Siebenbuerger.de-Newsletter Nr. 198

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Siebenbuerger.de
Newsletter 
I S S N 1 6 1 8 - 9 1 9
1  
 Ausgabe: 198 / 01.03.2015
Abonnenten:     6 6 1 6  
 INHALTSVERZEICHNIS 
1. Vorwort » Familienmitgliedschaft, TV-Tipp
2. SbZ-Artikel » Mitgliedsausweis, Jugend
3. Diskussionen » Gott, Johannis
4. TV-Tipps » Wildnis, Schnee
5. Portrt von Dr. Felix Klein
6. Leserecho
"Lassen Sie uns gemeinsam werben, damit unsere Gemeinschaft wieder wchst."
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 1. VORWORT 
Liebe Leserinnen und Leser,
der einheitliche Mitgliedsausweis des Verbandes der Siebenbrger Sachsen in Deutschland ist endlich da und wird in nchster Zeit ber die Kreisgruppen an die Mitglieder verteilt. Der Ausweis macht die Zugehrigkeit zur siebenbrgisch-schsischen Gemeinschaft sichtbar und ermglicht dem Mitglied den Zugang zu Vergnstigungen bei Veranstaltungen des Verbandes der Siebenbrger Sachsen in Deutschland.
Wenn neben dem zahlenden Mitglied auch weitere Familienangehrige als Mitglieder eingetragen sind, erhalten diese ebenfalls einen Ausweis. Durch den neuen Mitgliedsausweis wird nun in vielen Familien auch die Frage nach dem Umfang der Familienmitgliedschaft beantwortet. Oder wussten Sie schon darber Bescheid? Diese Frage errtern wir in unserer neuen Umfrage.
Im heutigen Newsletter stellen wir Ihnen einen Diplomaten mit siebenbrgischen Wurzeln vor. Botschafter Dr. Felix Klein ist Sonderbeauftragter der Bundesregierung fr die Beziehungen zu jdischen Organisationen und Antisemitismusfragen. Im Portrt geht es unter anderem um Karrierediplomatie, familire Hintergrnde und wachsende antisemitische Tendenzen.
Als TV-Tipp mchten wir Ihnen die Reportage "Transsilvanien im Schnee" empfehlen, die am Samstag, dem 7. Mrz, ab 16:30 Uhr, im Ersten gezeigt wird.
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 2. SBZ-ARTIKEL 
Dazugehren sichtbar machen
Der neu eingefhrte, einheitliche Mitgliedsausweis des Verbandes der Siebenbrger Sachsen in Deutschland ist da. Der im handlichen Scheckkartenformat gestaltete personalisierte Ausweis wurde bereits an die Kreisgruppen versandt zur Verteilung an die Mitglieder. Abgesehen von ihrer attraktiven Optik bietet die Karte verschiedene sinnvolle Nutzanwendungen, sie ist darber hinaus ein die Gemeinschaft in unserem Verband strkendes Identifikationsmittel.
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Gedenkfeier in Bukarest erinnert an Russlanddeportation der Deutschen aus Rumnien vor 70 Jahren
Etwa 70000 Deutsche aus Rumnien - 112000 aus ganz Sdosteuropa - wurden im Zuge des Zweiten Weltkrieges zur Zwangsarbeit in russische Arbeitslager deportiert: Junge, arbeitsfhige Menschen - Mnner zwischen 17 und 45 Jahren, Frauen von 18 bis 30 Jahren, Knaben und Mdchen, manchmal sogar mit ihren Vtern und Mttern zusammen - wurden in Viehwaggons verfrachtet und mitten im strengen Winter 1945 abtransportiert. Wochen oder gar Monate dauerte die Reise in ein unbekanntes Schicksal. Familien wurden auseinandergerissen, in verschiedene Arbeitslager gebracht. Mit den Lieben, die in der Heimat verblieben - den Kindern und Groeltern oder den Mnnern, die noch an den Fronten kmpften, denn zum Zeitpunkt der Deportation war der Krieg noch nicht zu Ende - riss jahrelang jeder Kontakt ab. Fnf Jahre lang, manche auch lnger, kmpften die Deportierten gegen Klte, Hunger und Tod in den Erz- und Kohleminen und -fabriken im Donbass oder im Ural, bis die meisten der berlebenden 1948/49, einige
erst 1950/51, zurck in die Heimat durften. Die anderen etwa 10000, die Krankheit, Arbeitsunfllen oder dem Hunger zum Opfer gefallen waren, schluckte die russische Erde: nackt, namenlos, wrdelos. Kein Grabstein, keine Gedenktafel erinnert bis heute in der ehemaligen Sowjetunion an ihr Schicksal - an den Teil der Geschichte, den es berhaupt erst seit der Wende 1989 zu geben begann.
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Aktuelle Schlagzeilen:
» SJD 2020 - Teil 1
» Jugend bereitet Heimattag 2015 vor
» Heimattag: Anmeldung der HOG-Trefflokale
» Anmeldung zum "Siebenbrgischen Dorf" in Dinkelsbhl
» Anmeldung zu den Verkaufsausstellungen in Dinkelsbhl
» Jahresbericht 2014 der Stiftung Siebenbrgische Bibliothek
» Deutsche Aussiedler sind keine Migranten
» Glanzvolle Ballnacht in Mnchen
» Siebenbrgischer Unternehmer Michael Schmidt erhlt Bundesverdienstkreuz
» Klaus Johannis gewinnt Botschafter Lazăr Comănescu als Prsidialberater
» Armutsbekmpfung: Victor Ponta stellt soziale Regierungsstrategie vor
» Fortschritte bei der Korruptionsbekmpfung
» Bundestag untersttzt deutschsprachigen Unterricht in Rumnien
» Dem Zeitgeist widerstanden: 25 Jahre seit dem Tod von Bischof D. Albert Klein
» Zum Tod von Altbundesprsident Dr. Richard von Weizscker
» "Zeiden, im Januar"
» Interview mit Pfarrer Johann Zey ber die Arbeit im Reener Lndchen
» "Damit unsere Kultur in Erinnerung bleibt"
» 25 Jahre Forum Kronstadt
» Deportationskonferenz in Hermannstadt
» Deportationsgedenken in Reschitza
» Deportationsgedenken im Haus der Heimat in Nrnberg
» Rechtzeitig mahnen und eingreifen!
