumnien
In Rumnien muss ZDFneo-Reporter Manuel Mglich erstmal sortieren: Karpaten, Siebenbrgen, Transsilvanien, sterreich-Ungarn, wie war das nochmal?
Vor allem zwei groe deutsche Themen beschftigen Rumnien aktuell. Zum einen erscheint vielen Rumnen die reiche Bundesrepublik als Wirtschaftsparadies verheiungsvoller denn je. Fr die Abiturienten der deutschen Bergschule in Schburg gilt die deutsche Sprache beinahe wie das Ticket in eine bessere Zukunft. Zum anderen kmpfen die letzten verbliebenen Siebenbrger Sachsen verzweifelt um ihre Identitt.
Manuel Mglich besucht unter anderem mit der ehemaligen Miss Germany Doris Schmidts deren Grovater in Kronstadt(rum.: Braşov). Der erzhlt bei selbstgebranntem Schnaps, warum er seine Enkelin lieber als Miss Romania gesehen htte. Auerdem: Ist der Tod - frei nach Paul Celan - ein Meister aus Deutschland? Manuel diskutiert mit dem Knstler Arnold Schlachter darber, ob vielleicht nicht nur die Ingenieurskunst, sondern auch das "Bse" "made in Germany" ist. Schlielich trifft Manuel die Geschwister Petra und Michael Acker, zwei alternative Musiker mit kontroversen Ansichten zur deutschen Einwanderungspolitik.
Deutschland: fernes Vaterland? Oder einfach nur: Deutschland - von auen?
Radio-Tipp
DR Kultur, Montag, 20. Oktober, 0:05 bis 1:00
Freispiel
Duisburg 3.0
Masterplan mit Rissen
Bestandsaufnahme in Duisburg, 2013: Hier stirbt ein Wohnviertel, klagen die vertriebenen Einwohner. Bruckhausen soll weichen und einem Grngrtel Platz machen, der Industrie- und Wohngebiet voneinander trennt, sagen die Stadtplaner. Planierraupen reien Grnderzeithuser ab, Schrottsammler aus Rumnien suchen in den Ruinen nach Eisenteilen. Drei Straenbahnstationen weiter lassen sich Trkinnen aus ganz Deutschland mit rauschenden Brautkleidern ausstaffieren. Eine weitere Haltestelle entfernt plant eine Investorengruppe ein Outlet-Center fr 24 Millionen Kunden. Eine Ortsbegehung im Meltingpot Duisburg.
MDR, Dienstag, 21. Oktober, 22:05 bis 22:48
Deutsche gegen Devisen. Ein Geschft im Kalten Krieg
Film von Răzvan Georgescu
ber mehr als 20 Jahre gab es zwischen der Bundesrepublik und Rumnien einen geheimen Deal. Der kommunistische Diktator Nicolae Ceauşescu lie Deutschstmmige im Kalten Krieg nach Deutschland ausreisen, gegen die Zahlung von Kopfgeld. Die "Geheimsache Kanal", wie sie in Bonn genannt wurde, kostete die Bundesrepublik geschtzt ber eine Milliarde DM. Dem Regime in Bukarest halfen die Devisen, seine Staatsschulden zu tilgen.
Rund 250.000 Menschen verlieen so ihre Heimat, der Groteil aller Deutschstmmigen in Rumnien. Mehr als 800 Jahre hatten ihre Vorfahren in Siebenbrgen und im Banat gelebt. Fr viele wurde der Pass nach Deutschland zur Versprechung. Er bestimmte ihre Zukunft und das Schicksal ihrer Familien.
Die bundesdeutsche ffentlichkeit erfuhr vom grten Freikauf der Geschichte nichts. Ceauşescu hatte uerste Geheimhaltung abverlangt, die Welt sollte nicht erfahren, dass Rumnien einen Handel mit seinen Brgern betrieb. Selbst im Bonner Innenministerium waren nur wenige ber die Operation informiert. Alleiniger Verhandlungsfhrer im Auftrag der Bundesregierung war der Dsseldorfer Anwalt Heinz Gnther Hsch. Zwischen 1968 und 1989 reiste er mehrere hundert Male zu Treffen mit dem rumnischen Geheimdienst Securitate, oft mit Koffern voll Geld und einer Pistole im Gepck.
