Siebenbuerger.de-Newsletter Nr. 206

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Siebenbuerger.de
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1  
 Ausgabe: 206 / 01.11.2015
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 INHALTSVERZEICHNIS 
1. Vorwort » Doppelspitze, Internetseminar
2. SbZ-Artikel » Verbandstag, Kulturhochburg
3. Buch-Tipp » Die vier Jahreszeiten. Erzhlungen
4. Diskussionen » Soldatenfriedhfe, Rckkehr
5. TV-Tipps » Zu Tisch, Planet Wissen
6. Interview mit Gerrit und Tony Timmermann
7. Leserecho
"Lassen Sie uns gemeinsam werben, damit unsere Gemeinschaft wieder wchst."
 ANZEIGEN 
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Dieter Roths packend geschriebener Roman ist das ultimative Panorama Rumniens der Jahre von 1945 bis 1989. Als biographischer Schlsselroman konzipiert und an tatschlichen Personen und Schicksalen festgemacht, nimmt er den Leser von der ersten Seite an gefangen und lsst ihn bis zur Ausreise der Hauptfigur Christian Rosenow nach Deutschland nicht mehr los.
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 1. VORWORT 
Liebe Leserinnen und Leser,
am 7. und 8. November 2015 findet im Gustav-Stresemann-Institut e.V., Langer Grabenweg 68, in Bonn der Verbandstag des Verbandes der Siebenbrger Sachsen in Deutschland e.V. statt. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem der Erhalt des Kultur- und Begegnungszentrums auf Schloss Horneck in Gundelsheim, die Mitgliederwerbung und eine personelle Neuordnung an der Spitze des Verbandes mit einem Prsidenten und einem bzw. einer Bundesvorsitzenden.
Was halten Sie von dieser neuen Doppelspitze des Verbandes? Verraten Sie es uns in unserer November-Umfrage.
Seit 15 Jahren sind der Verband der Siebenbrger Sachsen in Deutschland und die Siebenbrgische Zeitung unter der Adresse Siebenbuerger.de im Internet prsent. Der Internetauftritt ist nicht nur eine Informations- und Kommunikationsplattform fr Verbandsmitglieder geworden, sondern auch eine reichweitenstarke ffentliche Prsentation der Siebenbrger Sachsen.
Bereits zum achten Mal findet vom 4.-6. Dezember unser Internetseminar im "Heiligenhof" in Bad Kissingen statt. In diesem Jahr geht es um "Kulturprojekte im digitalen Zeitalter", d.h. digitale Literatur, Fotografie, Tonaufnahmen, Filmaufnahmen etc. Informationen zum Programm und zur Anmeldung finden Sie auf Siebenbuerger.de
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 2. SBZ-ARTIKEL 
Verbandstag 2015 in Bonn
Gem 12 Absatz 1 der Richtlinien des Verbandes der Siebenbrger Sachsen in Deutschland sind die Organe des Vereins: "- Der Verbandstag, - der Bundesvorstand und - der Geschftsfhrende Vorstand, zugleich als Vorstand im Sinne des 26 BGB." Der Verbandstag ist das ranghchste Organ und tritt alle vier Jahre zusammen, um ber grundstzliche Fragen und Vereinsbelange zu beraten und zu beschlieen. Die nchste reprsentative Mitgliederversammlung findet am 7. und 8. November 2015 im Gustav-Stresemann-Institut e.V., Langer Grabenweg 68, in Bonn statt.
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Lebendige Kulturhochburg in siebenbrgischer Hand
Der Vorsitzende des Vereins Siebenbrgisches Kulturzentrum "Schloss Horneck", der Bundesvorsitzende Dr. Bernd Fabritius, MdB, hat bekanntlich am 1. Oktober den Kaufvertrag beim Notar unterzeichnet, die "Sachsenburg am Neckar" gehrt seither wieder uns (siehe "Schloss Horneck auf gutem Weg/Helfen Sie mit, das Kultur- und Begegnungszentrum in Gundelsheim mit Leben zu fllen!"). Ein Meilenstein, ein erster freilich. Nur dank der berwltigenden Spendenleistung unserer siebenbrgisch-schsischen Gemeinschaft und der genersen Einlagen der Vereinsgrnder war der so elementar wichtige Verbleib unserer Kultureinrichtungen, allen voran des Siebenbrgischen Museums und des Siebenbrgen-Instituts mit Bibliothek und Archiv, an ihrem seit Jahrzehnten angestammten Platz zu bewerkstelligen. Nun stehen die fr den Betrieb des denkmalgeschtzten Schlosses als Kultur- und Begegnungszentrum dringend erforderlichen Umbauarbeiten an. Dass dies verantwortungsbewusst und effizient geschieht, dafr trgt d
er Verein Siebenbrgisches Kulturzentrum "Schloss Horneck" e.V. Sorge. Bei der Vereinsgrndung am 27. August in Mnchen erluterte der freiberufliche Unternehmensberater Dieter Thiess, Stellvertretender Vorsitzender der Carl Wolff Gesellschaft (CWG) sowie der Kreisgruppe Schorndorf, den Grndungsmitgliedern das knftige Nutzungskonzept - es steht im Fokus des folgenden Gesprchs, das Christian Schoger mit dem neuen Geschftsfhrer des Trgervereins Siebenbrgisches Kulturzentrum "Schloss Horneck" fhrte.
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Neuerscheinungen mit Bezug zu Siebenbrgen
Wie jeden Herbst verffentlicht die Siebenbrgische Zeitung eine Auswahl von Neuerscheinungen mit Bezug zu Siebenbrgen, Rumnien und teilweise Sdosteuropa.
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Aktuelle Schlagzeilen:
» Schloss Horneck auf gutem Weg/Helfen Sie mit, das Kultur- und Begegnungszentrum in Gundelsheim mit Leben zu fllen!
