Ausgabe vom 14.02.2025
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Statt Zöllen könnte die Saisonalität Gegenwind bringen

Statt Zöllen könnte die Saisonalität Gegenwind bringen
von Sven Weisenhaus

US-Präsident Donald Trump hat gestern wie angekündigt seinen Kurs in der Handelspolitik verschärft und neue Zölle in die Wege geleitet. Dazu unterzeichnete er eine entsprechende Anordnung, mit der die USA überall dort „reziproke“ Zölle erheben sollen, wo sie derzeit niedriger sind als bei den Handelspartnern.

Auch die reziproken Zölle treten nicht sofort in Kraft

Die Zölle werden aber nicht sofort in Kraft gesetzt, wie bereits einige der zuvor bereits beschlossenen Strafzölle, unter anderem auf Stahl- und Aluminium-Importe (ich berichtete). Stattdessen werden derzeit noch die bilateralen Zoll- und Handelsbeziehungen der USA geprüft. Die Regierung werde diesbezüglich jedes Land einzeln ansprechen und die Vorbereitungen voraussichtlich bis zum 1. April abschließen. In den nächsten „vier Wochen“ werde Trump mit seinen Beratern über Zölle auf Fahrzeuge, Medikamente, Pharmazeutika, Computerchips „und andere Waren“ sprechen, so der US-Präsident.

Wie hart würden Autozölle Deutschland treffen?

Am konkretesten sind dabei offenbar die Pläne bei Autozöllen. Diese sollen „bald kommen“, wobei Autos und andere Produkte aus der EU mit Zöllen in Höhe von bis zu 17 % belegt werden könnten. Das sagte Trump bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus.

Dies würde einer Analyse der Commerzbank zufolge Deutschland besonders hart treffen. Sollten die US-Einfuhrzölle auf das Niveau des jeweiligen Handelspartners erhöht werden, wären demnach etwa die Hälfte der deutschen Exporte in die USA von den höheren Zöllen betroffen. „Denn bei ihnen erhebt die Europäische Union bei den entsprechenden Produkten höhere Zölle als die Vereinigten Staaten“, so die Commerzbank. 
Allerdings: Auch wenn die Vereinigten Staaten der größte Abnehmer von Waren „Made in Germany sind, gehen „nur“ rund 10 % aller deutschen Ausfuhren in die USA.

Und wenn man die gesamte EU betrachtet, so würden reziproke US-Zölle nur zu einem Anstieg des durchschnittlichen Zollsatzes zwischen 0,5 und 1,7 Prozentpunkten führen. Damit rechnet zumindest das Institut der deutschen Wirtschaft (IW). 
Am stärksten betroffen wären Kraftfahrzeuge, bei denen ein um bis zu 7,5 Prozentpunkte höherer Zoll droht, weil die EU auf PKW einen Zoll von 10 % verlangt, die USA aber nur von 2,5 %.
Um dem zu entgehen könnte die EU ihre Zölle aber einfach senken. Diese Möglichkeit nannte auch Trump.

Zölle können durch Verhandlungen abgewendet werden

Vielleicht ist das auch ein Grund, warum die Anleger ein weiteres Mal äußerst gelassen reagierten. Ein anderer ist, dass Trump wieder nur mögliche neue Zölle verkündete, aber noch keine konkreten Details nannte und vor allem keine Zölle in Kraft setzte. Anleger sehen daher offenbar bis zum 1. April auch noch genug Zeit für Verhandlungen, durch die Zölle verhindert werden können.

DAX legt einen rekordverdächtigen Jahresstart hin

Der DAX beendete den gestrigen Handel in der Nähe des nächsten Rekordhochs, welches er an diesem Tag markiert hatte. Es ist das 6. in Folge.

Und der DAX konnte damit nun schon den 21. von 24 Handelstagen über den Schlusskurs des Vortages steigen. Mit anderen Worten: In einem Zeitraum von mehr als einem Monat hat der DAX nur an 3 Handelstagen nicht zulegen können. – Was für eine irre Rally! 
Zumal diese den Index seit Jahresbeginn nun schon auf ein Plus von mehr als 13,6 % getrieben hat. Wie ich heute las, ist das sein zweitbester Jahresstart aller Zeiten – und das nach zuvor bereits extrem starken Jahren. Wow!

Saisonalität bringt Gegenwind

Allerdings könnten die Bullen in den kommenden Tagen etwas mehr Gegenwind bekommen. Denn in US-Nachwahljahren deutet die Saisonalität ab Mitte Februar fallende Kurse an.

Ähnlich sieht die Statistik aller Jahre seit 1988 aus. Demnach erleidet der DAX nach einem starken Anstieg im Februar Richtung Monatsende regelmäßig einen Schwächeanfall, der sogar bis Mitte März anhält.

Solange aber die Aktienmärkte in den USA nicht schwächeln, könnte sich natürlich auch die Rally des DAX noch fortsetzen. Doch auch für den Dow Jones sieht es in US-Nachwahljahren vor allem Ende Februar schlecht aus.

Der Index droht mit Blick auf diese Grafik zwischenzeitlich sogar ins Minus zu laufen. Und da der Index seit Jahresbeginn nur 5 % im Gewinn notiert und damit dem DAX deutlich hinterherhinkt (oh Wunder, der Nasdaq 100 sogar noch mehr), erscheint das nicht utopisch.

Der Dow Jones müsste dazu nur noch einmal eine Abwärtsbewegung hinlegen wie zum Jahreswechsel, als er etwas mehr als 7 % verlor.