25 Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs ffnet Heinz Gnther Hsch fr die Dokumentation seine Archive und berichtet ber die "Geheimsache Kanal". Durch seine Unterlagen und Berichte hilft er, ein weitgehend unbekanntes Kapitel des Kalten Krieges zu rekonstruieren. Politisch Verantwortliche von damals kommen in der Dokumentation ebenso zu Wort wie zahlreiche Rumniendeutsche, die die Umstnde ihrer Ausreise und die Geschichte ihrer Familien erzhlen.
MDR, Mittwoch, 22. Oktober, 20:45 bis 21:15
Missbrauchte Seelen
Grausame Geschfte mit Kinderpornografie
Film von Martin Kraushaar und Arndt Ginzel
Wenn Kinder zu Opfern werden: Als Lustobjekte missbraucht und hufig zum Sex gezwungen - oft vor der Kamera. Gewalt, Manipulation oder extreme Armut bringen Minderjhrige dazu, sich auszuziehen und zu tun, was ihre Peiniger verlangen. Die Tter verbreiten Fotos und Videos massenhaft im Internet.
Wochenlang sind Arndt Ginzel und Martin Kraushaar den Geschften mit der Kinderpornografie nachgegangen. Der Film liefert einen exklusiven Einblick in die Schattenwelten pdophiler Netzwerke. Sie agieren weltweit und nutzen geschickt unterschiedliche Gesetzeslagen aus. Die Tter agieren in Lndern wie Rumnien oder auf den Philippinen. Dort gehrt in den Armenvierteln diese Form sexueller Gewalt zum Alltag vieler Minderjhriger.
Was geht in den Ttern vor, die jeden Tag im World Wide Web nach Aufnahmen nackter Kinder suchen? Und wieso ist es fr Ermittler schwer, Ihnen auf die Spur zu kommen und strafbare Handlungen nachzuweisen?
Die Vereinten Nationen beziffern den Umsatz mit kinderpornografischen Inhalten auf rund 20 Milliarden Dollar jhrlich. Jeden Moment sind weltweit 750.000 Mnner im Internet auf der Suche nach Kontakt zu Minderjhrigen. Kaum, dass ein Pdophilen-Ring aufgeflogen ist, entsteht irgendwo anders schon das nchste Netzwerk.
Exakt-Die Story berichtet ber Pdophile und deren Neigungen, folgt den verschlungenen Wegen der Hndler von Kinderpornografie, trifft Tter, die Tag fr Tag Bildmaterial herstellen und besucht deren Opfer.
Weitere Tipps demnchst auf Siebenbuerger.de.
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 6. INTERVIEW 
Fhrungswechsel in der Saxonia Stiftung
Gesprch mit dem neuen Geschftsfhrer Klaus-Harald Sifft
Rund 1200 Projekte hat die Kronstdter Saxonia Stiftung in mehr als zwei Jahrzehnten ihres Bestehens gefrdert. Sie hat fr die soziale Betreuung zahlreicher Menschen in Not gesorgt, die in Siebenbrgen lebenden Sachsen untersttzt, kulturelle Initiativen mitfinanziert, sich als Schaltstelle zwischen auslndischen Frderern und siebenbrgischen Empfngern etabliert. Entsprechend vielfltig und anspruchsvoll sind nun die Erwartungen an den neuen Geschftsfhrer, der Anfang dieses Jahres die Nachfolge von Karl-Arthur Ehrmann angetreten hat. Der 45-jhrige Kronstdter Klaus-Harald Sifft bringt neben wirtschaftlichem Wissen auch langjhrige Management-Erfahrung mit. Fr die siebenbrgisch-schsische Gemeinschaft setzt er sich seit Frhjahr 2014 auch als Vorstandsmitglied des Demokratischen Forums der Deutschen im Kreis Kronstadt ein. Er ist Absolvent des Honterus-Gymnasiums, hat Maschinenbau studiert und leitet seit mehr als 15 Jahren sein eigenes Unternehmen, das Kleinwasserkraftwerke b
aut und verwaltet. Auswandern war fr ihn keine Option. Die Begrndung? "Mir hat hier nichts gefehlt." SbZ-Korrespondentin Christine Chiriac sprach mit Klaus-Harald Sifft im Saxonia-Sozialzentrum in Rosenau.