» Spenden fr die Rettung von Schloss Horneck
» Evangelische Kirche A. B. in Rumnien untersttzt Schloss Horneck
» Zur Insolvenz des Honterusvereins
» Einladung zur Kulturreferententagung: Kulturzentrum Schloss Horneck sichern
» 15 Jahre Siebenbuerger.de (2000-2015)
» Kulturprojekte im digitalen Zeitalter: Einladung zum Internetseminar in Bad Kissingen
» Herbstseminar der SJD Baden-Wrttemberg
» SJD ldt zum Brauchtumsseminar "Rund um die Tracht" ein
» Rumnien sichtbarer gemacht
» Gedenkfeier 25 Jahre deutsche Wiedervereinigung
» Schburger Treffen in der Partnerstadt Dinkelsbhl
» Treffen der Superlative: Hermannstdter in Dinkelsbhl
» Das ungeschossene Foto: 33. Siebenbrgischer Kirchentag in Bonn
» Zwischen Realitt und Fiktion: Ursula Ackrill las im HDO
» Wie das Salz in den Speisen: Offener Brief von Ursula Ackrill an die Leser ihres Debtromans
» Hans Bergel in Berlin geehrt
» Homo transilvanicus als homo europaeus: Raluca Rădulescu ber Hans Bergels Werk
» "Freiheit in Kinderschuhen" in Ludwigsburger Filmmatinee gezeigt
» TV-Tipp: Planet Wissen-Sendung am 2. November ber Rumnien
» Jugendtanzgruppe Herzogenaurach bei EUROPEADE in Schweden
» SJD NRW auf Spurensuche in Luxemburg
» 20. Groscheuerner Treffen am Tag der Deutschen Einheit
» Stolzenburger Treffen in Illingen mit Deportationsgedenkfeier
» Begegnungsfest in Tartlau
» Besondere Momente in Frauendorf
» Wiedereinweihung der Kirchenburg in Gro-Alisch
» 15. Nubacher HOG-Treffen
» Jugendliche aus Hermannstadt besuchten Drabenderhhe
» Versammlung der HOG Bukarest
» Die deutsche Minderheit in Bukarest
» Schsisches Erntedankfest in Stuttgart
» Stuttgarter Vortragsreihe: "Der vergessene Weg - Wie die Sachsen nach Siebenbrgen kamen"
» Genealogen-Treffen in Bad Kissingen
» In Bad Kissingen: "Das Leid der Anderen" - Erinnerungskulturen in Europa
» Tag der Heimat in Bonn mit prominentem Besuch
» "Siebenbrgisch-schsische Kulturgruppen im Wandel"
» Singen ist Leben, Singen ist Freude
» Dr. Bernd Fabritius zu Gast in Wallersdorf
» Mit Mut und Organisationstalent fr die Gemeinschaft: Nachruf auf Michael Trein
» Iuga erhlt Bundesverdienstkreuz
» Jahrbuch 2016
» Ostdeutsche Kirchen- und Kulturgeschichte ist gemeinsame Geschichte
» Fehmarn und Siebenbrgen: Anmerkungen zu einigen rechtshistorischen Parallelen
» 13 kirchliche Zeitschriften fr Rumniendeutsche
» Neue Regelung fr kleine Schulklassen
» Briefwahlgesetz wird in der rumnischen Abgeordnetenkammer errtert
» Von der Vision zum Strom: Karl-Heinz Brenndrfer ber die Elektrifizierung des Burzenlandes
» Manfred Kravatzkys Buch "Rumnien - der unbekannte Nachbar"
» "Schnaps fr alle!"/Neuer Band von Wolfgang Klein
» Film ber wrdevolles Altern
» Isar-Radweg: Mnchner Schsin mit frnkischen Sachsen auf Biertour
» Ein kurzes Leben voller Musik: Nachruf auf Harald Christian
» Erinnerungen der Katharina Drotleff aus Groscheuern an die Russlanddeportation
» Liebeserklrung an Bukarest: Dana Grigorceas Roman "Das primre Gefhl der Schuldlosigkeit"
» Wichtige Zeugnisse der Wirtschaftsgeschichte
» Musikalischer Heimattag: "Mit Blasmusik voran"
» Leserecho: Menschen bauen Brcken
» Neue Flge zwischen Rumnien und Deutschland
Weitere aktuelle Artikel finden Sie im Archiv der Siebenbrgischen Zeitung Online
Diese Artikel sowie weitere Nachrichten aus den Kreisgruppen des
Verbandes und aus den Heimatortsgemeinschaften finden Sie 20 Mal
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 3. BUCH-TIPP 
Phantasie und Realitt im Austausch
Erzhlungen von Ana Blandiana
Ana Blandiana, 1942 in Temeswar geboren, ist eine der bekanntesten rumnischen Dichterinnen. Viele ihrer Gedichte, Romane, Novellen, Kurzgeschichten und Essays sind auch in deutscher bersetzung erschienen. Seit der Wende setzt sie sich fr die Aufarbeitung der kommunistischen Vergangenheit ein und ist zusammen mit ihrem Mann, Romulus Rusan, Grnderin der Gedenksttte fr die Opfer des Kommunismus und des kommunistischen Widerstands in Rumnien, "Memorial Sighet". Das von Maria Herlo und Katharina Kilzer in deutscher bersetzung erschienene Buch "Die vier Jahreszeiten" wurde in Rumnien bereits 1977 verffentlicht. Der Erzhlband erschien 2011 in Spanien und 2013 in Frankreich. In Spanien erreichte er auch die Bestsellerliste. Nun ins Deutsche bersetzt, nimmt Ana Blandiana, die eigentlich Otilia-Valeria Coman heit, den Leser mit auf eine eindrucksvolle Reise zwischen Phantasie und Realitt.