» Herta Daniel in Rottweil zur Ritterin gekrt
» Bayerischer Ministerprsident empfngt Tanzmariechen
» Schwungvoller Faschingsauftritt der Kinder- und Jugendtanzgruppe Heilbronn
» Faschingsball in Landshut
» Frauenball in Traun
» Musealarm bei den Siebenbrgern in Waldkraiburg
» Bunter Kinderfasching in Nrnberg
» Leserecho: Urzelbrauch aus Deutschland nach Siebenbrgen gebracht
» Kreisgruppe Bad Homburg/Frankfurt: Neuer Vorstand
» Kreisgruppe Wiehl-Bielstein: Neuer Vorstand mit Durchschnittsalter von 43,2 Jahren
» Neuer Vorstand in Ingolstadt gewhlt
» Treffen der Siebenbrger Sachsen in der Schweiz
» Rumnienreise: Auf den Spuren der Geschichte der Siebenbrger Sachen
» Hessischer Preis "Flucht, Vertreibung, Eingliederung" 2015
» Einladung: "Erzhlungen und Lieder aus Siebenbrgen" in Bonn
» Mundarttheater in Regensburg: "Der Knoifel Gust"
» Siebenbrger Nachbarschaft Meschen trifft sich in Ilsfeld
» Meet and Greet der Jugendtanzgruppe von morgen
» Musik-Jugendwettbewerb in der Metropolregion Nrnberg
» Teilnahme am Leonberger Pferdemarkt
» Einladung zum Seminar "Krieg, Flucht, Vertreibung - was geht uns das heute an?"
» Quellenband mit Dokumenten ber Auswanderer in das Knigreich Ungarn erschienen
» Rumnienaussteiger fr Filmprojekt gesucht
» Siebenbrgisch-schsische Deportierte in der Malerei
» Gedicht einer jungen Deportierten: "Sehnsucht"
» Evakuierung 1944-1945: Gedanken aus der Ferne
» Niemals war er besser: Peter Maffay in der Olympiahalle in Mnchen
» Nora Iuga in Berlin
» Dagmar Dusil liest in Leipzig
» "Die Zeit ist kostbar, die Worte sind es auch"
» Leuchtende Schatten: Interview mit der Autorin Iris Wolff
» "Lichtskulpturen" von Waldemar Mattis-Teutsch in Nrnberg
» Michael Barner - ein Maler mit Farben, Worten und Tnen
» Fotografien von Fritz Schiel im Kronstdter Kunstmuseum
» Ausstellung Horst Franz Josef in Mnchen
» 33. Keramikmalkurs im Landesbildungszentrum Schloss Zell an der Pram
» Jugendkochbuch des Stadtjugendrings Kempten erschienen
» Otto F. Gliebe: "De Wuejchtel"
» Berliner Philharmoniker in Bukarest
» berwltigender Zuspruch fr Batullapfelbaum
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 3. DISKUSSIONEN 
Forum: Allgemeines Forum
Thema: Deutschland aktuell
Seit mehr als fnf Jahren schau ich kein Fernsehen und dieses Forum ist auch zu einer "Kloake" mutiert.
Forum: Allgemeines Forum
Thema: Ukraine heute.
Ich bin Europer im 21. Jahrhundert und diese Colt- und AK47-Brunzer sollen sich zum Teufel scheren.
Forum: Allgemeines Forum
Thema: Die Juden - Geschichte eines Volkes
Da es keinen Gott gibt, kann auch kein Volk von ihm auserlesen worden sein.
Forum: Allgemeines Forum
Thema: Rumnien heute
Prsident Iohannis besucht Deutschland und die Resonanz in deutscher Presse und Fernsehen ist fast gleich null.
Forum: Allgemeines Forum
Thema: Aufschuberklrung
Was muss in der Aufschuberklrung drinstehen?
Forum: Allgemeines Forum
Thema: Klaus Johannis als Staatsprsident Rumniens
In Cotroceni ticken auch die Uhren deutsch.
Forum: Soziale und rechtliche Integration
Thema: Auszug aus dem Geburtsregister
Wie kommt man an diesen Auszug in Rumnien?
Forum: Soziale und rechtliche Integration
Thema: Nachgewiesene und Glaubhafte Zeiten
Es gibt unterschiedliche Bescheinigungen fr Tagelhner und fr Monatslhner.
Forum: Saksesch Wlt
Thema: Allerloa af saksesch uch detsch
Der wld Hangd
Weitere Themen finden Sie in unseren Diskussionsforen unter:
www.siebenbuerger.de/forum
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 4. TV-TIPPS 
Quelle: Pressetexte der Sender
Das Erste, Samstag, 7. Mrz, 5:30 bis 5:55
Das Erste, Sonntag, 8. Mrz, 6:45 bis 7:10
Durch die Wildnis - Transsilvanien
Unberhrte Natur erleben - ohne Eltern, ohne Internet und Fernsehen? "Durch die Wildnis" gibt sechs Jugendlichen die Chance, in der weiten Landschaft Transsilvaniens ein ganz besonderes Ferienabenteuer zu erleben - spannende Wildnisaktionen inklusive.