Herr Sifft, welches ist der aktuelle Stand der Dinge bei der Saxonia?
In der "neuen" Stiftung sind wir zurzeit mit drei Projekten fr das laufende Jahr beschftigt, die vom Bundesinnenministerium (BMI) gefrdert werden. Wir freuen uns auf Antragsteller aus den Reihen der kleinen und mittelstndischen Unternehmen. Wir arbeiten nach dem Prinzip "Wer zuerst kommt, mahlt zuerst" - also kann ich die Firmenbesitzer, die die BMI-Frderkriterien erfllen, nur ermutigen, ihre Antrge einzureichen. Auerdem ist momentan viel im Hotel zu tun, wir hatten im Sommer zahlreiche Gste und sind auch im September gut ausgelastet.
Sie haben die Koordination aller drei Sektionen der Saxonia bernommen. Inwiefern gehren die unterschiedlichen Ttigkeitsbereiche zusammen?
Schon immer war es fr mich klar, dass aus Sicht der Gemeinschaft die Saxonia ein und dasselbe ist und bleibt. Das ist fr mich sehr wichtig. Es stellt sich hchstens die Frage, ob wir angesichts der vielfltigen Aufgaben noch zustzliches Personal einstellen sollen. Erst bei meiner Nominierung durch das Direktorium Anfang dieses Jahres wurde mir nmlich klar, dass nicht nur mein Vorgnger im Amt, Karl-Arthur Ehrmann, geht, sondern auch mehrere unserer Mitarbeiter. Hier mssen wir eine Lcke berbrcken.
Wie viele Mitarbeiter zhlt Ihr Team zurzeit?
Neben unserer engagierten und verlsslichen Sekretrin, Eszter Piroska, haben wir eine Buchhalterin, einen Referenten und gelegentlich - unter Zeitvertrag - einen Handwerker fr kleine Reparaturen. Im Monat August wurde unser Team durch eine Empfangsdame im Hotel ergnzt, und es wurde ein Manager fr das Hotel vertraglich verpflichtet.
Welche Bedeutung messen Sie der Hilfe und den Spenden der Siebenbrger Sachsen in Deutschland, sterreich und bersee bei, die ber das Sozialwerk laufen?
Die Hilfe und die Spenden aller unserer Spender sind fr die deutsche Minderheit, die wir betreuen, sehr wichtig - und fr die Saxonia Stiftung eine Existenzgrundlage. Ohne diesen selbstlosen Einsatz der Spender knnte die Stiftung gar nicht mehr existieren, da sie ber keine andere Einnahmequelle verfgt. Wir versuchen, die Spenden so sparsam wie mglich zu verwalten, um sie den rechtmigen Empfngern zu bergeben. Ab und zu erreichen uns Dankesbriefe, die wir unseren Spendern weiterleiten, damit sie die Gewissheit haben, dass ihre Aktionen den Bedrftigen zu Hilfe kommen, fr die sie bestimmt wurden. Im Juni hatte ich die Chance, Dr. Johann Kremer, den Vorsitzenden des Sozialwerks, und seine Ehefrau kennenzulernen. Anfang September besuchte uns Peter Pastior, Ehrenvorsitzender des Sozialwerks, mit Familie, und erzhlte mir freundlicherweise aus der Geschichte und Ttigkeit des Sozialwerks und des Verbandes der Siebenbrger Sachsen. Natrlich muss auch hier das Bundesinnenministeri
um (BMI) erwhnt werden, da von dort jhrlich Geldmittel an das Sozialwerk bergeben werden, um Hilfsprojekte in Siebenbrgen zu untersttzen. Ich bedanke mich auch auf diesem Weg recht herzlich bei allen unseren Spendern und versichere ihnen, dass die Stiftung ihre Arbeit weiterfhren wird, so lange es Bedrftige in den Reihen der deutschen Minderheit in Siebenbrgen gibt.
Mit welchen Summen werden die Projekte gefrdert, die bei der Saxonia eingereicht und genehmigt werden?