Das Buch schildert nach einleitenden Worten der Herausgeber im Beitrag "Schreiben in Ceauşescus Welt des Jahres 1977" des Historikers Helmut Mller-Enbergs die sozio-kulturellen und historischen Hintergrnde zu Blandianas Werk sowie die prekren Bedingungen, unter denen die Schriftsteller in der Ceauşescu-Diktatur arbeiteten. Der Autorin war bereits 1959, nach Erscheinen ihres ersten Gedichtes in einer Literaturzeitschrift, ein Verffentlichungsverbot auferlegt worden. Auch die vier in diesem Band versammelten Erzhlungen sollten aufgrund von "antisozialen Tendenzen" zuerst nicht erscheinen, wurden aber schlielich doch publiziert. Blandiana thematisiert den "Widerstand gegen Personenkult und Terror des Kommunismus", so die Herausgeber und bersetzer Maria Herlo, Katharina Kilzer und Helmut Mller-Enbergs in der Einleitung. Die Erzhlungen und die darin geschilderten Situationen beginnen mit der Schilderung einer Alltags-Wirklichkeit (z.B. der Besuch einer Kirche, die Suche
nach einem Bcherlager auerhalb der Stadt, ein Besuch am Meer oder ein Ausflug aufs Land, auf ein Feld mit Vogelscheuchen). Sie werden im Laufe der Geschichte immer abstruser, die Phantastik vermischt sich mit der Realitt und lsst dem Leser groen Spielraum fr die eigene Vorstellungskraft. Blandiana macht auf "die Zwnge des Alltags, die sozialen Nte und die eigenen ngste" aufmerksam, ihre Protagonisten verlieren jedoch nie die Hoffnung und die Erzhlsituationen lsen sich in Leichtigkeit auf.
Die vier Erzhlungen korrespondieren mit den vier Jahreszeiten. Auffallend ist jedoch, dass die Autorin mit dem Winter beginnt. In der Erzhlung "Die Kapelle mit Schmetterlingen" betritt die Protagonistin nach langem Umherwandern in Bukarest eine Kirche, in der sich unzhlige Schmetterlinge befinden und es pltzlich zu schneien anfngt. Die Situation wird immer abstruser, schlielich versucht sie, die anderen Menschen vor der Entweihung des heiligen Ortes zu warnen, wobei diese stets mit "Wenn es nur das wre" antworten. In einem nahegelegenen Theater inszenieren sich Tnzer als Schmetterlinge und werden vom hypnotisierten Publikum bewundert - der Protagonistin wird dabei klar, dass ihre Warnungen ins Leere gehen und die Menschen nicht mehr erreichen. Der Schmetterling steht symbolhaft fr das schnelle, vergngliche Leben, aber auch fr die Auferstehung.
Die Frhlingserzhlung "Liebe Vogelscheuchen!" berichtet von der Verwandlung der Natur in einer modernen Stadt vor dem Hintergrund von Leben und Tod, wobei die Autorin sich in direkter Rede an die "Vogelscheuchen" wendet. Die Sommernovelle steht unter dem Titel "Die geschmolzene Stadt" und nimmt apokalyptische Zge an. Die Protagonistin nimmt als einzige Zeugin wahr, dass sich die Welt in Auflsung befindet. Es fehlen moralische und ethische Handlungsweisen, ein "Verfall des Denkens" droht und letztendlich steht die Welt in ihrer ganzen Existenz auf dem Spiel. Das Ende ist jedoch positiv, wie so oft in den Geschichten Ana Blandianas.
In der letzten Erzhlung, "Kindheitserinnerungen", die den Herbst verkrpert, wird die Protagonistin angewiesen, Schriften aus einem Lager zu holen, in welchem sich verbotene Bcher befinden. Das Lager reprsentiert einen Ort des "verbotenen Denkens". Hier stellt die Schriftstellerin einen deutlichen Bezug zu realen Erlebnissen aus ihre Kindheit her. Sie schpft dabei aus ihrer Biografie, als in den fnfziger Jahren "verdchtige" Bcher oft vernichtet wurden. Auch ihr Vater, ein orthodoxer Priester, verbrannte einige seiner Bcher, um der kommunistischen Oppression keine neuen Angriffsflchen zu bieten. Ein glckliches Ende ist nicht in Sicht, die Erzhlung bleibt offen.
Ana Blandiana bezeichnete diese Erzhlungen in einem Interview damals als ihre bis dahin besten, da sie sich "zwischen Realitt und Irrealitt, zwischen Prosa und Poesie" bewegen. Die "Zerstrung von denkmalgeschtzten Husern und Kirchen, Trostlosigkeit der sozialistischen Wohnviertel, Rationalisierung von Strom, Heizung und Lebensmitteln, Zerstrung von verbotenen Bchern" sind Vorgnge, die die Autorin in ihren phantastischen Beschreibungen kritisiert. Detailreiche Beobachtungen und Geschehnisse brennen sich dem Leser ins Gedchtnis ein, die Autorin erzeugt dabei ein Gefhl der Gegenstze. Leichtigkeit und Schwere wirken gleichzeitig als ein Paradoxon und passen dennoch auf wundersame Weise zusammen. Mit einer nchternen Gelassenheit wird das Irreale real. Mit subtilen Hinweisen auf die Unterdrckung und Stummheit des Volkes whrend der Ceauşescu-Zeit nimmt die Autorin die Leser mit auf eine Reise in die Vergangenheit. Das Buch entstand als Gegenwartsliteratur im Jahr 1977, h
at aber auch heute nichts an Aktualitt verloren. Widerstand und Freiheit sind gefragt, wenn politische Strukturen Menschen unterdrcken.
Der Zugang zu den Geschichten ist ohne die Einleitung und den Anhang (eine Literaturanalyse von Viorica Patea von der Universitt Salamanca) kaum mglich. Ana Blandiana schreibt keine Unterhaltungsliteratur, ihre Ansprche an den Leser sind hoch. Wer sich einmal in dem Universum ihrer Erzhlungen zurechtgefunden hat, wird in eine phantastische Welt getragen, die ihre eigene Logik offenbart.