Auch in Folge zwlf mssen die sechs Jugendlichen wieder ordentlich wandern, um das nchste Etappenziel zu erreichen. Vivi hat sich am Fu verletzt und kann nicht mitlaufen. Zum Glck wartet mit dem Giant Swing eine Herausforderung, bei der die sechs nicht auf die Fe angewiesen sind. Schwindelfrei sollten sie dagegen schon sein. Action pur!
Weitere Folgen jeweils am Sonntag ab 6:45 Uhr mit Wiederholung am darauffolgenden Samstag ab 5:30 Uhr.
Das Erste, Samstag, 7. Mrz, 16:30 bis 17:00
tagesschau24, Samstag, 7. Mrz, 19:30 bis 20:00
tagesschau24, Samstag, 7. Mrz, 23:15 bis 23:45
Das Erste, Samstag, 14. Mrz, 4:35 bis 5:08
Reportage im Ersten: Transsilvanien im Schnee
Eine Reise durch das kalte Herz Rumniens
Film von Dr. Till Rger
Transsilvanien, das klingt nach einsamen Bergtlern, in denen Wlfe heulen und Graf Dracula im bleichen Licht des Vollmonds sein Unwesen treibt. In dieses sagenumwobene Land, besser bekannt unter dem Namen Siebenbrgen, geht die Winterreise fr die "Reportage im Ersten". Wer Transsilvanien hrt, der denkt fast schon automatisch an Vampire oder Werwlfe - doch wie ist Transsilvanien wirklich?
Auf seiner Reise durch das kalte Herz Rumniens begegnet ARD-Korrespondent Till Rger einem hundebegeisterten Priester, der regelmig Hundeschlittenrennen organisiert, um Gott nher zu kommen. Mit Husky- und Malamut-Hunden erkunden wir auf dem Rennschlitten schneebedeckte Weiten. Vom Schlitten wechseln Till Rger und sein Kamerateam aufs Snowboard und begleiten den rumnischen Snowboardchampion Laurenţiu Stan auf seiner rasanten Fahrt durch die transsilvanischen Schneeberge bei Kronstadt (rum.: Braşov).
In Trzburg (Bran) besucht Till Rger das Schloss des Grafen Dracula. Hier lebte angeblich das historische Vorbild fr die vom irischen Romanautor Bram Stroker erfundene Figur des blutsaugenden Vampirs Graf Dracula: Der Graf Vlad Ţepes - Spitzname "Der Pfhler"- da er mehrere tausend seiner Feinde auf Pfhlen qualvoll aufspieen lie. Egal ob man dran glaubt oder nicht, sich ab und zu ein wenig zu gruseln, ist irgendwie prickelnd. Und wo geht das besser als in Transsilvanien?
Einen echten Grafen, nmlich Graf Tibor Kálnoky, trifft Till Rger in dessen altem Jagdschloss in Micloşoara. Die Familie Kálnoky lebt seit Generationen in Transsilvanien und restauriert inzwischen alte Schlsser und Bauernhfe. Graf Kálnoky gibt dem ARD-Kamerateam auch einen exklusiven Einblick in das rumnische Urlaubsdomizil des britischen Thronfolgers Prinz Charles, der jedes Jahr drei Wochen in Siebenbrgen verbringt.
Caroline Fernolend, die sich um den Erhalt des kulturellen Erbes der Siebenbrger Sachsen bemht, erklrt dann den Ursprung der historischen Kirchenburg von Deutsch-Weikirch (rum.: Viscri) und fhrt zum letzten Kalkbrenner der Region, der sich auch noch als Snger und Komponist entpuppt.
Schlielich erforscht Till Rger noch die Almescher Hhle, in der Eiszapfen wie von Geisterhand aus dem Boden wachsen und menschliche Figuren bilden.
Spannende und berhrende Geschichten von Menschen inmitten einer spektakulren Landschaft, die einem auch in der winterlichen Klte Transsilvaniens das Herz erwrmen.
SWR, Sonntag, 8. Mrz, 10:30 bis 11:15
Deutschland, deine Knstler
Peter Maffay
Sein Gesicht ist gezeichnet vom bewegten Dasein eines Rockers, der sein Leben auf der Bhne verbracht hat. Und doch ist es irgendwie jungenhaft geblieben. Verschmitzt. Peter Maffays Karriere ist geprgt von Triumphen, Abstrzen und Phasen der Neuorientierung. Mittlerweile 60 Jahre alt, gehrt er zur Generation von Roy Black, konnte sich aber schnell vom Image des Schlagersngers befreien und sang mit "Eiszeit" das Lied der Friedensbewegung.
Fr seine CD "Tattoos" hat er 14 seiner frheren Megahits mit groem Orchester neu eingespielt. Dabei meint es der Titel der Platte ganz wrtlich: Seine Songs haben sich wie Ttowierungen fr immer eingebrannt. Peter Maffay ruht sich nicht aus auf seinen musikalischen Erfolgen, engagiert sich politisch und fr humanitre Projekte, und das nimmt man ihm auch ab. Und er ist ein Arbeitstier; in der Badewanne liegt er allenfalls, um einen guten Song zu machen. Auf die Frage, was ihn antreibt, sagt er selbstironisch: "Kleine Menschen brauchen eine Bhne, um wahrgenommen zu werden."
Wenn er sich nicht auf Mallorca bei seiner Frau Tania und seinem sechsjhrigen Sohn Yaris aufhlt, steckt er all seine Kraft in die von ihm gegrndete Kinder-Stiftung. In seiner Heimat Rumnien hat er ein Kinderheim errichtet. Maffay ist stndig neuen Herausforderungen auf der Spur. Er mchte, und das ist fr ihn keine Phrase, die Welt ein bisschen besser machen. Und so fhrt er ein Leben zwischen Musik, Familie und humanitren Hilfsprojekten. Der Film zeigt, wie es ihm gelingt, all das zu verbinden und dabei immer bodenstndig, authentisch und zielstrebig zu bleiben.