Das Bundesinnenministerium, vertreten durch Baden-Wrttemberg International, begutachtet und genehmigt Projekte, die bis hchstens 35000 Euro gehen. Es gibt aber zustzlich Projekte, die nicht direkt vom BMI, sondern aus Rckflussgeldern finanziert werden. Die Gefrderten zahlen ihre Kredite in maximal fnf Jahren zurck und aus diesen Mitteln knnen wir weitere Projekte im Hchstwert von 20000 Euro frdern. Nicht zu vergessen sind auch die gemeinschaftsfrdernden Manahmen, die fr das Forum und die Kirche bestimmt sind. Diese machen hchstens ein Viertel der jhrlich erhaltenen "Frischgelder" aus, werden aber aus den Rckflussmitteln finanziert.
Welche von der Saxonia gefrderten Projekte sind besonders erfolgreich?
Wir haben zahlreiche Projekte in den Bereichen Landwirtschaft, Handwerk und Gewerbe, Kleinindustrie sowie Dienstleistungswesen untersttzt, unabhngig von der Nationalitt des Antragstellers. Mein Lieblingsbeispiel ist die Gieerei "Select Metlemplast" in Oderhellen, die ich unlngst besucht habe. Diese Firma hat smtliche Punkte erfllt, die in der Evaluation des BMI vorgesehen sind, und ist sehr erfolgreich. Der Firmeninhaber, Imre Lzr, hat vor zwanzig Jahren in einer Garage mit zwei ausrangierten spanabhebenden Maschinen begonnen. Heute beschftigt er 190 Mitarbeiter und besitzt mehrere Werkhallen, etwa eine Stahlgieerei, eine Gusseisengieerei und eine Nichtmetallgieerei. Er arbeitet viel mit Siemens zusammen und exportiert 80 Prozent seiner Produktion nach Deutschland.
Ein weiteres Beispiel ist der Landwirtschaftsbetrieb "Taragona" in Neustadt, der rund 90 Hektar eigenen und zustzlich gepachteten Boden bearbeitet. Die Felder sehen aus wie in Westeuropa - und das ist hierzulande nicht selbstverstndlich.
Haben Sie auch unter den Frderern der "alten" Saxonia ein Lieblingsbeispiel?
Die Familie Margret und Heinrich Duwel aus Germersheim. In mehr als zwei Jahrzehnten haben sie rund 40 Transporte mit 185 Tonnen Hilfsgtern im Gesamtwert von 35 Millionen Euro nach Siebenbrgen vermittelt. Das bereits erwhnte Sozialwerk der Siebenbrger Sachsen, die Neue Kronstdter Zeitung und die Familie Krauss aus Sankt Englmar gehren ebenfalls zu unseren treuesten Untersttzern.
Was wnschen Sie der Saxonia fr die Zukunft?
Dass uns das BMI und das Sozialwerk auch weiterhin untersttzen, damit wir unseren Landsleuten weiterhin helfen knnen und weitere Projekte angehen knnen. Das ist meine grte Hoffnung. Und dass unser Hotel auch in Zukunft eine gut besuchte Unterkunft fr Landsleute von nah und fern bleibt.
Zur Information:
Die Saxonia Stiftung, die 1992 auf Initiative des Sozialwerks der Siebenbrger Sachsen gegrndet wurde, ist in den Verwaltungskreisen Alba, Bistritz, Hargita, Hermannstadt, Hunedoara, Klausenburg, Kronstadt, Kovasna und Mieresch ttig und wird von der Evangelischen Kirche A.B. in Rumnien und dem Demokratischen Forum der Deutschen in Siebenbrgen getragen. 2008 musste entsprechend einem neuen Gesetz ber die Ttigkeit von Finanzinstitutionen die Aktivitt der Stiftung ausgegliedert werden: die Sozialinstitution (im Volksmund "alte" Saxonia genannt) behielt ihre Gremien und Aufgabenbereiche, whrend die Wirtschaftsfrderung und Verteilung der Frdermittel des Bundesinnenministeriums von einer neu gegrndeten "Stiftung fr Internationale Zusammenarbeit Saxonia-Transilvania" bernommen wurden. Auerdem gibt es noch seit den neunziger Jahren eine GmbH der Saxonia, die zurzeit in Rosenau das Hotel "Casa Saxonia" betreibt.
Anschrift:
Saxonia Stiftung
Neugasse/str. Caraiman 32-34
505400 Rosenau/Râşnov
Telefon: (0040-268) 473902
oder (0040-268) 472050
Telefon/Fax: (0040-268) 476976
E-Mail: office@saxonia.ro
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