Sonja Mai


Ana Blandiana, Die vier Jahreszeiten. Erzhlungen, herausgegeben von Katharina Kilzer und Helmut Mller-Enbergs. bersetzung von Maria Herlo und Katharina Kilzer, Edition Noack & Block, Berlin, 2015, 195 Seiten, 18,00 Euro, ISBN 978-3-86813-027-0.
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 4. DISKUSSIONEN 
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Thema: Pressespiegel
Groeinsatz in rumnischer Hauptstadt : 27 Tote bei Explosion in Club.
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Thema: Deutschland aktuell
Die zehn Grundstze der Kriegspropaganda.
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Wer an Europa zweifelt, wer an Europa verzweifelt, der sollte Soldatenfriedhfe besuchen!
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Adolf Hitler ist in Teheran ein Publikumsrenner.
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Merkel wird aggressiv der Paktierung mit Putin beschuldigt, gegen die Interessen Rumniens.
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Wie viele in der BRD lebende Siebenbrger Sachsen denken in diesen Tagen darber nach, in die alte Heimat zurckzukehren?
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Thema: Berichte aus Siebenbrgen
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Die lngste Nacht des Jahres.
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Zum Glck sterbe ich rechtzeitig und werde nicht mehr vor der Frage des bertritts zu irgendwelcher Religion stehen.
Forum: Soziale und rechtliche Integration
Thema: Was kostet zur Zeit die Aufgabe der rum. Staatsbrgerschaft?
Welche Preise gelten 2015?
Forum: Saksesch Wlt
Thema: Allerloa af saksesch uch detsch
Der Isel, die mt Slz belade wor.
Forum: Lachen uch Nodinken
Thema: Michaelisfest n der Kliiblattstadt
Em t en Zwiebelhunklich und drnkt en Zschirpziche Muest.
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 5. TV-TIPPS 
Quelle: Pressetexte der Sender
ARTE, Sonntag, 1. November, 19:45 bis 20:15
ARTE, Samstag, 7. November, 18:45 bis 19:15
ARTE, Freitag, 20. November, 11:10 bis 11:40
Zu Tisch in...
Transsilvanien
In Transsilvanien soll der sagenhafte Graf Dracula gelebt haben, durch den das Land ber Nacht weltberhmt wurde. Die Heimat des fantastischen Romanhelden liegt heute in Rumnien, umgeben von den geheimnisumwitterten Karpaten.
Das Gebirgsmassiv war ber Jahrhunderte die Grenze des Alten Europas und wurde von Vlad Tepes, genannt der Pfhler, verteidigt. Der mittelalterliche Herrscher ist zwar nicht so bekannt wie sein blutsaugender Namensvetter, doch dafr gab es ihn wirklich. Genauso wie Trzburg, rumnisch: Castelul Bran, das in den sdlichen Karpaten liegt und als Dracula-Schloss beworben wird.
Ion Tiucă arbeitet im Castel Bran als Wrter. Mit seiner Familie lebt er in Fundata, einem kleinen Bergdorf oberhalb von Bran, auf ber tausend Metern Hhe. 20 Jahre nach Ende des rumnischen Kommunismus versuchen Ion und seine Frau Marilena, ein annehmbares Leben zu fhren, und hoffen, dass ihre drei Tchter es einmal besser haben werden. Wie viele Familien auf dem rumnischen Land sind die Tiucăs Selbstversorger. Sie halten Tiere, bauen Obst und Gemse an und brennen den landestypischen Ţuică - Schnaps aus Obstmaische. Obligatorisch wird zu Beginn des Winters ein Schwein geschlachtet. Als Festessen gibt es am Schlachttag Tocană, ein Gulasch aus Kartoffeln und frischem Schweinefleisch. Sonst steht auf dem Speiseplan der Tiucăs eher das einfache und typische Essen der Region: Ciorbă, eine suerliche Gemsesuppe, oder Bulz, Maisbrei mit Kse.
In den transsilvanischen Karpaten hat sich eine ganz besondere Mischung aus Religiositt, Tradition und Aberglaube erhalten. Ende November wird die Andreasnacht gefeiert. In dieser besonderen Nacht soll mit Mujdei, einer Knoblauchpaste, Unheil von Mensch und Tier abgewendet werden. Auch offenbart sich in den Trumen die Zukunft, wenn bestimmte Rituale eingehalten werden.
So, wie es schon ihre Eltern und Groeltern vor ihnen getan haben, befolgen die Tiucăs die Bruche der unheiligen Andreasnacht und gehen am folgenden Tag in die Kirche, denn doppelt hlt besser. Fr den Heiligen Andreas hlt Marilena selbst gebackene Krapfen, Gogoşi, bereit, die auf dem Altar der Dorfkirche geopfert werden.
Die Trzburg (Castelul Bran) wurde in den 70er Jahren von den Kommunisten zum Dracula-Schloss ernannt, um Kapital aus dem Kult zu schlagen. Noch heute lockt dieser Schwindel Tausende von Besuchern an. Und so liegt ber Transsilvanien auch weiterhin der Mythos vom Grafen Dracula als Fluch und Segen zugleich.