Die Autorin Vanessa Ncker begleitet den engagierten Menschen und den Knstler Peter Maffay und zeigt, dass es den einen ohne den anderen nicht gibt. Den Zuschauern wird ein Blick hinter die Kulissen gewhrt, whrend der Entstehung des Albums: Was alt ist, wird neu arrangiert; Vollblut-Musiker unter sich. Musikmachen, das heit fr Maffay, Menschen zu erreichen. Ausschlaggebend ist dabei immer das eigene Feeling. Jerusalem und Mallorca sind die Stationen des Aktivisten Peter Maffay. Er trifft auf den israelischen Staatsprsidenten Schimon Peres, spricht mit traumatisierten Kindern - und er aktiviert deutsche Politiker fr seine Projekte.
ber Peter Maffay erzhlen sein Band-Gitarrist Peter Keller, sein Produzent Carl Carlton, der Schlagzeuger Bertram Engel, Udo Lindenberg und Nena.
n-tv, Mittwoch, 11. Mrz, 23:05 bis 0:00
Spezialeinheiten - Einsatz an der Grenze
Jedes Jahr versuchen ber 100 illegale Einwanderer von Afrika ber Rumnien nach Europa zu gelangen. Es ist der Job der rumnischen Polizei, die oftmals verzweifelten Menschen aufzuhalten. Whrend eines Nachteinsatzes entdecken die Beamten eine Gruppe junger Mnner aus Marokko. Die n-tv Dokumentation ist mit dabei.
WDR, Montag, 16. Mrz, 22:00 bis 22:45
EinsPlus, Mittwoch, 18. Mrz, 11:00 bis 11:45
EinsPlus, Donnerstag, 19. Mrz, 8:00 bis 8:45
Die Einsteiger - Warum Deutschland so attraktiv fr Einbrecher ist
aus der Reihe "die story"
Ein Film von Christian Bock
Frank D. und Ute Z. ahnen nichts, als sie in ihr Einfamilienhaus bei Aachen zurckkehren. Die Terrassentr steht offen, Wohnzimmer und Bro sind durchwhlt, Bargeld, Schmuck, der Ehering - alles weg. "Ich mag hier gar nicht mehr schlafen, weil Fremde im Haus waren", sagt die Bestohlene.
60.000 Mal im Jahr wird allein in Nordrhein Westfalen eingebrochen. Die Aufklrungsquote ist erschreckend gering. Im Raum Aachen wird nur jeder zehnte Fall aufgeklrt, in Kln und Wuppertal sieht es nicht viel besser aus. Rdiger Thust vom Bund deutscher Kriminalbeamter gibt der Personalpolitik seiner Behrde die Schuld: "Kriminalbeamter, das war einmal ein Ausbildungsgang. Das ist abgeschafft. Jetzt mssen ungelernte Kollegen gleich Profi-Einbrecher jagen."
Thomas Kirsch, 38 Jahre, ist seit dreieinhalb Jahren bei der Aachener Kripo. Mehrmals pro Schicht wird er zu Wohnungseinbrchen gerufen. Und meist kann er nur feststellen, dass Tren und Fenster mal wieder mangelhaft gesichert und Geld und Schmuck nicht besonders originell versteckt waren. Die Nachbarn haben nichts Brauchbares gesehen, und der oder die Tter sind ohnehin lngst ber alle Berge. "Das beginnt mit der Umstellung auf die Winterzeit, dann geht die Saison los", sagt er. "Da sind viele Profis dabei, reisende Intensivtter. Die brauchen fr einen Einbruch 15 Minuten, dann sind sie weg."
Die Rumnen Ion und Petre, 23 und 26 Jahre alt, sind reisende Intensivtter. Sie wohnen im rmsten Stadtteil von Bukarest. Beide berichten, wie einfach sie ihre Touren organisieren. Busse fahren nach Deutschland, in Kln oder Dsseldorf trifft man Kontaktleute in Kneipen, die verkaufen fr ein paar Euro Tipps, welche Adressen lohnend aussehen. Ion und Petre fahren hin, brechen ein, verkaufen die Beute zur Hlfte des Marktpreises und sind nach ein paar Tagen wieder zu Hause.
story-Autor Christian Bock begleitet Kriminalbeamte bei ihrer tglichen Arbeit. Er spricht mit Einbrechern in Deutschland und Rumnien. "Wir wollen auf keinen Fall jemandem begegnen. Wenn wir merken, da sind Leute, hauen wir so schnell es geht ab", sagt Einbrecher Petre.
BR Fernsehen, Donnerstag, 19. Mrz, 23:25 bis 0:15
Celibidache probt Bruckner
In diesem Filmportrt geht es um Sergiu Celibidache, den Orchester-Erzieher, um die konzentrierte Zusammenarbeit eines eingespielten Teams, hier mit seinen Mnchner Philharmonikern bei den Proben zu Bruckners 9. Symphonie. Celibidache hatte seit 1979 nur noch die Mnchner Philharmoniker dirigiert und das Orchester nach seinen Vorstellungen geformt. Gab es in den ersten Jahren noch heftige Auseinandersetzungen auf den Proben mit oft scharfen Tnen, so herrscht in diesem Dokument der Ton sachlichen, herzlichen, fast freundschaftlichen Einvernehmens vor.
Im Gegensatz zur gngigen Konzert- und Probenfilmsthetik konzentriert sich der Filmautor ganz auf den Dirigenten und zeigt die Musiker immer nur dann, wenn es zu einem - musikalischen oder verbalen - Dialog mit ihm kommt. So wird, in ungewhnlich langen Einstellungen, sichtbar, wie Celibidache die Musik erlebt. Unterbrochen werden die Proben von Gedanken Celibidaches aus einem Interview von 1988 ber Fragen der Musik.