Und weil der Dow Jones seit dem Tief vom 13. Januar in nur 13 Handelstagen schon wieder um bis zu 7,67 % hinzugewonnen hat, ist der Index kurzfristig bereits wieder überkauft (längerfristig immer noch). Daher verwundert die aktuelle Konsolidierung knapp unterhalb des Rekordhochs nicht. Diese ist allerdings trendbestätigend und somit bullish zu werten. Aber letztlich kommt es darauf an, in welche Richtung sie aufgelöst wird. Erfolgt dies nach unten, könnte die Saisonalität zuschlagen.

Bleiben fällige Rücksetzer weiterhin aus?

Ein größerer Rücksetzer ist jedenfalls nicht nur beim Dow Jones, sondern auch beim DAX längst überfällig. Es braucht einfach mal einige schwache Tage in Folge, um die extrem überkaufte Marktlage abzubauen.

Verlassen sollte man sich auf die Aussichten aus der Saisonalität aber freilich nicht. Denn diese hat im Verlauf der Übertreibung, in der sich die Aktienmärkte seit geraumer Zeit befinden, kaum einen verlässlichen Hinweis auf den Kursverlauf geliefert.

Absicherung und Gewinnmitnahme

Wenn Sie wissen wollen, wie Sie nun mit dieser Gemengelage umgehen sollen, hilft Ihnen vielleicht die folgende Information:

Beim Börsenbrief „Börse-Intern Premium“ sind gestern die Aktien von United Internet aus dem Depot geflogen – ohne Verlust, obwohl sie infolge schwacher Geschäftszahlen im heutigen Xetra-Handel zeitweise prozentual zweistellig eingebrochen sind. Geholfen hat ein Stop-Loss auf Einstiegskurs.

Daneben wurden heute die Aktien von Andritz mit einem Gewinn von 10 % verkauft – als Gewinnmitnahme, um die Investitionsquote und somit das Risiko etwas zu reduzieren. Ich erinnere in diesem Zusammenhang an die Gewinnmitnahmen bei ThyssenKrupp (+12 %) und Heidelberger Druckmaschinen (+18 %), über die ich am Dienstag berichtete (siehe „Neue Zölle – DAX reagiert mit neuem Rekordhoch“).

Mit diesen Verkäufen und der dadurch erhöhten Cashquote ist das Depot nun gut gerüstet für den Fall, dass es Richtung Ende Februar oder gar bis Mitte März zu einem saisonalen Rücksetzer an den Aktienmärkten kommt.


Ich wünsche Ihnen jedenfalls weiterhin viel Erfolg an der Börse
Ihr 
Sven Weisenhaus 
www.stockstreet.de


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Kann man wirklich aus 10.000 Euro 1.000.000 Euro (eine Million) machen?

"Das ist doch bloß ein Wunschtraum", denken Sie jetzt vielleicht und winken vermutlich erst einmal ab. Doch von Microsoft, Cisco und Amgen und ihren unglaublichen Erfolgsgeschichten haben Sie bestimmt auch gehört. Und diese sind weder Wunschtraum noch Legende, denn die Kursentwicklung an der Börse ist jederzeit überprüfbar. Es geht also doch! Und so gibt es unzählige dieser Erfolgsgeschichten. Es wird Sie überraschen, aber Sie finden solche Überflieger an den Börsen immer wieder!

Aber stimmt das wirklich? Wie oft ver-100-fachen sich denn Aktien? Und wie findet man diejenige Aktie, die aus einer Vielzahl an Kandidaten übrigbleibt und dieses Ziel schließlich erreicht?

Ich will Ihnen nichts vormachen. Natürlich gibt es solche Unternehmen bzw. deren Aktien nicht an jeder Ecke. Man muss nach ihnen suchen, lange und intensiv!

Aber es gibt sie, und das häufiger als man zunächst denken mag. Und es sind nicht nur Überflieger wie Microsoft, Google, Amazon, Apple oder Tesla, die dieses Kunststück schaffen. 

Immerhin rund 3 % aller Aktien ver-100-fachen sich mit der Zeit, darunter auch so „dröge“ Werte wie Johnson & Johnson (USA, Pharma), Schneider (Frankreich, Luxusgüter), Saipem (Italien, Öl- und Gasbohrausrüstungen) oder Sika (Schweiz, Industrieklebstoffe). Selbst in Deutschland findet sich eine ganze Reihe von Ver-100-fachern, darunter mit Infineon und Sartorius sogar zwei aktuell DAX-Werte.

Um solche Werten zu finden, muss man allerdings intensiv recherchieren, viel Arbeit investieren und lange suchen. Wie bei wirklich außergewöhnlichen Perlen. Und genau deshalb nennen wir diese Unternehmen und ihre Aktien die Stockstreet Aktien-Perlen

Das Schöne daran ist: Egal, in welcher Situation sich die Weltwirtschaft befindet, es gibt immer Firmen, die zur richtigen Zeit das Richtige unternehmen. Denn sie unterscheiden sich fundamental vom Rest der Firmen, weil sie etwas anbieten, das einzigartig ist – oder das sie als einzigartig vermarkten (z.B. Luxusgüter). Damit erreichen sie eine monopolartige Stellung, was sich nicht nur in herausragenden Fundamentaldaten, sondern eben auch im Kursverlauf niederschlägt. Das ist der Grund, warum sie einen langanhaltenden und lukrativen Trend entwickelt, der für Investoren eine wahre Goldgrube ist. 

Diese Trends lassen sich früh aufspüren, und eine ihrer hervorstechendsten Eigenschaften ist, dass sie in der Regel noch weitergehen, selbst wenn sich der Kurs schon vervielfacht hat! Die Kurse von Microsoft und Co. haben ja nicht stagniert, nachdem sie um den Faktor 100 gestiegen sind, sondern kletterten einfach weiter…

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Gerade in so spannenden Zeiten wie heute!

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