"Zu Tisch in ..." reist in verschiedene Regionen Europas und schaut bei der Zubereitung traditioneller Gerichte zu. Die Kchenkultur europischer Landschaften offenbart ihren Reichtum und weckt Verstndnis fr eine vielleicht fremde Lebensart. Rezepte knnen ber Teletext und Internet abgerufen werden: www.arte.tv/zutischin
ARTE, Montag, 2. November, 12:25 bis 13:20
ORF III, Freitag, 13. November, 9:45 bis 10:40
ORF III, Freitag, 13. November, 16:15 bis 17:15
360 - Geo Reportage
Der frhliche Friedhof von Rumnien
In Rumnien gibt es einen Ort, an dem anders mit dem Tod umgegangen wird, als man es sonst kennt: Die Angehrigen aus Sapnta sparen oft Jahre, bis sie ein von Dumitru Pop handgefertigtes Holzkreuz, reich und bunt verziert mit Bildern und der jeweiligen Lebensgeschichte des Toten, in Auftrag geben knnen. Eine Zeichnung, eine Grabschrift, Symbole und Farben erzhlen das Wesentliche aus dem Leben des Toten. 800 Kreuze sind wie die Seiten eines offenen Buches ber ein kleines orthodoxes Dorf. "360 - Geo Reportage" hat das Dorf und seinen frhlichen Friedhof besucht und viel ber das Leben erfahren.
Ostern steht vor der Tr. Im Dorf wird geputzt, gestrichen, und auch in der Werkstatt von Dumitru Pop steht ein fast fertiges, leuchtend blaues Holzkreuz, reich verziert mit Bildern und Symbolen. Es ist das Kreuz der 85-jhrigen Anuţa; sie hat es selbst bei Dumitru Pop in Auftrag gegeben. Und sie ist gespannt darauf, wie der Schnitzknstler sie auf dem Kreuz dargestellt hat, wie viel von ihrer Lebensgeschichte festgehalten wurde. Viel Trauriges hat sie erlebt, doch Angst vor dem Tod hat sie keine. "Ich bin bereit", lchelt sie - und fttert vergngt ihre Hhner.
"Das Leben ist nicht nur frhlich oder nur traurig. Es besteht aus Freude und Traurigkeit. Deswegen ist jedes Kreuz mit seinen Symbolen anders und erzhlt das Leben von demjenigen, der gestorben ist ... und manchmal machen wir uns auch ber den Tod lustig", sagt Dumitru Pop. Er ist eine Art Dorfchronist, er kennt jeden Einwohner und auch die jeweiligen Lebensumstnde. Niemand wei, was er im Falle eines Todes auf das Kreuz schreiben wird - nicht alle kommen dabei gut weg. Sei es die Frau, die ihren Mann betrogen hat, oder der Sufer, der sich mit Schnaps und Tabak selbst vorzeitig ins Jenseits befrderte. Im Dorf fragen sich die Leute, wer knftig ihre Kreuze bauen und gestalten wird. Denn Dumitru ist selbst nicht mehr der Jngste - und seine Suche nach einem Nachfolger blieb bislang erfolglos.
"360 - Geo Reportage" prsentiert auergewhnliche Menschen rund um den Globus.
SWR, Montag, 2. November, 13:15 bis 14:15
WDR, Montag, 2. November, 15:00 bis 16:00
ARD alpha, Montag, 2. November, 15:00 bis 16:00
ARD alpha, Montag, 2. November, 22:45 bis 23:45
ARD alpha, Dienstag, 3. November, 11:00 bis 12:00
RBB, Dienstag, 3. November, 14:15 bis 15:15
EinsPlus, Dienstag, 3. November, 16:00 bis 17:00
Planet Wissen
Rumnien - zwischen Pferdewagen, Hightech und Korruption
Moderation: Birgit Klaus und Dennis Wilms
Rumnien ist ein Land der Vielfalt und Gegenstze. Dem Reisenden begegnen Bauern auf Ochsenkarren, die ihr Land wie vor 100 Jahren bewirtschaften, genauso wie moderne Menschen, die vom Aufschwung der Wirtschaft profitieren. Doch noch immer ist dieses Land bitterarm. Die Folgen der Ceauşescu-ra sind noch nicht berwunden. Der Kampf gegen die Korruption ist eines der Hauptthemen im Land. Seit 2007 ist Rumnien Mitglied der EU und sucht den Anschluss an den westlichen Standard. Welche Perspektiven hat dieses Land?
Unsere Studiogste Susanne Glass, Leiterin des ARD-Studios Wien, und die deutsch-rumnische Filmproduzentin Brigitte Drodtloff diskutieren nicht nur diese Frage, sondern erzhlen von unglaublich schnen Landschaften und einem Vielvlkerstaat, in dem seit Jahrhunderten verschiedene Ethnien friedlich miteinander leben.
SWR, Dienstag, 3. November, 14:45 bis 15:30
Mit dem Zug durch den Balkan
Vor knapp 125 Jahren fuhr erstmals ein Luxus-Zug von Paris in Richtung Istanbul. Das rollende Hotel mit Salon-, Speise- und Schlafwagen trug den Namen "Orient-Express" und hat bis heute seinen legendren Ruf behalten, obwohl es die Direktverbindung Paris - Istanbul lngst nicht mehr gibt. Ein Sonderzug hat sich im Herbst 2007 von Deutschland aufgemacht, um auf historischen Linien die Metropole am Bosporus zu erreichen. Die Sonderfahrt fhrt von Nrnberg ber Wien und Budapest, quer durch Rumnien, das Balkangebirge und durch den gesamten europischen Teil der Trkei. Die gesamten knapp 2.500 Kilometer werden mit Dampf zurckgelegt.
RBB, Donnerstag, 5. November, 0:05 bis 1:55
Police, adjective
Spielfilm Rumnien 2009 (POLIŢIST, ADJECTIV) - Das FilmFestival Cottbus im rbb
Original mit Untertiteln
Der junge rumnische Polizeibeamte Cristi muss Beweise gegen einen Jugendlichen sammeln, der angeblich auf dem Schulhof mit Freunden Haschisch geraucht und verkauft haben soll. Cristi sieht nicht ein, dass er dem Verdchtigen eine Falle stellen soll, die diesen dann fr Jahre hinter Gitter bringen wrde. Sein vorgesetzter Offizier verlangt jedoch, dass Cristi seinen Befehl ausfhrt.