Von 1988 bis 1991 arbeitete Filmautor Jan Schmidt-Garre an einem groen Filmportrt Celibidaches. Im Frhjahr 1992 kam der 100-mintige Dokumentarfilm "Celibidache - Man will nichts, man lsst es entstehen" in die Kinos. Der Film wurde auf vielen Festivals gezeigt und mit Preisen ausgezeichnet. Von den sechzig Stunden Filmmaterial, die damals produziert wurden, enthlt dieses Portrt nur einen kleinen Teil. Der Groteil der historisch einmaligen Aufnahmen wurde 2007 bearbeitet, restauriert und in einer Reihe krzerer Filme verffentlicht.
Sergiu Celibidache, geboren 1912 in Rumnien, studierte in Paris und Berlin, wo er zum Vertreter Furtwnglers bei den Berliner Philharmonikern wurde. Er gastierte bei vielen Orchestern, u. a. in Italien, Schweden, Dnemark, Frankreich und Japan, bis er 1979 Chef der Mnchner Philharmoniker wurde. Von 1961 bis zu seinem Tod im Jahr 1996 lebte und unterrichtete Celibidache mit seiner Frau und seinem Sohn in Paris.
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 5. PORTRT 
Karrierediplomat mit siebenbrgischen Wurzeln
Besuch in Berlin bei Botschafter Dr. Felix Klein, Sonderbeauftragter der Bundesregierung fr die Beziehungen zu jdischen Organisationen und Antisemitismusfragen
Berlin, am 17. Februar. Das in den 1930er Jahren errichtete Haus am Werderschen Markt im Bezirk Mitte beherbergt seit 1999 das Auswrtige Amt, davor unter anderem Rume der Reichsbank, des Ministeriums der Finanzen der DDR, dann das Zentralkomitee der SED. Im zweiten Stock befindet sich das Bro von Bundesauenminister Frank-Walter Steinmeier, ein Stockwerk hher hat Dr. Felix Klein seinen Arbeitsplatz. Der 47-jhrige Diplomat, Spross einer beraus prominenten siebenbrgisch-schsischen Familie, ist seit einem Jahr Sonderbeauftragter der Bundesregierung fr die Beziehungen zu jdischen Organisationen und Antisemitismusfragen. Dieses angesichts der NS-Vergangenheit prinzipiell wichtige Amt erfhrt aktuell zustzliche politische Brisanz: Die Mehrheit der in Europa lebenden Juden sieht sich nicht erst seit den jngsten Anschlgen in Frankreich, Belgien und Dnemark mit wachsenden antisemitischen Tendenzen konfrontiert; als besonders bedrohlich wird die Situation in Ungarn, Frankreich un
d Belgien wahrgenommen, aber auch in Deutschland nimmt die Terrorangst in jdischen Gemeinden zu.
Das Gesprch mit Botschafter Felix Klein ist auf Faschingsdienstag (die Berliner fremdeln traditionell mit Fasching und Karneval) 15 Uhr terminiert. Anfahrt zum Auswrtigen Amt mit der U-Bahn-Linie U2, Ausstieg Hausvogteiplatz (Promis sagen die jeweiligen Stationen an, so etwa Veronica Ferres den Ernst-Reuter-Platz, den Hausvogteiplatz kndigt die Chefin der Berliner Verkehrsbetriebe BVG, Sigrid Nikutta, an). Eisiger Wind schlgt einem am Treppenaufstieg entgegen; nach fnf Gehminuten steht man an der Pforte Kurstrae 36 des Auswrtigen Amts. Die Bundespolizei gewhrleistet den Objektschutzdienst. hnlich wie in innerdeutschen Flughfen hat sich der Besucher bestimmten Sicherheitskontrollen zu unterziehen. Nach der Zugangskontrolle wird der Rucksack mit dem journalistischen Arbeitsgert (Digitalkamera, Digitalrecorder etc.) durchleuchtet. Nach kurzem Warten in der Lobby erscheint bereits die Sekretrin des Botschafters, holt den Gast ab, schleust ihn durch die Drehtr, Fahrt im Aufzu
g, Gang durch den tageslichthellen Flur, ein Teppich dmpft die Schritte. Dr. Klein bittet freundlich, in sein Bro einzutreten. Seine Aussprache weist - erwartungsgem - keine mundartliche Frbung auf, schlielich ist Felix Klein 1968 in Darmstadt geboren; doch, zumindest dies zur namhaften Abstammung, sein inzwischen verstorbener Vater Dr. Hans Klein stammte aus Hermannstadt, war Geiger im Philharmonischen Orchester der Stadt am Zibin; sein Onkel Fritz Klein (1924-2011) war ein bedeutender marxistischer Historiker in der DDR; D. Dr. Christoph Klein, emeritierter Bischof der Evangelischen Kirche A. B. in Rumnien, ist sein Onkel zweiten Grades; und sein Grovater Dr. Fritz Klein (1895-1936) war ein hchst einflussreicher Journalist und Publizist in der Weimarer Republik, von dem im weiteren Gesprchsverlauf dann noch die Rede sein sollte.
An politischen Brennpunkten ttig
Der Broraum ist schlicht und funktional eingerichtet: ein Schreibtisch mit PC (auch ein Globus findet neben einem Papierstapel Platz), eine Sitzgruppe, Glastisch, an den Wnden hngen drei Bilder, eine Holocaust-Erinnerungs-Collage, zwei Landschaftsgemlde, eines davon zeigt die Triester Umgebung - in Duino bei Triest hat Klein ein internationales Gymnasium besucht und das Abitur abgelegt. Da die Espressomaschine gerade kaputt ist, muss es halt lslicher Kaffee tun. Man kocht auch hier nur mit Wasser.
ber die "Sommersachsen" gelingt der lockere Einstieg ins Gesprch. Felix Klein schwrmt von der wunderschnen Landschaft, die zum Wandern einlade. Reisefreudigkeit wird fr Mitarbeiter im Auswrtigen Amt selbstverstndlich vorausgesetzt, auch sonst gibt der mittelgroe, agile Mittvierziger, der ab und an auch herzhaft lachen kann, seinem Bewegungsdrang nach in Form seiner sportlichen Hobbys Skifahren und Tennis.