"Police, adjective" von Corneliu Porumboiu ("12:08 - Jenseits von Bukarest") lief 2010 beim Festival in Cannes in der Reihe "Un Certain Regard" und wurde dort mit dem Preis der Jury ausgezeichnet.
Vom 4.-9.11.2014 findet in Cottbus die 24. Ausgabe des Festivals des osteuropischen Films statt. Aus diesem Anlass sendet das rbb Fernsehen heute mit Corneliu Porumboius Film "Police, adjective" einen der eindringlichsten Filme der letzten Jahre aus dem qualitativ florierenden Filmproduktionsland Rumnien.
ARTE, Donnerstag, 5. November, 9:50 bis 10:45
ARTE, Mittwoch, 11. November, 9:50 bis 10:45
Einer von uns: Der Homo sapiens (4/5)
Europa: Homo sapiens et neanderthalensis
Vor 200.000 Jahren streifte der erste Homo sapiens durch die afrikanische Savanne, heute umfasst die Weltbevlkerung mehr als sieben Milliarden Menschen. Die Dokumentationsreihe erzhlt die Geschichte, wie wir von Kontinent zu Kontinent wanderten, Asien durchquerten, Australien erreichten, Europa besiedelten und ganz Amerika eroberten. Als unsere Spezies in Afrika entstand, lebten noch andere, ltere Menschenarten. Welche Rolle spielten sie in unserer Evolution? Die Dokumentationsreihe stellt aktuelle Erkenntnisse der Evolutionsforschung vor. Sie sttzt sich dabei auf neueste Studien aus Genetik, Archologie und Anthropologie.
Lange Zeit galt der Neandertaler als dmmlich und man nahm an, der kognitiv berlegene Homo sapiens habe ihn ausgerottet. Doch was, wenn diese Vermutung falsch war und die beiden eng verwandten Spezies sich stattdessen paarten? "Einer von uns: der Homo sapiens" geht dieser Frage auf den Grund. 2010 gelang es dem Team um Svante Pbo am Leipziger Max-Planck-Institut fr evolutionre Anthropologie erstmals, den genetischen Code eines Neandertalers teilweise zu entschlsseln. Das ermglichte den Wissenschaftlern den Vergleich seines Erbmaterials mit dem heutiger Menschen auf der ganzen Welt. Das Ergebnis war verblffend: Auf allen Kontinenten auer in Afrika weisen die Genome der Menschen auf die Kreuzung mit dem Neandertaler hin; ein bis drei Prozent ihrer DNA stimmen mit seiner berein. Ein eindeutiges Indiz dafr, dass der Homo sapiens auf den Neandertaler stie und sich mit ihm paarte, jedoch erst als er Afrika verlie und die anderen Kontinente bevlkerte.
Auf den Spuren der Neandertaler und des ersten europischen Homo sapiens geht ARTE auf eine Reise in den Sdwesten Rumniens und den Sden Frankreichs und trifft auf bekannte Archologen bei dem Versuch, das Geheimnis um die Vermischung von modernem Menschen und Neandertaler zu lften. Zu Wort kommen Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts und der portugiesische Paloarchologe João Zilhão, der im Jahr 2002 gemeinsam mit seinem Team die mit 40.000 Jahren bislang ltesten sterblichen berreste eines Homo sapiens in Europa entdeckte. Sein Fund weist bereits eindeutige Merkmale fr eine Kreuzung mit dem Neandertaler auf. Der Archologe Ludovic Slimak von der Universitt Toulouse hingegen ist davon berzeugt, dass der Homo sapiens bereits vor 50.000 Jahren in Europa siedelte und seine Bruche an den Neandertaler weitergab.
ZDF neo, Samstag, 14. November, 7:00 bis 7:45
Terra X
Der Dino-Planet
Gefiederte Drachen
In "Gefiederte Drachen" besuchen wir den Dino-Planeten auf der Suche nach "gefiederten Drachen" und Akrobaten der urzeitlichen Lfte.
Vor 154 Millionen Jahren begibt sich im jurazeitlichen China ein Dino mit extrem langen Fingern auf Insektenjagd.
Der taubengroe Dino besitzt Federn, doch fliegen kann er nicht. Aber er ist ein Kletterknstler und entkommt so anderen Jgern wie Sinraptor.
Seine Arme und Beine dienen als Tragflchen. Die lngeren Federn von Microraptor machen ihn zum besseren Flieger, doch am Boden sind sie nachteilig. Die Federn von Sinornithosaurus sind so gut erhalten, dass heute sogar Farbbestimmungen mglich sind. Im kreidezeitlichen Wald Chinas ist dieser Dino durch rotbraune, gelbe und schwarze Farbtne bestens getarnt. Auerdem besitzt er Giftdrsen, deren todbringendes Sekret er mit gerillten Zhnen seiner Beute injiziert. Im Rudel bringt er sogar grere Dinos zur Strecke.
Von ganz anderem Kaliber sind die vogelhnlichen Dinos, die vor 80 Millionen Jahren die weiten Ebenen der Mongolei bewohnen. Gigantoraptor, acht Meter lang und 2,6 Tonnen schwer, erinnert an einen berdimensionalen Strau. Er legt groe Eier in einfache Bodennester und bebrtet sie. Weder die kleinen Oviraptoren - Eierdiebe - noch ein fnf Meter groer Fleischfresser namens Alectrosaurus haben gegen diesen spt-kreidezeitlichen Herrscher auch nur den Hauch einer Chance.
Und noch gigantischer sind die Flugsaurier, die zehn Millionen Jahre spter die Lufthoheit ber der Insel Hatzeg, heute Rumnien, besitzen. Hatzegopteryx, mit zehn Meter Spannweite das grte flugfhige Tier aller Zeiten, macht hier Jagd auf junge Magyarosaurier. Das Flugmonster besitzt keine Federn, sondern Spannhute und ist auch gut zu Fu. Auf allen Vieren laufend ist es hher als eine Giraffe. Allein der Schdel mit seinem langen Schnabel misst drei Meter.
Vor 65 Millionen Jahren beendet ein Meteoriteneinschlag in den Golf von Mexiko die Herrschaft der Dinos. An Land berlebt kein Tier, das mehr als 25 Kilogramm wiegt. Die Dinosaurier hatten zerbrechende Kontinente, steigende Meeresspiegel und unzhlige Klimavernderungen berlebt, hatten sich angepasst und weiterentwickelt. Sie waren die erfolgreichste Tiergruppe aller Zeiten. Ein kleiner Seitenzweig ist sogar der Auslschung entgangen und hat es bis in unsere Zeit geschafft: die Vgel. Sie herrschen zwar nicht wie ihre Ahnen, aber die Lufthoheit besitzen sie allemal.
"Gefiederte Drachen" entfhrt in die Lebenswelten von flugfhigen und nicht flugfhigen Dinos und anderen Sauriern. Die fantastischen, teils dramatischen Geschichten rekonstruieren den Alltag der Urzeit-Reptilien auf der Basis von palontologischen Befunden und fossilen Belegen - vollstndig animiert auf hchstem graphischem Niveau.
MDR, Sonntag, 15. November, 15:35 bis 16:00
Heute im Osten - Das Magazin
Alte Wege, neue Straen
Straen voller Schlaglcher, nur wenige Autobahnen, Schienen und Zge in beklagenswertem Zustand. Mit dem Fall des Eisernen Vorhangs begann fr die einst sozialistischen Staaten eine Herkules-Aufgabe in Sachen Infrastruktur.
"Heute im Osten - Das Magazin" fragt: Wie rollt, fliet oder stockt der Verkehr in den einstigen Lndern des Mangels heute? Warum hat Rumnien nur knapp 700 Kilometer Autobahn, Polen aber viermal so viel? Wer muss wo wieviel Maut bezahlen?
Kamilla Senjo prsentiert Geschichten von Menschen, die auch nach 25 Jahren mit Defiziten leben, angesichts bervoller Straen und leerer ffentlicher Kassen sogar ein Geschft daraus machen. Und entdeckt die Renaissance einer aus sozialistischen Zeiten bestens bekannten Idee.
ARTE, Sonntag, 15. November, 16:50 bis 17:35
Metropolis
Thema u.a.:
Die Erinnerungen der Nazi-Jger Beate und Serge Klarsfeld
Die ffentliche Ohrfeige vom 7. November 1968 gegen Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger gab den Startschuss fr ihre gemeinsame Lebensaufgabe: Beate und Serge Klarsfeld verfolgten als passionierte Nazi-Jger die Schreibtischtter und Schlchter des Holocaust. Sie sprten sie auf, in Deutschland, wo sie straffrei lebten, im Nahen Osten und in Sdamerika, wohin sie sich geflchtet hatten, enttarnten sie und erstritten die politischen und juristischen Voraussetzungen, um sie vor Gericht zu bringen.
Sie, die deutsche Soldatentochter, er franzsischer Jude aus Bukarest, dessen Vater von den Nazis in Auschwitz ermordet wurde. Die Erinnerungen des Paares, das sich 1960 in einer Pariser U-Bahn begegnete, sind Zeugnis des lebenslangen Kampfes fr die Rechte der Opfer und gegen das Vergessen und zugleich ein bewegendes Dokument einer groen Liebe.
SWR, Dienstag, 17. November, 7:35 bis 7:50
Schtze der Welt - Erbe der Menschheit
Das Kloster Horezu, Rumnien
SWR, Mittwoch, 18. November, 7:35 bis 7:50
Schtze der Welt - Erbe der Menschheit
Die Wehrkirche von Birthlm (Biertan), Rumnien
Weitere Tipps demnchst auf Siebenbuerger.de.
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 6. INTERVIEW 
"Neue Heimat Siebenbrgen"
Zurck in der Zeit - nach Reichesdorf
Gerrit und Tony Timmermann aus den Niederlanden wagten kurz nach dem Fall des Eisernen Vorhangs mit drei Kindern - damals elf, neun und sieben Jahre alt - eine Abenteuerreise nach Rumnien. Was zuerst nur als Besuch aus Neugier geplant war, hat die Familie schnell nachhaltig in den Bann gezogen: das Leben in einer Landschaft wie aus dem Bilderbuch mit einem Dorfalltag wie zu Grovaters Zeiten. Heute, 25 Jahre spter, leben der pensionierte Krankenpfleger und die ehemalige Krankenhaus-Verwaltungsangestellte dauerhaft in Reichesdorf, wo sie ein Gstehaus, einen Campingplatz und einen Dorfladen betreiben und sich zugunsten der Dorfgemeinschaft ehrenamtlich engagieren. Das Interview mit dem glcklichen Aussteiger-Ehepaar fhrte unsere Korrespondentin Nina  M a y.
Wie hat es euch zuerst nach Rumnien und speziell nach Reichesdorf verschlagen?
Gleich nach der Revolution haben wir ein Hilfspaket nach Rumnien geschickt und haben dann eine Einladung von den Empfngern aus Mediasch bekommen. Im Sommer 1990 sind wir mit ihnen erstmals in Reichesdorf gewesen.
Dort habt ihr damals die Auswanderung der Siebenbrger Sachsen hautnah mitbekommen. Wie war das fr euch?
Wir konnten das erst nicht verstehen, es war doch nun Demokratie! Aber jetzt, nach vielen Jahren, fhlen wir in unserem Inneren mit, wie das wirklich war und was dieser Exodus bedeutete - fr diejenigen, die zurckblieben, aber auch fr diejenigen, die gegangen sind.
Wann kam euch der Gedanke, fr immer in Reichesdorf zu bleiben - und was war der Auslser dafr?