Auf die Bitte, seine Aufgaben als Sonderbeauftragter der Bundesregierung fr die Beziehungen zu jdischen Organisationen und Antisemitismusfragen zu erlutern, antwortet Klein: "Eines meiner Hauptttigkeitsfelder ist, fr die Bundesregierung die Situation von jdischen Gemeinschaften in der ganzen Welt anzuschauen und zu bewerten und Handlungsempfehlungen fr die Minister zu entwickeln." Einige konkrete Beispiele: Im Mrz 2014 erfolgte die russische Besetzung der Krim. Gegen die neue ukrainische Regierung erhob Moskau den Vorwurf, in ihr wrden Faschisten und Antisemiten sitzen. Russland sah sich - erkennbar von fadenscheiniger Frsorglichkeit - bemigt, die jdische Gemeinschaft zu schtzen. Doch war die Kritik angesichts der Regierungsbeteiligung der rechtsradikalen Swoboda-Partei nicht vllig aus der Luft gegriffen. So schickte Bundesauenminister Frank-Walter Steinmeier Dr. Klein als Sonderbeauftragten in die Ukraine. Auf seiner einwchigen Dienstreise sprach dieser mit jdische
n Gemeindevertretern, mit Kulturvertretern, und verfasste schlielich einen Bericht, in dem er u. a. festhielt, dass es auch schon vor dieser neuen Regierung rechte Parteien gegeben habe, dies also keine neue Entwicklung sei. Die jdischen Vertreter htten erklrt, dass sie sich als Juden nicht verfolgt fhlten. In Lemberg / Lwiw, wo die Swoboda-Partei ber mehr als die Hlfte der Stadtratssitze verfge, knne die jdische Gemeinde im Sommer ein Klezmer-Festival auf den zentralen Pltzen der Stadt durchfhren.
In Kleins Aufgabenbereich fllt die Vorbereitung hochrangiger Besuche, so z. B. des Ungarn-Besuchs von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel am 2. Februar dieses Jahres. Zum Abschluss ihres Aufenthaltes in Budapest traf die Bundeskanzlerin mit Vertretern jdischer Glaubensgemeinschaften bei der Groen Synagoge zusammen. Der Diplomat hatte zudem Auenminister Steinmeier begleitet bei dessen Teilnahme an einer Ordination von Rabbinern, Absolventinnen und Absolventen des Abraham-Geiger-Kollegs der Universitt Potsdam, am 2. September 2014 in der Synagoge von Breslau / Wrocław. In seiner Rede unterstrich Steinmeier "Wir drfen nicht zulassen, dass Antisemitismus jemals wieder neu entsteht."
Im Ausland vertritt Klein die Bundesrepublik Deutschland im Rang eines Botschafters. In Israel war er bisher einmal. Von Amts wegen ist er gut vernetzt mit den mageblichen Organisationen und Institutionen, mit dem Zentralrat der Juden in Deutschland, dem American Jewish Commitee, er hat einen Sitz im Kuratorium der Stiftung Brandenburgische Gedenksttten Brandenburg, Ravensbrck, Sachsenhausen, ist Delegationsleiter der International Holocaust Remembrance Alliance in der Auenstelle in Berlin: Dies ist ein Forum fr den Austausch ber Antisemitismusbekmpfung, ber Gedenktage, den Zugang zu Archiven u.a.m. Mitgliedslnder sind u. a. Lnder der Europischen Union, wie Deutschland, sterreich, Rumnien, Ungarn, auch die USA, Kanada, Argentinien und Israel. Die Ukraine und Russland sind wie auch Moldawien nicht vertreten. In diesem Jahr hat Ungarn den Vorsitz, 2016 Rumnien. Apropos Juden in Ungarn: Die Bundesregierung werde sich natrlich nicht in die inneren Angeleg
enheiten Ungarns einmischen, versichert Klein, "gleichwohl interessiert uns natrlich sehr, was dort in diesem Zusammenhang passiert", so etwa das 2014 eingeweihte Denkmal in Budapest anlsslich der deutschen Besatzung von 1944-45, oder auch ein neues Museum in Budapest, das Haus der Schicksale, das die Ereignisse der letzten Kriegsjahre in Ungarn darstellen soll.
Vom Vlkerrechtler zum Botschafter
Wie qualifiziert man sich fr eine solch komplexe Aufgabe? Er habe keine speziellen Vorkenntnisse gehabt, verrt Klein. "Ich bin Karrierediplomat. Wir sind so trainiert, dass wir jeden Posten, den wir angeboten bekommen, annehmen. Es ist fr uns normal, dass wir uns in vllig neue Gebiete einarbeiten mssen. Ich hatte bislang viele verschiedene Positionen in meiner diplomatischen Laufbahn auch im Ausland innegehabt. Meine gegenwrtige Stelle war seit September 2013 nicht besetzt, ber die Besetzung hat der Auenminister entschieden."
Seine Funktion ist in der Politischen Abteilung 2 des Auenministeriums angesiedelt, welche die deutsche Auenpolitik innerhalb der EU sowie gegenber den Staaten Europas, Nordamerikas und Zentralasiens analysiert, gestaltet und koordiniert. Die Abteilung 2 ist auch mit den bilateralen Beziehungen zu Russland, Weirussland, der Ukraine, Moldau sowie zu den Staaten des sdlichen Kaukasus und Zentralasiens befasst.