Eigentlich ist alles langsam entstanden. 1991 haben wir unser jetziges Haus als Feriendomizil gekauft und sind jedes Jahr drei Mal hingefahren, in Frhjahr und Herbst zu zweit und im Sommer mit unseren Kindern. Im Jahr 2001 haben die Leute im Dorf uns gefragt, ob wir nicht den Laden und die Bar kaufen wollen, weil sie sonst geschlossen wrden. 2002 haben wir das dann zwar getan, arbeiteten aber weiter in Holland und unser Freund in Mediasch war Geschftsfhrer unser Firma. Wir haben viel investiert, es gab ja nicht mal Toiletten oder Wasser, die Elektrik musste ganz neu gemacht werden, Mbel mussten her. Danach haben wir im Innenhof dieses Gebudes einen kleinen Campingplatz aufgemacht. Wir dachten, schn, dann haben wir etwas zu tun, wenn wir in Rente sind!
2009 war es dann so weit. Unterdessen hatten wir auch das Pfarrhaus gemietet, renoviert und Gstezimmer eingerichtet (www.lacurtearichis.ro). Da sagten wir uns: In Holland sind wir in Rente, aber hier bestimmt nicht! Und wenn man sich so verbunden fhlt mit allem hier, war es fr uns eigentlich ein logischer Schritt, hier zu bleiben.
Was macht Siebenbrgen fr euch so attraktiv? Was habt ihr hier gefunden, was euch in Holland gefehlt hat?
Hier hat man das Gefhl, man lebt! Man kann das nicht so genau beschreiben - es ist die unberhrte Natur, die Ruhe, das einfache Leben auf dem Dorf, die Freundlichkeit der Menschen, das Zurckgehen in der Zeit und auch das Klima! Dieses Jahr hat ein Rumne mich gefragt: Wann seid ihr zurckgekommen? Ich war sehr stolz, sagen zu knnen: Wir sind nicht zurck-, sondern hergekommen! Dass es Menschen gibt wie uns, die hier leben wollen, ist fr manch einen hier etwas Unglaubliches. Doch auch nach 25 Jahren ist unsere Bilanz noch positiv.
Und was ist eher schwierig?
Schwierig waren und sind nur die Korruption, die Brokratie und immer wieder gesetzliche nderungen.
Was macht Reichesdorf fr Touristen attraktiv?
Fr Touristen ist die Natur einzigartig, Man liebt es, hier zu wandern und das Dorfleben zu beobachten. Und unsere Kirche ist sehr beliebt: Der Kurator, Johann Schaas, ist inzwischen weltberhmt mit seinen besonderen Fhrungen und Erzhlungen - und den Geschichten ber seine "grnen Mnner" in der Kirche, die in Siebenbrgen eine Seltenheit sind. Nchstes Jahr wird ein besonderes Jahr fr Reichesdorf: Wir feiern 500 Jahre Reichesdorfer Wappen!
Gibt es eine Art Dorfgemeinschaft zwischen den verbliebenen Sachsen, den Sommersachsen, den Auslndern, den Rumnen und Roma?
Dieses bleibt eine der schwierigsten Aufgaben. Natrlich gibt es gute Kontakte, aber noch immer spielt auch die Vergangenheit eine Rolle. Das Elementarste, was fehlt, ist das Vertrauen zueinander. Wir haben hier im Dorf auch viele Auslnder: Deutsche, Englnder, Amerikaner, Schweizer, Hollnder, Litauer - und Bukarester, fr uns auch eine Art "Auslnder"... Unsere Hoffnung ist, das sie sich einbringen werden ins Dorfleben: Noblesse oblige.
In welcher Form bringt ihr euch ein?
Zusammen mit einigen Freunden haben wir einen Verein fr Reichesdorf gegrndet, die Asociaţia Pro Richiş Transilvania (www.prorichis.ro). Ziel ist es, das kulturelle Erbe von Reichesdorf und Siebenbrgen zu schtzen, die Dorfgemeinschaft aufbauen zu helfen und Reichesdorf fr Touristen attraktiv zu machen. Wir untersttzen mit Hilfe von Sponsoren den Fuballverein und Schulfeste, zeigen einmal im Monat Filme fr Kinder und Erwachsene oder frdern die Dorfbewohner mit Initiativen, etwa der Grndung eines Milchvereins, damit die Leute auch in Zukunft ein Einkommen haben. Im Zentrum haben wir eine Touristeninfo in einem von uns renovierten Gebude eingerichtet, wo auch Bcher und Handgemachtes verkauft werden. Der Erls kommt der Dorfgemeinschaft zugute.
Und die berhmte Biodiversitt der siebenbrgischen Natur - ist sie fr euch ein Thema?
Natrlich. Jedes Jahr kommen Studentengruppen der Vereine Adept und Wallacea mit etwa 40 Teilnehmern zu uns, um die Natur und ihre Vernderungen zu studieren. Es ist ein langfristiges, auf sieben Jahre angelegtes Projekt. Sie bleiben eine Woche auf dem Campingplatz und sind den ganzen Tag auf dem Feld, beobachten Tiere, untersuchen Pflanzen, oder zhlen nachts die Fledermuse auf dem Kirchturm. Dann geht es weiter in ein anderes Gebiet. Jedes Jahr kommen um die Hunderte Studenten aus aller Welt nach Siebenbrgen - das ist auch Werbung!
Wie gestaltet sich euer persnlicher Alltag in Reichesdorf - im Sommer und im Winter?
Von April bis November sind wir beschftigt mit unseren Gsten. Es ist schn, so vielen verschiedenen Leuten zu begegnen, das bringt Zufriedenheit, Freude und Energie. Im Winter laden wir dann unsere Batterien auf und machen Plne fr das kommende Jahr. Dann fahren wir fr einen Monat - und auch sonst zwischendurch mal kurz - zu unseren Kindern, unserer Enkeltochter und Freunden nach Holland. Das ist dann unser Urlaub!
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