Seit 2007 wirkt der auf Vlkerrecht spezialisierte Jurist in Berlin. Nach seinem Studium der Rechtswissenschaften in Freiburg im Breisgau und dem Masterstudium an der London School of Economics hatte Klein die Ausbildung fr den hheren Auswrtigen Dienst an der Aus- und Fortbildungssttte des Auswrtigen Amtes ("Diplomatenschule") in Bonn absolviert. 2001 promovierte er an der Universitt St. Gallen zum Dr. iur. (Dissertationsthema "Eheschlieung und Ehescheidung in Kamerun"). In seiner Diplomatenkarriere war Klein bereits Lnderreferent im Auswrtigen Amt in Bonn fr Bolivien, Peru und Ecuador, dann Referent fr Kultur, Presse sowie Rechts- und Konsularfragen an der Deutschen Botschaft in Jaunde / Kamerun, Referent im Personalreferat hherer Dienst im Auswrtigen Amt in Berlin, Stellvertretender Generalkonsul und Referent fr Kultur und Wirtschaft am Deutschen Generalkonsulat in Mailand, Stellvertretender Leiter des Sdosteuropareferats im Auswrtigen Amt, Persnlicher Referent und
Leiter des Bros des Staatssekretrs des Auswrtigen Amtes Dr. Peter Ammon, und zuletzt Leiter des Personalreferats hherer Dienst im Auswrtigen Amt. Neben seiner Muttersprache Deutsch spricht der Diplomat Franzsisch, Englisch, Italienisch und Spanisch.
Die Genehmigung fr dieses Gesprch mit der Siebenbrgischen Zeitung hat das Pressereferat des Auswrtigen Amts erteilt. Auenstehende mag es irritieren, dass Botschafter Klein auf der Webseite des Auswrtigen Amts namentlich nicht prsent ist. Es kennzeichnet seine Ttigkeit, zumeist diskret im Hintergrund zu wirken, sichtbar in Erscheinung tritt in der Regel ausschlielich das Fhrungspersonal. Der Botschafter ist im Besitz eines Diplomatenpasses, geniet nach eigenem Bekunden in Deutschland aber keine besonderen Privilegien, mal abgesehen von der verfgbaren Fahrbereitschaft oder dem leichteren Zugang zu exklusiven Kreisen. Diplomatische Privilegien wie rechtliche Immunitt lieen sich vielmehr im Ausland in Anspruch nehmen. In jedem Fall ist Klein als deutscher Diplomat einem strengen Verhaltenskodex verpflichtet.
Antisemitismus darf nie wieder einen Nhrboden in Deutschland finden
Zurck zur Aktualitt: Einem Bericht der Amadeu Antonio Stiftung zufolge ist 2014 die offiziell registrierte Zahl antisemitischer Straftaten in Deutschland um rund zehn Prozent auf 864 Flle gestiegen. Bundesjustizminister Heiko Maas nannte den Anstieg der Straftaten "erschtternd" und bekrftigte: "Wer jdisches Leben attackiert, darf keine Toleranz erwarten und muss mit aller Hrte des Gesetzes bestraft werden." Der Prsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, riet krzlich davon ab, in berwiegend von Muslimen bewohnten Vierteln einiger Stdte die traditionelle Kopfbedeckung, die Kippa, zu tragen.
Auf die Frage, ob sich Juden in Deutschland heute zunehmend weniger sicher fhlten, antwortet Felix Klein: "Ich nehme wahr, dass in fast jeder jdischen Familie in Deutschland das Thema diskutiert und persnlich bewertet wird. Ich sehe anders als in Frankreich in Deutschland keine Tendenz einer Massenauswanderung von deutschen Juden. Der Prsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, hat sich ganz klar gegen eine Auswanderung deutscher Juden nach Israel ausgesprochen. Selbstverstndlich muss jede Straftat geahndet werden. Auf der Grundlage unserer Erinnerungspolitik verurteilen wir jegliche Form von Antisemitismus. Wir rufen zur Verstndigung auf, das ist die politische Botschaft: Judenhass darf nie wieder in Deutschland einen Nhrboden finden." Der Sonderbeauftragte der Bundesregierung zitiert Bundeskanzlerin Angela Merkel (aus ihrer Rede anlsslich der Gedenkveranstaltung des Internationalen Auschwitz-Komitees zum 70. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationsl
agers Auschwitz-Birkenau am 26. Januar 2015): Auschwitz sei eine Mahnung, was Menschen anderen Menschen antun knnten.
Im Gesprch folgt ein kurzer terminologischer Exkurs, wie sich Antisemitismus bestimmen lasse. Der Historiker Moshe Zimmermann definiert als Antisemit, wer "aufgrund eines Vorurteils 'die' Juden - als vermeintliche Rasse, Nation, Religionsgemeinschaft oder soziale Gruppe - pauschal negativ bewertet und daraus soziale und politische Konsequenzen zieht". Man drfe Israel wie jedes andere Land durchaus kritisieren, etwa die Siedlungspolitik, meint Felix Klein, unzulssig seien aber rassistische uerungen, pauschale Diffamierungen wie "jdische Weltverschwrung", ebenso Unterstellungen, Juden planten die Palstinenser zu vernichten.
Der Journalist Philipp Gessler unterscheidet in "Der neue Antisemitismus. Hinter den Kulissen der Normalitt" (Verlag Herder, Freiburg im Breisgau 2004) den rechten Antisemitismus, den muslimischen Antisemitismus und den linken Antisemitismus. Er beschreibt das Aufleben eines neuen Antisemitismus in Deutschland und warnt davor, einen Schlussstrich unter die Erinnerung an die NS-Zeit, respektive den Holocaust zu ziehen. Die Tendenz zur "Erinnerungsabwehr" (Begriff des Antisemitismus-Forschers Lars Rensmann) sei heute bis in die Mitte der Gesellschaft wahrnehmbar. In diesem Kontext erklrt sich Botschafter Kleins pdagogisch orientiertes Engagement fr die "Holocaust-Education".
Mit Siebenbrgen von klein auf verbunden
Der gebrtige Darmstdter bekennt sich zu seinen siebenbrgischen Wurzeln. Mit seiner Familie (der Vater Hermannstdter, die Mutter stammt nicht aus Siebenbrgen; er hat zwei Brder, einer ist Zahnarzt, der andere Hedgefondsmanager) reiste er in den 1970er und 1980er Jahren einige Male nach Siebenbrgen, besuchte die Verwandtschaft in Hermannstadt. "Bei uns zu Hause in Darmstadt, wo meine Eltern seit 1967 wohnten, spielte Siebenbrgen immer eine groe Rolle", erinnert sich Klein; "auch hatten wir bei uns sehr hufig siebenbrgische Gste. Dadurch wurde mein Interesse fr Siebenbrgen geweckt. Dieses wurde in jngster Zeit noch einmal sehr verstrkt und schlug sich durch erneute Reisen nach Hermannstadt 2011, 2013 und 2014 nieder, da meine Lebensgefhrtin, die Konzertpianistin Heidemarie Wiesner (Felix Klein ist geschieden, hat aus erster Ehe zwei Kinder und ein drittes mit seiner Lebenspartnerin), auf Vermittlung des damaligen deutschen Generalkonsuls Thomas Gerlach, mehrfach mit dem
Philharmonischen Orchester Hermannstadt als Solistin aufgetreten ist und ich sie bei diesen Konzerten begleitet habe. Es war fr mich dabei besonders bewegend zu wissen, dass sie mit dem Orchester konzertierte, in dem mein Vater 1950-56 mitgespielt hatte und mein Onkel Paul Klein als Pianist gespielt hat." Den Heimattag in Dinkelsbhl habe er 1981 besucht, damals 13-jhrig, als seine Grotante, die Sprachwissenschaftlerin Hermine Pildner-Klein, den Siebenbrgisch-Schsischen Kulturpreis erhielt.
Lebhaftes Interesse zeigt Dr. Klein an den bedeutsamen Karrieren und Beziehungen von Siebenbrger Sachsen in Deutschland in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg. Zweifellos einer der prgenden Journalisten der Weimarer Republik war sein (1895 im siebenbrgischen Weikirch geborener) Grovater Dr. Fritz Klein insbesondere als Chefredakteur der in Berlin erscheinenden konservativen Tageszeitung Deutsche Allgemeine Zeitung (1922-1933). ber ihn verfasste Berthold Neff die voluminse wissenschaftliche Abschlussarbeit "Fritz Klein (1895-1936). Der Weg eines Journalisten und konservativen Publizisten aus der Weimarer Republik ins Dritte Reich. Eine Biographie" (1992 an der sozialwissenschaftlichen Fakultt der Ludwig-Maximilians-Universitt Mnchen eingereicht zur Erlangung des Grades eines Diplom-Journalisten). Seinen Chefredakteursposten verlor Fritz Klein 1933 aufgrund eines Leitartikels, in dem er Kritik an der sterreich-Politik der Reichsregierung bte und damit den Groll von
Reichskanzler Hitler auf sich zog ("der Kerl mu weg" / S. 130). Mit gerade einmal 40 Jahren verunglckte er tdlich bei einem Reitunfall, so wenigstens die offizielle Version. Fritz Klein war zum Artillerie-Regiment 18 in der damaligen niederschlesischen Kreisstadt Liegnitz im heutigen Polen kommandiert worden. Bei der Rckkehr von einer bung, am 8. Mai 1936, soll er unglcklich vom Pferd gestrzt und sofort tot gewesen sein. Sein Enkel Felix Klein meint, die Umstnde seien sehr mysteris, und schliet nicht aus, dass der bei den Nationalsozialisten in Misskredit gefallene Journalist Opfer eines Verbrechens geworden sein knnte. Neff hlt dagegen einen (hartnckig kolportierten) Mordanschlag der Nazis fr "eher unwahrscheinlich" in Anbetracht der innenpolitisch sehr ruhigen und auf Ruhe bedachten Zeit (die Olympischen Spiele in Berlin standen vor der Tr) (Seite 164). Fast achtzig Jahre sind seither vergangen, und so werden die tatschlichen Umstnde wohl im Bereich der Spekulatio
n bleiben.
Felix Kleins Interesse gilt freilich nicht minder der Gegenwart. Seine Idee: Das alljhrlich im Rahmen der weltweiten Fderation der Siebenbrger Sachsen wechselweise in Deutschland, sterreich, Siebenbrgen, USA und Kanada veranstaltete Fderationsjugendlager knnte auch einmal in Israel stattfinden. Den Teilnehmern erffnete dies besondere Erfahrungen, ist sich Klein sicher: "Sie stammen von einer Minderheit ab, die einerseits ihre kulturelle Eigenstndigkeit bewahrt hat und zugleich um Integration bemht war. Der Vergleich wre interessant mit Juden, die seit 5000 Jahren diese Erfahrung im Rcken haben, seit 67 Jahren im 1948 gegrndeten Staat Israel. Juden haben darber hinaus auch in Siebenbrgen gelebt und haben so die siebenbrgische Kultur mitgeprgt."
Kommendes Jahr im Mrz will Klein, der selbst Violine spielt, seine Lebenspartnerin wieder zu einem Konzertauftritt in Hermannstadt begleiten. Die nchste Station seiner diplomatischen Laufbahn steht noch nicht fest. 2018 wird er wahrscheinlich wieder einen Auslandsposten bernehmen. Geht es nach seinem persnlichen Wunsch, dann wrde er gerne irgendwann auch in den USA eingesetzt werden, das ist prestigetrchtig, und das Auswrtige Amt ist praktisch berall auf der Welt vertreten.

Christian Schoger


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